Die Hinrunde der Saison 2019/2020 in der Landesklasse Staffel 5 ist beendet und ROT WEISS KEMBERG grüßt von der Tabellenspitze. Dies hat auf jeden Fall bis zum 08.02.2020 Bestand, denn an diesem Tag soll das Nachholspiel Blau-Weiß Klieken-Graf Zeppelin Abstdorf zur Austragung kommen. Sollte Abtsdorf gewinnen, wird Kemberg abgelöst, bei jedem anderen Ergebnis bleibt Kemberg vorn.

An dieser Stelle sollen noch über die letzten beiden Spiele des Jahres 2019 berichtet werden.

Am 13. Spieltag war der Aufsteiger Eintracht Elster II in Kemberg zu Gast. Es war ein Spiel, welches fast nur in eine Richtung lief. Immer wieder rannte Kemberg an, allerdings stand die Gästeabwehr massiv und gut sortiert, so dass immer wieder die Kemberger Angriffe unterbunden werden konnte. Wenn dann doch einmal eine Chance heraus gespielt wurde oder sich ergab, hatte Elster an diesem Tag einen sehr guten Torhüter, der ein ums andere Mal glänzen konnte. Den Rot-Weißen konnte kein Vorwurf gemacht werden, die Bereitschaft, Wege zu gehen und der Wille war zu erkennen, nur schien der Gästekasten regelrecht vernagelt. Nach der Devise „Steter Tropfen höhlt den Stein“ passierte es schließlich in der 79. Minute doch. Erst wurde noch ein Schuss abgewehrt, der zu Moritz Hillebrand gelangte. Dieser konnte wieder einmal zeigen, warum er Stürmer ist und traf zum viel umjubelten Führungstreffer. Danach wollte Elster noch unbedingt etwas mit nach hause nehmen und wurde offensiver. Die bis dahin nicht so oft geforderte Kemberger Defensive stand an diesem Tag sehr sicher und so war es Benedikt Richter vorbehalten mit der letzten Aktion in der 93. Minute den Erfolg sicher zu stellen.

Nur eine Woche später fand bereits das erste Rückrundenspiel statt, Gegner war der TSV Mosigkau, die im ersten Saisonspiel in Mosigkau 6:1 abgefertigt wurden. Kemberg startete wie die Feuerwehr und schon in der 1. Minute nutzte Capitano Michal Fiala eine zu kurze Faustabwehr nach Freistoß zur Führung. In der 18. Minute wurde Pascal Bischoff auf seiner rechten Seite geschickt, drang in den Strafraum ein und zog von der Strafraumkante ab. Sein Schuss wurde leicht abgefälscht und schlug unhaltbar im langen Eck ein. Kemberg war danach eindeutig tonangebend und es konnten diverse Chancen heraus gespielt werden, die teilweise leichtfertig vergeben wurden. Wie aus heiterem Himmel stand es in der 40. Minute nur noch 2:1, weil im Abwehrverbund etwas zu sorglos agiert wurde. Es war die erste Chance der Gäste, die bis dahin ab und an zeigten, dass sie in die Landesklasse gehören. Auch nach der Pause tat sich Kemberg in der Offensive schwer. Allerdings ist dies nicht verwunderlich, denn gegen einen Spitzenreiter wird keine Mannschaft im Hurrastil antreten. So mussten die anwesenden Zuschauer bis zur 80. Minute warten, in der Fiala mit einem Strafstoß erfolgreich war.

Die Zweite fand zum Jahresende noch in die Erfolgsspur zurück. In Gohrau gewann die Mannschaft durch einen Kopfballtreffer vom Kleinsten auf dem Platz, Yves Thüne, zum Schluss etwas glücklich mit 1:0 und im Nachholspiel gegen SV Reinsdorf II konnte ein souveräner 4:1-Sieg errungen werden. Die Treffer erzielten zweimal Leon Tutschek und je einmal Michael Aurast und Kapitän Philipp Hillebrand. Dadurch steht die Mannschaft offiziell auf dem 4. Platz, wenn allerdings die erwarteten drei Punkte aus dem Spiel gegen Trebitz dazu kommen, springt die Mannschaft auf den 3. Platz.

