Eine insgesamt überzeugende Hinrunde lieferte unsere immer noch sehr junge Mannschaft ab. Unabhängig von vorzeigbaren Erfolgen besteht das vorrangige Ziel, Spieler individuell zu verbessern und die Mannschaft spielkulturell voran zu bringen. Diesem Ziel kam die Mannschaft in einigen Spielen sehr nahe. Ab und an mussten auch Rückschläge hin genommen werden, aber auch aus solchen Spielen können Lehren gezogen werden. Die Mannschaft konnte im Gegensatz zur vergangenen Saison gerade nach Niederlagen beweisen, welches Potential in ihr steckt.

Nach einer Vorbereitung, in der ein 4-2-3-1-System nahe gebracht werden sollte, ging es mit dem ersten Spiel beim Neuling Roitzsch los. Nach einer Führung wurde dieses Spiel dann doch noch verloren und die Mannschaft stand unter Zugzwang. Im zweiten Spiel zeigte die Mannschaft Reaktion und fegte Pratau regelrecht mit einem 7:0 vom Platz, wobei die Spielfreude bemerkenswert war. Danach zeigte die Mannschaft, dass sie auch kämpferisch in der Lage ist, mit zu halten, denn gegen Piesteritz waren genau diese Tugenden entscheidend, um nach einem 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden zu erringen. Dann folgte wieder ein richtiger Kracher, im Spiel gegen Sandersdorfs Reserve wurde die wohl beste Saisonleistung gezeigt. Nach einer beeindruckenden Leistung konnte dieses Spiel mit 7:4 gewonnen werden. In den nächsten drei Spielen konnte lediglich ein Punkt errungen werden, bei der Derby-Niederlage gegen Gräfenhainichen war die Mannschaft auf Augenhöhe, aber die individuelle Stärke des Gegners war an diesem Tag ausschlaggebend. Die anschließende Heimniederlage gegen „Angstgegner“ Mosigkau“ war völlig verdienst, eine schnelle Gäste-Führung konnte bis zur Pause noch egalisiert werden, jedoch war in der 2. Hälfte die Luft raus und die Niederlage perfekt. Anschließend ging es nach Klieken und gegen den „Herbstmeister“ konnte ein Auswärtssieg gefeiert werden, der Anfang einer kleinen Serie war, denn aus den folgenden 4 Spielen wurden 8 Punkte geholt, der 5:0-Sieg gegen die einige Spieltage an der Spitze stehenden Köthener ragte dabei noch heraus. Was die Emotionen betrifft, war natürlich der Auswärtssieg in Trebitz das Highlight, nach einem wechselvollem Spielverlauf gelang ein 3:2-Erfolg. Danach war eine Woche Spielpause, was den Kembergern nicht gut tat, denn im folgenden Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten HSV Gröbern musste eine schmerzliche Niederlage hin genommen werden. In diesem Spiel sorgten kurioserweise zwei Eigentore für die Niederlage. Danach zeigten die Jungs aber wieder, aus welchem Holz sie geschnitzt sind, denn die Spieltage 14, 15 und 16 konnten sämtlich siegreich gestaltet und so auf den 4. Platz geklettert werden.

Im Kreispokal steht Kemberg im Halbfinale und spielt zu Hause gegen Landesligisten Annaburg und der Einzug ins Finale ist mit Sicherheit nicht als utopisch ein zu schätzen. Die ersten beiden Spiele gegen die Kreisoberligisten Zschornewitz/Muldenstein und Pretzsch wurden souverän gewonnen. Das Viertelfinale in Nudersdorf war nichts für schwache Nerven. Trotz Kemberger Überlegenheit ging der Gastgeber in Führung und nach 90 Minuten hatte diese Führung immer noch Bestand. Dann sorgten zwei Treffer in der Nachspielzeit doch noch für den Sieg und die Möglichkeit, das Finale zu spielen.

Letztlich sorgten alle eingesetzten Spieler für diese positive Serie, aber es darf und soll nicht vergessen werden, dass das Team hinter der Mannschaft enorm wichtig ist. Seit vielen Jahren können die Spieler von der Kompetenz ihres Trainer Stefan Kohnert profitieren. Dazu gesellt sich Co-Trainer Michael Geipel und das Funktionsteam mit Mannschaftsleiter Andreas Ludley, Physiotherapeutin Claudia Zander der „guten Seele“ Frank Krauß. Was Doris Siekierski leistet, um die Versorgung in jeglicher Hinsicht ab zu sichern, sucht mit Sicherheit seines gleichen.

