Ganz anders als zur Vorwoche zeigte sich diesmal der Wettergott von seiner positiven Seite. Bei sonnigen Frühlingstemperaturen fanden ca. 30 Zuschauer den Weg in die Bergwitzer Straße, um sich auch das letzte Spiel am Wochenende in Kemberg anzuschauen. Sie sollten ihr kommen nicht bereuen, denn wie so oft machten es die Frauen wieder spannend. Zahlreiche Chancen wurden nicht konsequent zu Ende gespielt bzw. blieben ungenutzt.

Wieder ohne Röder und Dienemann hatte das Trainerteam diesmal mit der Torhüterposition zu kämpfen. Dorn, Krause und Gallin waren nicht anwesend und so musste Isabell Alberg reaktiviert werden, die ohne Fehler agierte. Hier noch Mal den herzlichsten Dank dafür.

Es ist aber nicht nur ihr zu verdanken, dass die Pink Ladys in ihrem ersten Spiel der Saison ohne Gegentreffer blieb. Die Abwehr um Doreen Hoffmann stand sehr stabil und die Chefin der Defensive überzeugte in ihrer ruhigen Art und Weise.

Ammendorf kam lediglich nach Standartsituationen gefährlich vor das Tor. Die auffälligste Spielerin Steffanie Haase feuerte ihre Einwürfe bis in den Strafraum und bei Ecken musste oftmals mit geballter Masse der Torschuss verhindert werden. Das war es dann auch mit den Gästemöglichkeiten.

Die Gastgeber, in einigen Positionen zu Vorwoche verändert, begannen das Spiel sofort anzunehmen. Nach 2 Minuten die erste Möglichkeit von Marie-Christin (MC) Schmidt. Die erste Großchance in der 6. Minute. Ein Freistoß von der halbrechten Seite schlägt Anett Richter in den Strafraum, Schmidt lässt auf Sabrina Petermann prallen, deren Schuss aber nur Haaresbreite am Tor vorbei ging.

Nur drei Minuten später dann das erste Erfolgserlebnis. Jessica Preuß schlägt einen Eckball, den Anika Kreitmeier erreicht. Anika sieht MC und schiebt nochmal quer, die aus kurzer Distanz zum 1:0 einschieben kann.

Nach zwei weiteren Tormöglichkeiten von Schmidt und einer von Preuß konnte in der 29. min die nächste Riesenchance notiert werden. Einen Einwurf von Michelle Schwarzer nimmt die sehr agile und spielfreudige Franziska Schulz gekonnt an, geht auf die Grundlinie und spielt den Ball zum 2. Pfosten. Da steht Anika Kreitmeier völlig ungedeckt, jedoch sichtlich überrascht, und kann den Ball nicht über die Linie schieben. Es folgten noch 2 weitere Chancen durch Jessica Preuß, die das Außennetz trifft und Anika Kreitmeier, die einen super Pass von Schwarzer nicht richtig mitnehmen kann und geblockt wird. Damit waren bereits in der 1. Halbzeit 9 Chancen für die SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf zu verzeichnen denen 3 von Ammendorf gegenüber stand.

Dies in der Pause angesprochen, machten die Mädels um Kapitänin Jessica Preuß in der 2. HZ dort weiter, wo sie aufgehört haben. Mit guten Kombinationen und einer spielintelligenten Preuß sahen die Zuschauer weitere Möglichkeiten der Gastgeber. Die größte dabei hatte F. Schulz, die mit einer Direktabnahme nach Flanke von J. Preuß nur die Torhüterin traf.

In der 60. min dann endlich das 2:0. Eingeleitet von der rechten Abwehrseite wurde der Ball mit Kurzpassspiel bis nach links durchkombiniert. Franziska Schulz setzt sich gegen die herausstürmende Torhüterin Martina Altmann durch, umspielte sie und konnte in das verwaiste Tor unbedrängt einschieben.

Acht Zeigerumdrehungen später erfolgte ein langer Abschlag von Torhüterin Isabell Alberg. Der Ball setzt einmal auf, die durchstartende Katrin Reiß gelangt an die Kugel und haut das Runde unhaltbar aus gut 20 m zum 3:0 in das Eckige. Damit war das Spiel entschieden.

Schade für Anika Kreitmeier, dass Schiedsrichter Aron Gaebler ihr Tor nach super Kombinationen mit Preuß wegen Abseitsposition aberkannte. Zuschauer wähnten sie auf gleicher Höhe.

Die einzigste richtig gefährliche Chance der Gäste machte Alberg in den Schlussminuten zunichte, als sie nach einem Eckball der Grün-Weißen den Ball aus Nahdistanz mit tollen Reflex parieren konnte.

 

Fazit:

Wie so oft in den Spielen der SG ist die Chancenverwertung verbesserungswürdig, doch lobend muss gesagt werden, dass die stabile Defensive Grundlage für den Erfolg war. Offensiv konnten sehr gute Pässe in die Tiefe beobachtet werden, was das Chancenverhältnis von 20:5 zahlenmäßig unterlegt. Ein verdienter Sieg, der etwas zu niedrig ausfiel.