Die letzten Informationen betrafen das Möhlau-Spiel und anschließend reiste Rot-Weiß nach Klieken. Gegen den Dino der Liga wurde eine ansprechende Leistung abgeliefert. In der ersten Hälfte war Klieken tonangebend und hatte diverse Möglichkeiten, jedoch schoss Pascal Bischoff in der 30. Minute das Führungstor. Kurz vor der Halbzeit fast das 0:2, aber Kliekens Torhüter konnte den abgefälschten Schuss zur Ecke lenken. Nach der Pause war Kemberg die tonangebende Mannschaft, doch dieses Mal traf die Heimmannschaft zum Ausgleich, ein insgesamt leistungsgerechtes Unentschieden.

Eine Woche später gab die SG Pouch-Rösa ihre Visitenkarte in Kemberg ab und dieses Spiel endete abermals 1:1. Kemberg schien bereits nach 20 Minuten einen klaren Vorteil zu haben, denn die Gäste verloren einen Spieler auf Grund einer G/R-Karte. Dieser Umstand brachte den Kembergern überhaupt keinen Vorteil, im Gegenteil Pouch-Rösa spielte so, als ob Kemberg einen Platzverweis ereilt hätte. Trotzdem konnte Tom Polaszek in der 55. Minute mit einem Strafstoß die Führung erzielen, die allerdings nur 8 Minuten Bestand hatte. Danach brachte Kemberg gewissermaßen kein Bein mehr auf den Rasen und die Gäste hatten dickste Möglichkeiten, um mehr als nur diesen einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.

Danach ging es zu Dessau 97, zu dem Zeitpunkt punktgleich mit Kemberg. Die erste Halbzeit war Kemberg dominant und die Überlegenheit konnte durch Tore von Moritz Hillebrand (seinem 1. Saisontor!) und Benedikt Richter ausgedrückt werden. Nach der Pause erhielt Dessau 97 eine Rote Karte und so schien der weitere Verlauf nur noch Formsache zu sein. Wie so oft trügt dieser Schein und aus unerfindlichen Gründen bekam der Gastgeber die zweite Luft und erzielte den Anschlusstreffer. Kemberg war danach erst einmal wie benommen und konnte sich beim Pfosten bedanken, dass nicht noch der Ausgleich hingenommen werden musste. Die Schlussphase gehörte eindeutig den Kembergern und noch einmal Moritz Hillebrand sowie Michal Fiala sorgten für einen letztendlich klaren Sieg.

In der Länderspielpause reiste Kemberg zum Pokalspiel nach Lebien und konnte dieses Spiel dominieren und klar 8:0 gewinnen, die Torschützen waren zweimal Benedikt Richter, Bastian Schenk, Tom Polaszek, Jan Stumpp, Pascal Bischoff, Patrick Köhler und Julian Ruprecht.

Vergangenes Wochenende war die Piesteritzer Reserve zu Gast. Nachdem die Gäste am Donnerstag noch von einer Spielverlegung sprachen, weil sie lediglich 9 Spieler zur Verfügung hatten, reisten sie erstaunlicherweise doch mit 13 Spielern an. Kemberg hatte nicht nur gefühlte 90 Prozent Ballbesitz, brachte es aber einfach nicht fertig, diese Überlegenheit um zu setzen. Die Gäste verteidigten aufopferungsvoll und als nach einer halben Stunde ein Foul im Kemberger Strafraum geahndet wurde, stand es plötzlich 0:1. So konnte es in der 2. Hälfte nur besser werden und die Aktionen wirkten da auch zielstrebiger. Glücklicherweise hat Moritz Hillebrand seine Qualitäten wieder gefunden und konnte mit einem direkt verwandelten Freistoß und einem Kopfball nach Flanke von Pascal Bischoff den knappen Sieg bewerkstelligen.

