Das war aus Kemberger Sicht ein geschenkter Tag, denn dieses Mal klappte so gut wie gar nichts. Die Gäste aus Pouch-Rösa standen wie erwartet hinten dicht und verließen sich vorn auf ihren Stürmer Steven Wittek, der immer wieder mit langen Bällen gesucht wurde. Da im gesamten Spielverlauf beide Abwehrreihen ziemlich sicher standen, sahen die Zuschauer ein unattraktives Spiel. Kemberg konnte im Spielaufbau überhaupt nicht überzeugen, Michal Fiala musste weite Wege gehen und holte sich die Bälle oftmals aus der eigenen Abwehr, so dass die Wege lang wurden und so die Offensivkräfte nicht richtig eingesetzt werden konnten. Auch über die Außen gelang an diesem Tag so gut wie gar nichts und da auch die Gäste fast ausschließlich darauf bedacht waren, nichts anbrennen zu lassen, waren über die gesamten 90 Minuten kaum Chancen zu verzeichnen. Beide Torhüter wurden in der ersten Hälfte vor keine großen Probleme gestellt, Robin Brandenburg musste nur zweimal bei Torschüssen eingreifen. Die größte Chance hatte Kemberg, als Matthias Liebmann in der 32. Minute in den Strafraum flankte, der Torhüter zu kurz abwehrte und Benedikt Richters Schuss nur einen Poucher auf der Linie traf. Viel mehr war in dieser ersten Hälfte nicht zu vermelden und auch in der Zweiten wurde es, vor allem aus Kemberger Sicht, nicht entscheidend besser. In der 48. Minute erhielten die Gäste einen Freistoß aus 20 Metern zugesprochen, der aus 20 Metern gegen die Lattenunterkante knallte. Den zurück springenden Ball konnte Wittek mit einem Kopfball zur Führung verwandeln, er war der einzige, der in diesem Moment reagiert hatte. Auch dieser Rückstand stachelte die Kemberger nicht an, wie gehabt wurde sich in Mittelfeldduellen und Diskussionen mit dem Schiedsrichter aufgerieben. Moritz Hillebrand und Richter hatten aus aussichtsreichen Positionen Schusschancen, aber beide mal wurde zu überhastet agiert. Die Gäste hatten es nach der Führung noch einfacher und schlugen die Bälle immer wieder weit nach vorn, von einem konstruktiven Spielaufbau konnte auch bei ihnen nicht gesprochen werden. In der 80. Minute kam schließlich solch ein einfach weit nach vorn geschlagener Ball mal durch und Wittek ließ Brandenburg keine Chance, um zum 0:2 zu treffen. Die letzten 10 Minuten fiel Kemberg nichts mehr ein und so konnten die Gäste über einen Sieg jubeln, bei denen es ihnen Kemberg sicherlich unerwartet leicht gemacht hat. Erwähnung findet noch der erstmalige Einsatz von Beginn an des 17-jährigen Hannes Czubera, der sich redlich mühte und erkennen konnte, dass im Männerbereich schon robuster zur Sache gegangen wird.

Aufstellung: Robin Brandenburg, Pascal Bischoff, Benjamin Hampel, Hannes Czubera (60. Markus Girke), Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Benedikt Richter, Jonte Disselhoff (85. Niklas Haake), Marc Seeger (81. Philipp Disselhoff), Michal Fiala

 

Kemberg´s 2. steht nach dem knappen, aber verdienten Sieg gegen Wartenburg I weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz . Obwohl die Tabelle nach vielen Verlegungen die Situation nicht deutlich widerspiegelt, kann Trainer Kai Furchner mit dem 3. Sieg in Folge zufrieden sein.

Nach verteiltem Spiel in den ersten 20 min. hatten die Kemberger Vorteile im Mittelfeld und Angriff. Das zeigte sich durch einige gute Züge über Pietzner und Kohnert ( 35.-40.min) sowie die vielen herausgearbeiteten Eckbälle, die aber keinen Torerfolg brachten (HZ 0:0). Das änderte sich erst in der 55. min., als Lukas Bischoff nach Flügellauf auf der linken Seite Hannes Peeck bediente, der nach einer Drehung den Ball aus 14m im Kasten der Wartenburger unterbrachte. Unsere Druckphase in der 2. Halbzeit wurde leider in der 63.min. durch den ersten guten Spielzug der Gäste unterbrochen, als M. Rüger ausgleichen konnte. Mit diesem Tor im Rücken versuchten die Wartenburger das Spiel zu wenden, die von Marco Wend und Philipp Disselhoff organisierte Abwehr hielt, so dass die Zuschauer wieder ein verteiltes Spiel sahen. Die Bemühungen der Kemberger wurden in der Schlußphase belohnt, als Lukas Bischoff -diesmal nach Zuspiel von Hannes Peeck- in der 84.min den dabei etwas unglücklich aussehenden Torhüter Zippel Zobich zum entscheidenden 2:1 überwinden konnte.

Am nächste Wochenende ist Pokalspieltag. Dabei trifft Kemberg II auf die Zweite aus Gräfenhainichen. Anstoß ist dann 12 Uhr.

Aufstellung: Rene` Leutnitz, Marcel Stahl, Philipp Disselhoff, Marco Wend, Sebastian Schwabe, Nico Säume (46. Andre` Müller, 89. Moritz Deckert), Hannes Peeck (85. Kevin Pannier), Patrick Pietzner, Andrzej Steiner (73. Tristan Pawlicz), Lucas Bischoff, Stefan Kohnert

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