Dieser Sieg gegen einen gegen den Abstieg kämpfenden Gegner war ein hartes Stück Arbeit. Auf einem tiefen und schwer bespielbaren Geläuf war sofort zu erkennen, dass Jessen auf robuste Art und Weise etwas zählbares erreichen wollte. Viele Fouls prägten das gesamte Spiel, so dass eine spielerische Linie nir richtig zu erkennen war. Kemberg versuchte immer wieder, den Ball schnellstmöglich zu einem gut postierten Mitspieler zu spielen und in der ersten halben Stunde konnte so das Spiel bestimmt werden. In dieser Phase beherrschte Kemberg den Gegner und stand einige Male vor einem Torerfolg. Bereits in der 2. Minute spielte Sebastian Hartmann auf Moritz Hillebrand, der vor das Tor flankte, wo Michael Aurast an den Ball kam, aber vorbei schoss. In der 10. Minute hatte Hartmann die Möglichkeit, der nach einem Einwurf den Ball behaupten konnte, sich durchsetzte und halblinks im Strafraum stehend knapp vorbei schoss. Nachdem Markus Girke nach Freistoß Benjamin Hampel und Kopfballverlängerung Michal Fiala aus Nahdistanz mit einem Heber nur das Hintertornetz traf, erkämpft Michael Miertzschke den Ball an der Mittellinie, dribbelt und spielt den „tödlichen Pass“ auf Hillebrand, der noch in den Strafraum lief und eiskalt verwandelte. Gleich nach dem Anstoß stand Hillebrand nach einem Abwehrfehler vor seinem 2. Treffer, verzieht aber. Danach verlor Kemberg die Spielkontrolle, was mit einem leichtfertigen Ballverlust in der eigenen Hälfte begann. Die folgende Flanke erreichte den völlig ungedeckten Matthias Burkhardt, der wuchtig und präzise zum Ausgleich einköpfte. Jetzt kam die Kemberger Abwehr gehörig ins Schwimmen und unter Dauerdruck. Nach einem abermaligen Ballverlust geht ein Schuss knapp neben den Kasten. In der 35. Minute schlief die Kemberger Abwehr und plötzlich stand Florian Hoffmann völlig allein vor Keeper Rene Leutnitz, dem er mit einem Heber keine Chance ließ und zur Führung traf. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Kemberg noch einmal Glück, als ein Freistoß gegen die Latte krachte.

Kurz nach der Pause ertönte plötzlich ein Pfiff und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Er ahndete ein Halten an Hartmann und diese Gelegenheit nutzte Fiala eiskalt und traf zum Ausgleich. Das Spiel wurde auch jetzt spielerisch nicht besser, Fouls auf beiden Seiten sorgten für wenig Spielfluss. Kemberg hatte wieder etwas mehr Zugriff auf das Spiel bekommen und nach Einwurf vom mittlerweile eingewechselten Felix Uhrig passt Hartmann den Ball zurück an die Strafraumgrenze, von der Fiala knapp über den Kasten schießt. In der 61. Minute erhält Kemberg einen Eckstoß zugesprochen und diesen zwirbelt Hillebrand direkt in die Maschen zum 2:3. Danach führte die robuste und teilweise harte Gangart der Gastgeber zu zwei Gelb-Roten Karten in der 65. und 69. Minute. Wer jetzt dachte, dass dies für Kemberg alles leichter machen sollte, sah sich getäuscht. Trotz numerischer Unterzahl blieb der Gastgeber bemüht und Kemberg hatte noch einige heikle Momente zu überstehen. Vor allem durch Einzelaktionen bekam Kemberg Probleme und in der 76. Minute hatte Kemberg richtig Glück, nachdem sich Burkhardt gleich gegen 4 Kemberger durchsetzte und auf einmal allein vor Leutnitz stand. Er schoss an Leutnitz vorbei, aber auch knapp am Kasten. Natürlich machte sich der Kräfteverschleiß auch bei den Gastgebern bemerkbar und so verliefen die letzten Minuten fast ereignislos. Die Kemberger schafften es einfach nicht, auch nur einmal einen gefährlichen Angriff vorzutragen und so blieb es bis zum Schlusspfiff ein Ritt auf der Rasierklinge. Einmal sorgte noch ein Freistoß in der 83. Minute für Gefahr, der noch einmal die Latte streifte und dann war die Partie nach 7 Overtime-Minuten und einer dritten Gelb-Roten Karte für den Gastgeber vorbei, so dass Kemberg einen schwer erkämpften Auswärtssieg feiern konnte.

Aufstellung: Rene Leutnitz, Pascal Bischoff, Michael Miertzschke, Benjamin Hampel, Andre Apitzsch, Moritz Hillebrand, Sebastian Hartmann (77. Philipp Krauß), Markus Girke (77. Philipp Disselhoff), Michal Fiala, Michael Aurast (46. Felix Uhrig), Julian Ruprecht

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