Die 2. Mannschaft errang in dieser Zeit ein Unentschieden und zwei Siege, das Spiel vergangenes Wochenende gegen die SG Heidekicker (gebildet aus den Vereinen Oranienbaum, Zschornewitz und Möhlau) wurde von den Gästen abgesagt und somit auch gewonnen. Gegen Pretzsch II schoss Michael Aurast in letzter Sekunde den Ausgleich, gegen Bergwitz waren Benjamin Hampel und Lucas Bischoff die Torschützen und in Wartenburg sorgten Lucas Bischoff, Yves Thüne, Michael Aurast und Benjamin Hampel für einen überraschend klaren Sieg.

Mittlerweile sind schon wieder fünf Spiele in der Rückrunde absolviert und es ist an der Zeit, einen kleinen Rückblick zu geben. Die Vorbereitung mit den beiden Neuverpflichtungen Tom Polaszek und Nawfal Wakrim verlief hinsichtlich Trainingsintensität optimal, die Ergebnisse gegen höherklassige Gegner (Piesteritz 0: 2, Krostitz 1 : 2) waren zweitrangig, zumal das letzte Vorbereitungsspiel gegen Zörbig 5 : 1 gewonnen werden konnte.

Dann ging es am 02.03.2019 in Abtsdorf los und dieses erstes Spiel konnte knapp, aber völlig verdient mit 3:2 gewonnen werden. In diesem Spiel war die erste Halbzeit von Taktik geprägt, keine Mannschaft konnte entscheidende Vorteile erringen. In der 2. Halbzeit sorgten die üblichen Verdächtigen (Benedikt Richter, Moritz Hillebrand, Michal Fiala) innerhalb 9 Minuten für die Entscheidung. Dass diese Partie überhaupt noch einmal eng wurde, war einem nicht geahndeten brutalen Foul von Marcus Jahn an Benjamin Hampel und einem anschließendem Foulelfmeter sowie wenig später einer Schlafeinlage der Kemberger Abwehr geschuldet.

Im anschließenden Heimspiel gegen Roßlau wurde klar mit 5:1 gewonnen, Neuzugang Nawfal Wakrim konnte mit zwei Toren glänzen, die weiteren Tore erzielten Michel Fiala, zwei, und Benedikt Richter. Wer Moritz Hillebrand als Torschützen vermisst, er konnte in diesem Spiel wegen einer gelbbedingten Sperre nicht mitwirken.

Danach war Mosigkau der Gegner und es wurde das erwartet schwere Spiel. Nach einer Ecke ging der Gastgeber in Führung aber nur wenig später gelang Moritz Hillebrand der Ausgleich. Es war eine zähe Angelegenheit, keine Mannschaft konnte richtig überzeugen, auch wenn Kemberg in der 2. Hälfte dominanter war. Als abermals Hillebrand fünf Minuten vor dem Abpfiff zur Führung traf, schienen die Fronten geklärt, aber in der Nachspielzeit gelang der Heimmannschaft doch noch der Ausgleichstreffer.

Dann folgten zwei Heimspiele hintereinander, gewissermaßen Derbys. Erst gab Victoria Wittenberg seine Visitenkarte in Kemberg ab und musste mit einer 1:3-Niederlage nach Hause fahren. Schon nach zwei Minuten führten die Gäste, mussten aber bereits sieben Minuten später den Ausgleich von Nawfal Wakrim hinnehmen. Danach war es eine, vor allem aus Kemberger Sicht, zähe Angelegenheit. Die Gäste standen massiv hinten drin und Kemberg rannte lange Zeit vergeblich gegen das aufgebaute Bollwerk an. Schließlich waren es in der Schlussphase Nawfal Wakrim und Moritz Hillebrand, die den Sieg sicher stellten.