Auch wenn Fußball immer eine Mannschaftssportart bleiben wird, lebt dieser Sport von Protagonisten und die hat Kemberg durchaus zu bieten. Drei Spieler (Moritz Hillebrand, Benedikt Richter und Kapitän Michal Fiala) sind in der Torjäger-Spitzengruppe, Moritz Hillebrand sogar auf Platz 3. Ebenfalls aussagekräftig ist die Scorer-Liste, denn in dieser Wertung steht Moritz Hillebrand unangefochten an Platz 1. Neben seinen 11 Toren legte er gleich zwölfmal für seine Nebenleute auf und diese 23 Punkte bedeuten, dass er sage und schreibe an der Hälfte aller Kemberger Treffer unmittelbar beteiligt ist! In dieser Wertung belegen Benedikt Richter mit 18 und Michal Fiala mit 16 Punkten die Plätze 2 und 4.

Einer der Jüngsten war in allen Spielen eine Bank, Florian Uhrig wurde in jedem Spiel eingesetzt, eine Verletzung im Spiel gegen Gröbern verhinderte, dass er jede Minute spielte. Schon an diesem Einzelbeispiel ist zu erkennen, welche Entwicklung möglich ist.

Was wird die Rückrunde bringen? Auf jeden Fall sollte eine bessere Platzierung als vergangene Saison heraus springen. Ausschlaggebend hierfür sollte die gewachsene Reife sein und das Vermögen, fast schon aussichtslose Situationen zu meistern.

In der beigefügten Tabelle sind eine Vielzahl von Daten vorhanden.

.........................................................................................ES    Tore    Ass      ST          GK        G/R          RK      Einw.       Ausw.        Sp.--min

1.

Uhrig, Florian (20)

16

-

1

-/-

1

-

-

-

1

1389

2.

Richter, Benedikt (23)

15

10

8

-/-

2

-

-

-

5

1254

3.

Seeger, Marc (24)

15

1

2

-/-

8

-

-

-

4

1240

4.

Schenk, Bastian (20)

15

1

4

-/-

2

-

-

3

3

1116

5.

Fiala, Michal (25)

14

9

7

5/5

6

-

-

-

2

1244

6.

Uhrig, Felix (19)

14

3

3

-/-

1

-

-

3

3

1032

7.

Disselhoff, Philipp (22)

13

-

-

-/-

4

-

-

-

1

1137

8.

Hillebrand, Moritz (20)

13

11

12

1/1

6

-

-

-

7

1081

9.

Apitzsch, André (25)

13

-

1

-/-

-

-

-

1

3

1037

10.

Peeck, Hannes (25)

13

3

1

1/1

1

-

1

1

5

1012

11.

Fischer, Rene (30)

13

4

2

2/2

5

-

-

4

1

906

12.

Heede, Christoph (32)

12

-

-

-/-

-

-

-

-

-

1080

13.

Liebmann, Matthias (30)

10

2

-

-/-

-

-

-

-

1

855

14.

Hillebrand, Lukas (22)

7

-

-

-/-

1

-

-

3

2

389

15.

Steiner, Andrzej (33)

5

-

-

-/-

-

-

-

5

-

37

16.

Malerz, Frank (32)

4

-

-

-/-

-

-

1

-

-

360

17.

Girke, Markus (22)

4

-

-

-/-

-

-

-

3

-

126

18.

Bischoff, Lucas (22)

4

-

-

-/-

1

-

-

4

-

78

19.

Disselhoff, Jonte (18)

4

-

-

-/-

-

-

-

4

-

69

20.

Kröber, John-Marc (21)

3

-

-

-/-

-

-

-

2

-

109

21.

Hampel, Benjamin (27)

3

-

1

-/-

-

-

-

3

-

89

22.

Disselhoff, Jonas (20)

2

-

-

-/-

-

-

-

2

-

27

23.

Schulz, Johannes (21)

1

-

-

-/-

-

-

-

-

-

90

24.

Miertzschke, Michael (32)

1

-

-

-/-

-

-

-

-

1

71

25.

Zaake, Daniel (20)

1

-

-

-/-

-

-

-

1

-

1

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