Wieder Zunull-Kemberg muss viel Geduld aufbringen und vergibt Chancen enmasse-2:0 gegen Rodleben
1. Mannschaft

Weitgehend überlegene Kemberger brauchten lange, die Siegtreffer zu erzielen. Allein in der 30. Minute bot sich den Kembergern soviel Chancen wie in manch anderen Spielen in 90 Minuten. Aber erst einmal von vorn. Kembergs Trainer Stefan Kohnert wählte als taktische Variante dieses Mal die Viererabwehrkette, davor zwei Sechser, den zentralen Mittelfeldmann, eine Angriffsspitze und die zwei offensiven Außen. Michal Fiala zeigte wieder einmal seine Fähigkeiten, wo er war, war auch der Ball, er diktierte das Spiel und da auch seine Mitspieler Lust am Fußballspielen hatten, entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Rodleben hatte in dieser ersten Hälfte ansatzweise eine Chance, als eine Flanke zur Ecke gelenkt wurde, ansonsten kann nur von Kemberger Möglichkeiten berichtet werden. In der 4. Minute konnte der Ball am eigenen Strafraum erkämpft werden und dann ging es ruck-zuck, über vier Stationen kam der Ball zu Moritz Hillebrand, der den Ball mit der Brust annahm und dann knapp verzieht. Fünf Minuten später wieder ein gelungener Spielzug und dieses Mal wird Benedikt Richter geschickt, der Rodlebens Besten, Torhüter Christoph Köhler (er allein bewahrte seine Elf mit tollen Paraden vor einem Debakel) noch umkurvte, der Schuss kann aber von der Linie geschlagen werden. So ging es weiter, Chance auf Chance und kein Treffer. Es waren soviel, dass hier nur aufgezählt werden kann, in der 27. Minute kann Florian Uhrig trotz Foul den Ball behaupten und spielt auf Richter, der am Torhüter scheitert, den Nachschuss setzt Lukas Hillebrand neben den Kasten. In der 29. Minute erkämpft Rene Fischer den Ball, dribbelt bis zur Torlinie und passt perfekt zurück auf Fiala, der aus 14 Metern drüber schießt. Dann diese 30. Minute, Kemberg dieses Mal mit einem weiten Pass nach vorn und Richter bedrängt den Torhüter, dessen Abwehr zu kurz gerät Moritz Hillebrand schießt-Fußabwehr vom Torhüter, der Ball kommt zu Lukas Hillebrand, der aus 14 Metern abzieht-Pfosten, jetzt kommt der Ball zu Felix Uhrig und dessen Schuss wird auf der Linie geblockt. Die anschließende Ecke wird kurz ausgeführt, Moritz Hillebrand zu Fischer, der zurück auf Moritz Hillebrand und dessen Schuss knallt an die Latte. Wenig später wieder einer dieser strukturierten Angriffe und vorn spielen Richter und Moritz Hillebrand die Abwehr mit einem Doppelpass schwindelig, der Abschluss von Moritz Hillebrand wird zur Ecke geklärt. Als dann auch noch Fischer mit einem Kopfball nach Ecke nicht trifft, geht es mit diesem für die Gäste schmeichelhaften 0:0 in die Kabine.

Die 2. Hälfte begann etwas ruhiger, in der 53. Minute gab es dann den ersten richtigen Aufreger. Moritz Hillebrand, der an diesem Tag neben Fiala und vor allem mit ihm glänzen konnte, wurde geschickt. Er umkurvt Köhler, der ihn am Fuß trifft. SRA Helmut Rebhahn zeigt sofort Strafstoß an, wird jedoch von SR Sebastian Knick überstimmt, der der Meinung war, die Situation besser gesehen zu haben und auf Eckstoß entscheidet. In der 56. Minute hätte das Spiel auf den Kopf gestellt werden können, Rodleben befreit sich mit einem Schlag an den Kemberger Strafraum, Ballannahme, Drehung und Schuss waren danach eins und der Ball senkte sich hinter dem etwas zu weit vorn postierten Christoph Heede an die Latte. Danach war Kemberg wieder am Drücker, Fiala zu Richter, der den Ball nicht unter Kontrolle bekommt, in der 63. Minute wieder ein kurz ausgeführter Eckball und abermals scheitert Moritz Hillebrand an Köhler. Nach Ballerkämpfung trifft Fischer nicht mit dem Kopf und in der 66. Minute dribbelt Fiala bis zur Grundlinie, seine Eingabe wird von Richter verschlafen. Danach eine Unachtsamkeit im Abwehrverhalten und auf rechts steht jemand völlig frei vor Heede, der lange wartet und den Ball klären kann. Langsam lief den Kembergern die Zeit weg und nachdem in der 75. Minute Felix Uhrig mit einem Schuss aus 16 Metern nicht traf, schien alles auf dieses Unentschieden hinaus zu laufen. Bewundernswert an diesem Tag die Geduld der Mannschaft, die einfach weiter machte und sich in der 85. Minute letztendlich selber belohnte. Einwurf in der eigenen Hälfte, Florian Uhrig wird auf links geschickt und flankt in den Sechzehner, wo Richter den Ball nach Zuruf von Moritz Hillebrand durchlässt. Dieser steht plötzlich mutterseelenallein am Fünfmeterraum und kann sich die Ecke zum erlösenden 1:0 aussuchen, dieses Mal war auch Köhler machtlos. Nur zwei Minuten später holt der für den verletzt ausgeschiedenen Lukas Hillebrand eingewechselte Benjamin Hampel einen Freistoß heraus. Drei Kemberger beraten sich und Trainer Kohnert ruft rein „Egal was ihr jetzt besprochen habt, Moritz hau den Ball aufs Tor“!. Dieser beherzigt den Trainerratschlag und schießt aus 30 Metern aufs Tor. Dieses Mal begeht Köhler seinen wohl einzigen Fehler, weil er die Mauer falsch stellt und so Moritz Hillebrand die Lücke für die kurze Ecke lässt. Der Schuss geht flach gegen den Innenpfosten und von da ins Tor. Dies war natürlich die Entscheidung, aber die Gäste bewiesen an dem Tag richtig Moral und hatten in der Schlussminute noch die Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen. Heede stellt seine Mauer aber richtig und kratzt den Freistoß aus der Ecke. Der Abpraller gelangt zu einem Mitspieler und dessen Schuss kann mit der Brust von der Linie gekratzt werden. Wenig später war Schluss und Kemberg hatte für die anschließende Weihnachtsfeier die richtige Grundlage geschaffen.

Damit ist eine durchaus erfolgreiche Hinrunde beendet und Kemberg weist bei Halbzeit 25 Punkte und Tabellenplatz 5 auf. Kommenden Samstag gilt es, noch einmal voll konzentriert zu Werke zu gehen, denn im ersten Rückrundenspiel kurz vor dem Weihnachtsfest gastiert Neuling Roitzsch in Kemberg, gegen die im ersten Saisonspiel eine empfindliche 1:3-Niederlage hin genommen werden musste.

Aufstellung: Christoph Heede, Philipp Disselhoff, Florian Uhrig, Felix Uhrig, Moritz Hillebrand (89. Andrzej Steiner), Rene Fischer, Michal Fiala, Benedikt Richter, Bastian Schenk (89 Jonte Disselhoff), Marc Seeger, Lukas Hillebrand (58. Benjamin Hampel)

 

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