Am heutigen Spieltag waren die Piesteritzer in Kemberg zu Gast und der 5:0-Sieg täuscht doch ganz schön über den Spielverlauf. Kemberg bekam in der ersten Hälfte praktisch keinen Fuß auf den Boden und musste froh sein, bis zur 45. Minute noch kein Gegentor bekommen zu haben. Gleich dreimal hatten die Gäste nach haarsträubenden Fehlern die Möglichkeit, Tore zu erzielen, zweimal wurde das leere Tor nicht getroffen und einmal konnte gerade noch rechtzeitig der Abschluss verhindert werden. Dann zeigte sich mal wieder diese seltsame Fußballwahrheit, die Mannschaft die unten steht, schafft keinen Treffer und die Mannschaft, die oben steht mach aus einer Chance kurz vor dem Halbzeitpfiff die Führung, Moritz Hillebrand war wieder einmal dafür verantwortlich. Nach der Pause konnte Kemberg die Begegnung dominieren und nach dem 3:0, Benedikt Richter und Michal Fiale waren die Torschützen, gaben sich die Gäste auf und so konnte Moritz Hillebrand vergleichsweise einfach einen Dreierpack schnüren und die Saisontreffer 21 und 22 erzielen. Durch diese Erfolge konnte der 2. Platz von Klieken zurückerobert werden.

Die Zweite konnte die zwei Rückrundenspiele gegen SG Pratau/Eutzsch/Seegrehna und VfB Gräfenhainichen sowie das Nachholspiel gegen Germania Wartenburg II klar gewinnen. Gegen Wartenburg war es bis zur 75. Minute ein einseitiges Spiel, Lucas Bischoff, Patrick Pietzner und dreimal Hannes Peeck sorgten für einen klaren 5:0-Vorsprung. Danach sorgten Leichtfertigkeiten für drei Gegentore, bis Andrzej Steiner den 6:3-Endstand besorgen konnte. Gegen die Spielgemeinschaft gelang der höchste Saisonsieg, der aber in der ersten Hälfte noch nicht abzusehen war. Erst kurz vor der Halbzeit gelang Patrick Pietzner der längst überfällige Führungstreffer und in der 2. Hälfte machten noch einmal Patrick Pietzner, zweimal Michael Aurast, zweimal Tristan Pawlisz und je einmal Hannes Peeck sowie Hannes Czubera den Deckel drauf. Am heutigen Spieltag war der VfB Gräfenhainichen der Gegner und es ging um den zweiten Platz. Überraschend einfach konnte ein klarer 3:0-Sieg erspielt werden, bei dem die Gäste nicht den Hauch einer Siegchance hatten. Vor der Halbzeit trafen Marcel Stahl und Michael Aurast, kurz nach der Pause Hannes Peeck. Damit konnte Gräfenhainichen als Tabellenzweiter abgelöst werden.

