Es war nicht das Wochenende der Heiderändler, denn aus 8 Partien konnte nur die B-Jugend mit einem klaren 4:0 die drei Punkte ergattern.

Die Frauen hätten fast eine kleine Überraschung geschafft, wenn da nicht eine überragende Katrin Schrecker im Dölauer Tor gestanden wäre. In der 88. min ging Celine Röder auf das Blau-Weiße Tor zu, Schrecker war jedoch blitzschnell unten und konnte die 1:1 Situation für sich entscheiden. Das wäre der Ausgleich gewesen, doch hätte, wenn und aber.

Der Verbandsligasechste des letzten Jahres war den Hausdamen in Sachen Cleverness und Spielruhe deutlich überlegen. Sicher im Aufbau und mit Anne Hlawatsch, Claudia Brosche und einer überragenden Mandy Müller hatten die Randhallenser drei Spielerinnen in ihren Reihen, die den Unterschied ausmachten. Zuvor setzen die Kemberger/Euztscher/Reinsdorfer Mädels deutliche Achtungszeichen. Es hatte sich wohl herumgesprochen, dass die Pink Ladies mit Celine Röder die derzeitige Top-Torjägerin in ihren Reihen haben, denn in der ersten Minute wurde sie sofort vor dem Strafraum durch ein Foul gebremst. Mit dem direkt verwandelten Freistoß zum 1:0 bestrafte sie prompt das harte Einsteigen der Dölauerinnen.

In der 11. min dann ein erstes Lebenszeichen der Gäste, ein Schuss von Müller kann Dorn mühelos im kurzen Eck fangen. Dann kamen aber wieder die Gastgeberinnen. Jessicas Schuss in der 12. min ist zu schwach, um Schrecker in Verlegenheit zu bringen. Besser machte es da Leoni Dienemann, die in der 20. min aus halblinker Position an der Strafraumlinie abzieht. Hier muss sich die Torhüterin ganz schön strecken und konnte den Ball gerade noch zur Ecke abwehren.

Die größte Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte Kapitänin Preuß in der 24. min. Paul Engelhardt schlägt einen Pass auf Marie-Christin Schmidt, die den Ball sofort in die Spitze spielt. Jessica Preuß, die nun auf Schrecker zuläuft, hat wohl etwas zu viel Respekt und zieht nicht voll durch, sodass die Torhüterin den Ball in letzter Sekunde ins Aus klären konnte.

Im Gegenzug zeigte Mandy Müller, die laut Trainer Edeler mindestens eine Liga höher spielen müsste, mit zwei Schüssen ihre Klasse. Die Damen in Pink reagierten mit eine Lattenstreifschuss von Celine Röder. Die letzten paar Minuten der ersten Halbzeit gehörte dann den Gästen. Ein Freistoß und einen Schuss kann Franziska Dorn im K/E/R-Tor glänzend parieren. So ging es mit der knappen Führung in die Halbzeit.

 

Nach der Pause das gleiche Bild. Dölau, die erfahrenere Mannschaft, ruhig im Spielaufbau, versuchte immer wieder Mandy Müller in Szene zu setzen. In der 55. min klappte es dann auch. Marie-Christin Schmidt lässt sich im Mittelfeld einfach beiseite schieben und die Passgeberin sieht Müller auf halbrechter Position. Müller mit ihrer Schnelligkeit kann den Ball in die lange Ecke zum 1:1 zirkeln

Auf der anderen Seite legte sich Leoni Dienemann den Ball zu weit vor, sodass Schrecker wieder einen Schritt schneller war.

Nur 7 Minuten nach dem Ausgleich macht die agilsten Spielerin ihr 2. Tor. Die Gastgeberinnen bekommen den Ball nicht aus dem Strafraum geklärt und Müller steht am langen Pfosten goldrichtig und kann aus Nahdistanz artistisch Einnetzen. Nun versuchten die Dölauerinnen diesen knappen Vorsprung zu verwalten. Mandy Müller ging ins Abwehrzentrum, sodass keine nennenswerte Angriffe für die Dölauerinnen mehr zu notieren waren. Zu allem übel verletzte sich Franziska Dorn im Kemberger Kasten, nach einem überharten Einsteigen einer Blau-Weißen, und musste vom Platz. Jetzt zog sich Spielerin Jenny Packert die Handschuhe über und blieb fehlerlos.

In den Schlussminuten versuchten die Pink Ladies alles nochmal nach vorne zu verlagern, doch bis auf die eingangs beschriebene Großchance von Röder blieb vieles nur Stückwerk.

Am Ende waren die Gastgeberinnen sichtlich enttäuscht, denn ein Unentschieden wäre durchaus verdient gewesen.

Fazit: Zu leicht verschenkte Bälle machte es den Gästen einfach, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Da müssen die Hausdamen noch einiges lernen, um spielerisch mithalten zu können. Dennoch ist zu sagen, dass die Mannschaft eine tolle kämpferische Leistung gezeigt hat und mit erhobenes Hauptes vom Platz gehen konnte.

Celine Röder hat in der 88. min den Ausgleich auf dem Fuß, scheitert aber an Schrecker im Tor.

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