Ein Offensivspektakel und eine Glanzleistung der Kemberger Mannschaft sorgte für einen souveränen Sieg. An diesem Spieltag zeigte die gesamte Mannschaft, was in ihr steckt. Abwartender Beginn, Nutzung der ersten Chance und das Vermögen, nach Rückschlag wieder ins Spiel zu finden ist eindeutig eine Charakterfrage, die mit Bravour bestanden wurde.

Sandersdorf trat mit einer verstärkten Mannschaft an, gegenüber dem Gräfenhainichen-Spiel waren Torsten Lehmann, Daniel Wawrzyniak und Richard Wiesner aus dem Oberliga-Kader in der Startformation. Dazu kamen noch Spieler wie Christian Kuka und Jörg Marose, die schon hinlänglich bewiesen haben, welche Klasse sie besitzen. Trainer Stefan Kohnert konnte seiner Mannschaft vermitteln, worauf es in diesem Spiel an kommt. Dementsprechend begann das Spiel, Sandersdorf wollte das Spiel bestimmen und optisch gelang dies auch. Als in der 5. Minute die Abseitsfalle nicht zu schnappte, musste Christoph Heede schon einmal seine Klasse zeigen. In der 16. Minute stand ein Gegenspieler allein vor Heede und dieses Mal musste er schon einen Knockout hin nehmen, um den Ball mit dem Kopf zu halten. Kemberg zeigte aber auch schon in dieser Anfangsphase, wie dieses Spiel erfolgreich verlaufen könnte, schnelles Umkehrspiel nach Ballgewinn sollte letztendlich der Erfolgsgarant sein. In der 20. Minute erhält Kemberg einen Freistoß auf halbrechts, selbstredend eine Gelegenheit für einen Linksfuß. Kemberg hat mit Matthias Liebmann solch einen und er knallt das Ding einfach mal rein. Dieser Treffer spielte den Kembergern natürlich in die Karten und in der 25. Minute kommt Moritz Hillebrand nach einem Einwurf im Strafraum zum Schuss, der über den Winkel geht. Die Gäste waren bestrebt, zurück zu kommen und in der 27. Minute konnte nach einem Freistoß an der Mittellinie Daniel Wawrzyniak einen Abwehrfehler ausnutzen und zum Ausgleich treffen. Nur zwei Minuten später gab es einen erneuten Freistoß und nachdem Heede diesen noch abwehren konnte, war Fiala der Unglücksrabe, der im Bestreben, die Situation zu klären, den Ball im eigenen Netz versenkte. In dieser Situation zeigte die Kemberger Mannschaft Charakter und ließ sich von diesen Tiefschlägen nicht beeindrucken. In der 32. Minute wird Benedikt Richter bedient, der das Laufduell gegen Sandersdorfs Torhüter gewinnt. Dieser weiß sich nur noch mit Foulspiel im Strafraum zu helfen und den logischen Strafstoß verwandelt Fiala souverän. Danach plätschert das Spiel zwischen den Strafräumen bis Kemberg die Situation erkennt. Ballgewinn in der eigenen Hälfte, Fiala spielt sofort rechts auf Hillebrand und der bedient Richter, welcher den Ball annimmt und zum 3:2 vollstreckt. Glücklicherweise kann kurz vor dem Halbzeitpfiff eine missglückte Kopfballablage von Philipp Disselhoff nicht genutzt werden, wahrscheinlich war der Sandersorfer Spieler zu überrascht, so dass Heede den Ball „runter pflücken“ konnte.

Nach der Pause wollten die Gäste natürlich den Rückstand schnellstmöglich aufholen. Aggressivität sollte das passende Rezept sein, jedoch hatte Kemberg an diesem Tag genau die richtige Antwort parat, einfach auf die eigenen Stärken setzen und mutig sein. In der 51. Minute wird nach einem Ballgewinn wieder schnell geschaltet, Richter erläuft den Pass und kann im Strafraum den Ball behaupten. Der etatmäßige Kapitän der ersten Sandersdorfer Mannschaft weiß sich nur noch mit einem Foulspiel zu helfen, dummerweise war er der letzte Mann und muss mit Rot vom Platz. Fiala lässt sich auch diese Strafstoßchance nicht entgehen und trifft zum 4:2. Damit konnte Kemberg die Gäste unter Druck setzen, denn die wollten dieses Mal keinesfalls mit einer Niederlage nach Hause fahren. Bevor sich die Gäste aber sammeln konnten, spielte Fiala in der 58. Minute steil auf Felix Uhrig, der seine Schnelligkeit ausspielte und dann auch noch präzise nach innen flankte, wo sich Hillebrand mit dem 5:2 bedankte. Jetzt waren natürlich alle Optionen auf Kemberger Seite, die Gäste ein Spieler weniger, eine 3-Tore-Führung und das Wissen, dass weitere Kontermöglichkeiten vorhanden sein werden. So hätte Hillebrand in der 64. Minute den Spieß umdrehen können, sein Pass auf Felix Uhrig war etwas zu ungenau. Die Gäste waren trotz Unterzahl bestrebt, das Ergebnis freundlicher zu gestalten, ein Schuss aus der Drehung im Strafraum war eine sichere Beute von Heede. Kurz danach spielte Hillebrand einen genauen Pass auf Felix Uhrig und der scheiterte am Sandersdorfer Keeper. Der anschließende Eckball gelangte zu Richter, der den Ball über den Winkel spitzelte. Sandersdorf hatte danach zwei Möglichkeiten, einen Flachschuss konnte Heede sicher parieren und ein Schuss aus 20 Meter senkte sich erst hinter der Latte gefährlich. In der 78. Minute konnte das an diesem Tag erfolgreichste Erfolgsrezept angewandt werden. Ballgewinn in der eigenen Hälfte, Pass von Fiala auf Felix Uhrig, der wieder seine Schnelligkeit ausspielte und schulbuchmäßig in den Rücken der Abwehr flankte, wo Hillebrand noch den Ball annehmen konnte und überlegt flach verwandelte. Das sollte aber noch lange nicht der Schlusspunkt in dieser unterhaltsamen Partie sein. Nach einem Eckball in der 80. Minute kommt Jörg Marose an den Ball und trifft zum 6:3. Nach dem Anstoß wird Bastian Schenk auf links bedient und findet seinen Meister im Sandersdorfer Torhüter. Der anschließende Eckball gelangt zu Rene Fischer und dieser kann den Torhüter überwinden. Der Ball kann noch vor Überschreiten der Torlinie gerettet werden, allerdings nur bis zu Fiala, der mit einem Hechtkopfball zum 7:3 trifft. Den Schlusspunkt setzte Christian Kuka in der 85. Minute, der einen Freistoß direkt verwandelte. Das war natürlich ein Spiel für die Galerie und die Kemberger Mannschaft konnte zeigen, welches Potential in ihr steckt. Nun muss die Mannschaft beweisen, dass sie auch im Vergleich gegen sogenannte "Underdogs" (nächste Woche ist Pretzsch im Pokal der Gegner) die Dominanz in Erfolg ummünzen kann.

Aufstellung: Christoph Heede, Philipp Disselhoff, Florian Uhrig, Felix Uhrig, Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Hannes Peeck, Michal Fiala (81. John-Marc Kröber), Benedikt Richter (71. Rene Fischer), Marc Seeger (74. Bastian Schenk)

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