Und täglich grüßt das Murmeltier-abermals gelang es nicht, gegen eine defensiv ausgerichtete Mannschaft die richtigen Mittel zu finden und so musste völlig zu Recht das Ausscheiden im Kreispokal gegen Gräfenhainichen hin genommen werden. Die erste Hälfte war taktisch geprägt, Kemberg hatte gefühlt 100 % Ballbesitz, konnte damit aber nichts anfangen. Weder zentral noch über Außen konnte unmittelbare Gefahr erzeugt werden und so hatte der Gastgeber es relativ einfach, seinen Kasten sauber zu halten. Sie selber konnten nach vorn auch nicht viel Gefahr erzeugen, so dass es in den ersten 45 Minuten ein Spiel zwischen den Strafräumen wurde. Auch nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen nicht viel, bis dann eine Schlafeinlage in der 54. Minute plötzlich alles veränderte. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen startete Kevin Klanert völlig allein gelassen auf der rechten Seite und stand plötzlich allein vor Christoph Heede, dem er keine Chance ließ und zur Führung traf. Bei dieser Aktion konnte von einer Defensivarbeit überhaupt nicht gesprochen werden. Wenigstens berappelte sich Kemberg anschließend und in der 63. Minute war es Moritz Hillebrand, der mit einem direkt verwandelten Freistoß zum Ausgleich traf. Anschließend wurden die Kemberger Aktionen gefährlicher, der Zug zum Tor war zu erkennen und die Spielzüge endlich direkt und schnell durchgeführt. In dieser Phase hatte Youngster Hannes Czubera zweimal die Möglichkeit, die Führung zu erzielen. Erst kam er nach einer Flanke von Hillebrand nicht mehr richtig hinter den Ball und schoss neben den Kasten und wenig später machte er nach einem Klasse-Zuspiel fast alles richtig, nur landete sein Schuss auf der Latte. Damit war das Kemberger Pulver aber auch schon wieder verschossen und als sich schon alles auf eine Verlängerung einpendelte, stand Klanert in der 84. Minute vor einem Freistoß wieder völlig allein auf der rechten Seite. Niemand fühlte sich auch nur ansatzweise für ihn verantwortlich und der Freistoß von der Mittellinie wurde auch prompt auf ihn gespielt. Er hatte jetzt alle Zeit der Welt, den Ball anzunehmen, zur Torauslinie zu dribbeln und anschließend Richtung Elfmeterpunkt zu passen, wo Florian Uhrig allein gelassen stand und direkt zum 2:1 traf. Die folgenden knapp 10 Minuten fiel den Kembergern nichts mehr ein und so konnte Gräfenhainichen über einen jederzeit gerechtfertigten Sieg und Einzug ins Viertelfinale jubeln.

Aufstellung: Christoph Heede, Pascal Bischoff, Benjamin Hampel, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Patrick Köhler, Markus Girke, Hannes Czubera (85. Felix Uhrig), Jonte Disselhoff (65. Marc Seeger), Bastian Schenk (89. Philipp Krauß), Michal Fiala

 

Nach dem Unentschieden unserer 2.Männer im Punktspiel wurde das Pokalviertelfinale gegen den VfB Gräfenhainichen II mit Spannung erwartet. Der Spitzenreiter der Kreisliga Süd begann druckvoll und hatte schon frühzeitig durch einen Elfmeter die Möglichkeit, in Führung zu gehen ( Niklas Haake agierte unglücklich in der 4. min). Rene Leutnitz parierte diesen jedoch Klasse. Obwohl Kemberg in der Folgezeit besser ins Spiel und zu ersten Chancen kamen-bemerkenswert Haake in der 15. bzw. Marco Wend nach Ecke in der 24. min. - erzielte St.Kneist in der 26.min. das 1:0 für GHC. Ein zwingender Vorteil ergab sich für Gräfenhainichen daraus aber nicht. Deutliche Eckenvorteile sprachen für die Mannschaft um Kapitän Sebastian Schwabe. Der Ausgleich fiel nahezu folgerichtig nach einem Eckball, bei dem Wend die Gegenspieler auf sich zog und Patrick Pietzner freifliegend per Kopf vollenden konnte (1:1, 34. min.). Danach war unsere 2. bestimmend, begünstigt durch Fehler in der Abwehrarbeit des Gegners. Diese hätte Michael Aurast bestrafen können, als Wend im Strafraum gefoult wurde und er zum Elfer antrat. Sein Schuß war jedoch zu unplatziert und ging vorbei (43.min.). Eine Unsportlichkeit prägte das Pokalspiel danach entscheidend mit. Der souverän leitende Schiri Bläsing mußte M. Bahremand vorzeitig mit „Rot“ in die Kabine schicken (44.min.). Damit war das Mittelfeld- und Angriffspiel GHC`s in der gesamten 2. Halbzeit merklich geschwächt. Durchgehend größere Ballanteile mit Kopfball u. Schußchancen für unsere Männer zeichnen dies aus. Das 2:1 fiel aber wieder nach Eckball. Dieses mal von St. Kohnert kurz auf den einlaufenden Philipp Hillebrand geschlagen, der wuchtig aus 8m einköpfte-sehenswert in der 84. min.. Genauso der I-Tüpfel in der letzen Spielminute, als sich P. Pietzner im Strafraum durchtribbelte und zum umjubelten Endstand von 3:1 einkickte, sein drittes Tor im laufenden Pokalwettbewerb. Glückwunsch an das Team von Trainer Kai Furchner, der zur Zeit auf eine gut funktionierende Mannschaft zurüchgreifen kann.

