Am Wochenende verweilten die Frauen der SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf beim 6. Frauenfußballturnier des Zahnaer Mineralbrunnen Cup´s in Bad Schmiedeberg.

Am ersten Tag wurden die Gruppenspiele ausgetragen. So hatten die Damen in der Gruppe D es mit Mittelhausen, Borsigwalde, Redwitz und Concordia Wittenau zu tun.

In der ersten Partie gegen die Thüringer Damen der TSV Mittelhausen brauchten die Pink Ladies sage und schreibe 10 Torchancen um das 1:0 durch Neuzugang Paula Engelhardt zu erzielen. Novum in diesem Spiel, dass Co-Trainerin Jana Heßler-Reiß sich zum ersten Mal in ihrer Fußballkarriere die Handschuhe überstreifte und als Torhüterin fungierte. Und sie sollte an diesem Tag die Null festhalten, denn bei diesem knappen Ergebnis blieb es bis zum Schluss.

Auch im zweiten Spiel gegen die 2. Vertretung des SC Borsigwalde aus Berlin zeigten die Pink Ladies eine ordentliche Leistung und schlugen die Berlinerinnen mit 3:0. Torschützinnen waren Paula Engelhardt, Celine Röder und Jessica Preuß.

Im dritten Spiel gab es nicht ganz so viele Möglichkeiten. Geschuldet war dies sicherlich der Tatsache, dass Stürmerin Celine Röder im ersten Spiel so gefoult wurde, dass sie nicht mehr Rennen konnte. Celine und Jana tauschten ihre Position, weil die SG mit keiner Wechselspielerin angereist war. Aber auch gegen die Vertretung vom 1. FC Redwitz konnten die Frauen in Pink den knappen Vorsprung von 1:0 über die Zeit retten. Torschützin war Anika Kreitmeier, die eine Ecke von Jessica Preuß direkt ins Netz hämmerte.

Im letzten Spiel des Tages musste man gegen Concordia Wittenau antreten. In den Spielen zuvor zeigten die Nordberlinerinnen, was sie drauf hatten. In einem ungleichen Kräfteverhältnis schafften es die Pink Ladies mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit sich nicht abschießen zu lassen und verloren „nur“ 0:2. Herausragende Akteurin bei Concordia war die 36jährige Franziska Liepack. Sie holte 2004 mit Turbine Potsdam die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Ein Jahr später gewann sie erneut den DFB-Pokal und den UEFA-Womenscup (heute Campionsleague) mit der Turbine.

Mit diesem Ergebnis stand fest, dass die SG K/E/R sich als zweitplatzierte Mannschaft für das Viertelfinale am nächsten Tag qualifiziert hatte.

Am Sonntag ging es mit veränderter Formation an den Start. Jessica Preuß hatte einen anderen Termin. Celine Röder, Anika Kreitmeier und Jana Heßler-Reiß waren angeschlagen. Hinzu kamen Leoni Dienemann, Sabrina Petermann, Marie-Christin Schmidt und Katrin Reiß.

Im Ausscheidungsspiel des Viertelfinales mussten nun die Frauen um Trainer Henry Reiß gegen den späteren Turniersieger Rodewisch/Auerbach antreten. Leider etwas unglücklich gingen die Damen durch ein Eigentor in Rückstand. Eine Verkettung mehrerer Fehler führte dazu, dass Röder ihre Mitspielerin Petermann aus Nahdistanz anschoss und der Ball im Tor landete. Nun versuchten die Pinken ihre Schlafeinlage wieder wett zu machen. Drei Riesenchancen konnten nicht verwertet werden, bzw. fehlte an diesem Tag das Quäntchen Glück, denn von den Sächsinnen kam nicht mehr viel. So flog man trotz einer ansprechenden Leistung unglücklich aus dem Titelrennen heraus.

Beim Spiel der Verlierer des Viertelfinales kickten die Frauen gegen FSV Einheit Eisenberg. Hier konnte sich zwar die SG einen optischen Vorteil erarbeiten, doch erfolgreiche Abschlüsse waren nicht zu verzeichnen. So blieb es beim 0:0 und das Duell musste im 9m Schießen entschieden werden. Tragische Figur war hier Celine Röder, die die Entscheidung herbeiführen hätte können. Zuvor hielt sie einen Strafstoß, schoss danach aber an den Pfosten. Wie bereits erwähnt, war das Glück nicht auf Kemberger/Eutzscher/Reinsdorfer Seite und man verlor am Ende auch diese Begegnung.

Im letzten Spiel um Platz 7/8, wiederum gegen Concordia Wittenau, war wohl der Frust des Tages sichtbar und nach etwas rotieren in der Aufstellung die 0:3 Niederlage einkalkuliert.

Im Endergebnis erreichten die Damen den 8. Platz von 18 Mannschaften. Es war ein gut organisiertes Turnier, mit viel gutem Frauenfußball.

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