Aufstellung: Rene' Leutnitz, Philipp Disselhoff (52. Marcel Stahl) Niklas Haake, Lucas Bischoff, Marco Wend, Sebastian Schwabe (61. Andrzej Steiner), N.Säume (81. Stefan Kohnert), Andre' Apitzsch, Patrick Pietzner, Michael Aurast, Philipp Hillebrand

Ein auch in der Höhe vollauf gerechtfertigter Sieg, der allerdings wegen Nachlässigkeiten und Fehlern gleich nach der Halbzeit in Gefahr geriet. Kemberg begann abwartend und überließ dem Gastgeber erst einmal die Initiative. Nach einem Fehlpass in der eigenen Hälfte startete ein Piesteritzer einen Sololauf, ließ abschließend den Ball zu weit weg springen, so dass Robin Brandenburg den Ball aufnehmen konnte. Nach gut 10 Minuten begann Kemberg zu kombinieren. Aus einer stabilen Abwehr heraus wurde nach Ballgewinn schnell nach vorn gespielt und erste Chancen kreiert. So zog Moritz Hillebrand nach guter Kombination aus 15 Metern ab und scheiterte am Torhüter, der den Ball mit den Fäusten abwehrte. Nach einem weiteren Schussversuch von Hillebrand, der geblockt wurde, chipte er in der 17. Minute auf Bastian Schenk, der allein vorm Torhüter an diesem scheiterte, den folgenden Eckball setzte Hillebrand direkt an die Latte. Zwischendurch hatte der Gastgeber mal wieder eine Möglichkeit, ein Freistoß konnte von Brandenburg sicher gehalten werden. In der 21. Minute ein perfekter Konter, Pascal Bischoff lief auf rechts bis zur Grundlinie, sah den lang stehenden Benedikt Richter, der winkte und von Bischoff perfekt bedient wurde. Der anschließende Volleyschuss war Lehrbuchreif und führte zum 0:1. Nur vier Minuten später erkämpft Patrick Köhler den Ball vor dem eigenen Strafraum, bedient Philipp Krauß, der auf Hillebrand passt. Dieser zieht konsequent in den Strafraum und sieht den frei stehenden Richter, der noch genügend Zeit hat, den Pass an zu nehmen, um überlegt zum 0:2 zu verwandeln. Danach bestimmte Kemberg die Partie eindeutig, Piesteritz hatte noch einmal ansatzweise eine Chance nach einem Dribbling, aber wieder sprang der Ball zu weit vom Fuß und ein Freistoß fand in Brandenburg seinen Meister. Kemberg dagegen überbot sich mal wieder selber am Auslassen klarster Chancen, Schenk nach Pass von Köhler allein vor dem Torhüter und Köhler frei stehend aus 5 Metern nach einem Eckball mussten schon fast erhöhen.

Nach der Pause zog aus nicht nachvollziehbaren Gründen Unruhe im Kemberger Abwehrverhalten und Spielaufbau ein. In der 54. Minute wurde der Ball vor dem eigenen Strafraum vertändelt, Tim Schölzel lief allein auf Brandenburg zu und verwandelte zum Anschlusstreffer. Danach kam Kemberg einige Male ins Schwimmen und in der 57. Minute musste Brandenburg Kopf und Kragen riskieren, um einen gefährlichen Querpass weg zu fischen. Nach etwa einer Stunde konnte er sich ein weiteres Mal bewähren und hielt einen Freistoß mit einer Faustabwehr. Nach den Einwechslungen von André Apitzsch und Markus Girke gelang es wieder, Ruhe in die Aktionen zu bringen und nach etwa 70 Minuten konnten wieder konstruktive Angriffe vorgetragen werden. Die Abwehr wurde auch endlich sicherer und die letzten 20 Minuten bestimmte Kemberg eindeutig. Nach Pass von Krauß ließ sich Richter abdrängen, ein Schuss von Schenk konnte gehalten werden und noch einmal Schenk konnte nur vom Torhüter gestoppt werden. Nachdem Hillebrand in der 80. Minute nach Pass von Fiala noch mit einem Rückpass scheiterte, belohnte er sich in der 83. Minute. Fiala erkämpfte in der eigenen Hälfte den Ball, passte nach rechts auf Girke, der den perfekten Pass zwischen zwei Abwehrspielern spielte. Hillebrand lief davon, umkurvte noch den Torhüter und schob zum 1:3, der Entscheidung, ein. Nur zwei Minuten später gewann Apitzsch einen Zweikampf, Benjamin Hampel gelang aus der Not heraus ein genauer Pass auf Hillebrand und der ließ seinen Bewacher einfach stehen. Er drang in den Strafraum ein und nach einem Schwenk versenkte er die Kugel unhaltbar in der langen Ecke. Das war es dann auch und Kemberg konnte die Heimreise mit einem Dreier antreten.

Sicherlich waren einige Aktionen sehenswert und ab und an auch sehr schön ausgeführt, allerdings stellt sich die Frage, wie es passieren konnte, dass nach einer solch souveränen Leistung in der ersten Hälfte diese 25 Minuten so konfus abliefen. Hieran muss gearbeitet werden, denn nicht immer bleiben solche Unzulänglichkeiten ungestraft.

Aufstellung: Robin Brandenburg, Philipp Krauß (89. Niklas Haake), Pascal Bischoff (63. Markus Girke), Benjamin Hampel, Matthias Liebmann (70. Andre Apitzsch), Moritz Hillebrand, Patrick Köhler, Benedikt Richter, Jonte Disselhoff, Bastian Schenk, Michal Fiala

Nach einer „Durststrecke“, Niederlagen gegen Abtsdorf, Friedersdorf, Annaburg (1:3, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich Sisinho), Jessen (1:2, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich Bastian Schenk) und dem klaren 6:2-Sieg gegen Aken (Kemberger Führung durch ein Eigentor, 1:2-Halbzeitrückstand, Tore von 2 X Michal Fiala, Bastian Schenk, Moritz Hillebrand, Sisinho) nach einer enormen Leistungssteigerung in der 2. Hälfte war am 28. Spieltag Ramsin der Gegner. Der Gastgeber steht tief im Abstiegsstrudel und war gewissermaßen zum Siegen verdammt. Kemberg wollte mit den erfolgreichen Tugenden zum Erfolg kommen und setzte auf Offensive mit drei Spitzen (Moritz Hillebrand, Sisinho, Bastian Schenk). Die Viererkette bildeten Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Andre Apitzsch und Benjamin Hampel, die Zehner-Position war mit Jonte Disselhoff besetzt und die beiden „Sechser“ bildeten Kapitano Michal Fiala und Matthias Liebmann, fehlt natürlich noch der Keeper Christoph Heede. Ramsin hatte sicherlich einen „Matchplan“, der aber bereits nach 3 Minuten von Kemberg durchkreuzt wurde. In der ersten Minute ließ Ramsin nach eigenem Anstoß den Ball in den eigenen Reihen und der eigenen Hälfte laufen, erst störte Hillebrand und brachte einen Abwehrspiele in Bredouille, der zu kurz auf seinen Torhüter passte. Sisinho erkannte die Situation, erlief den Ball und verwandelte eiskalt und flach in die kurze Ecke. Der 2. Ballbesitz erfolgte wieder nach Pressing und diese Situation konnte vom Gastgeber nur mit einem Foulspiel unterbunden werden. Den Freistoß schlug Hillebrand Richtung kurzen Pfosten, Fiala lief perfekt ein und köpfte zum schnellen 0:2 ein, sein 20. Saisontreffer. Danach war zu erkennen, dass der Gastgeber mit offensiven Pressing die Kemberger Abwehr unter Druck setzen wollte, was aber auf Grund der konsequenten Abwehrarbeit in allen Bereichen verpuffte. Im Gegensatz dazu konnte Kemberg die Ramsiner Abwehr immer wieder unter Druck setzen und Sisinho nach einem Flankenlauf und einer „verunglückten“ Flanke, die auf er Latte landete sowie einem Kopfball von Fiala nach Freistoß von Hampel sorgten für weitere Chancen. In der 23. Minute konnte ein Kemberger Eckball nur bis zu Schenk abgewehrt werden, der flankte vor den Kasten, Sisinho verfehlte und Hillebrand schoss gegen den Außenpfosten. In der 30. Minute sahen die Zuschauer eine gelungene Kemberger Kombination, mehrere Doppelpässe vor dem Ramsiner Strafraum sorgten für Durcheinander, Sisinho kam an den Ball, schaute hoch und sah den völlig blank stehenden Schenk, der den Ball seelenruhig annehmen konnte und zum 0:3 in die lange Ecke einschob. Der Gastgeber hatte diesem Angriffswirbel nichts entgegen zu setzen und konnte froh sein, bis zur Pause nicht noch höher in Rückstand geraten zu sein. Hillebrand hatte nach Pass von Disselhoff eine Schusschance, in der 41. Minute passte Bischoff zu Sisinho, der in den Fünfmeterraum dribbelte und nur noch am Pfosten scheiterte, ebenso wie Fiala kurz vor der Halbzeit, als sein Kopfball nach erneuter Freistoßhereingabe von Hillebrand an den Pfosten klatschte.

Nach der Pause erweckte Ramsin den Anschein, noch etwas bewegen zu wollen, brachte sich aber in der 50. Minute mit einem weiteren haarsträubenden Abwehrfehler in Bedrängnis, als ein Abwehrspieler zu lasch zum eigenen Torhüter zurück köpfte, dieses von Hillebrand erkannt wurde und er vor dem Torhüter an den Ball kam und zum 0:4 verwandelte. Damit war die Begegnung praktisch gelaufen und Kemberg wollte die restlichen Minuten auf jeden Fall dieses zu-Null halten. Der Gastgeber setzte alles daran, dies zu verhindern und zeigte ab und an gefällige Kombinationen. Nach einem Schuss, der knapp den Kasten verfehlte, hatte ein Ramsiner in der 70. Minute allein vor Heede die Riesenchance, tunnelte ihn, aber irgendwie kam Heede noch mit den Hacken an den Ball, der gegen den Pfosten trudelte und anschließend in das Toraus befördert werden konnte. Der anschließende Eckball wurde abgefangen und Felix Uhrig startete den Konter über links, die Eingabe wurde abgeblockt, jedoch von Hillebrand erkämpft, der den völlig frei stehenden Bischoff sah, zu ihm passte und dieser ließ sich die Chance zum 0:5 nicht entgehen. Damit waren natürlich alle Zweifel über den Spielausgang ausgeräumt und Kemberg schraubte das Ergebnis in den verbleibenden Minuten noch deutlich nach oben. Hillebrand in der 82. Minute nach missglückter Abseitsfalle und Alleingang, Fiala nach Strafstoß und vorhergehendem Foulspiel an Bischoff sowie nach Pass von Hillebrand auf Bischoff stand es schließlich 0:8. Bei solch einem Ergebnis muss selbstverständlich von einer guten Mannschaftsleistung gesprochen werden, aber Philipp Krauß und Matthias Liebmann verdienen doch eine Sondererwähnung, da beide an diesem Tag praktisch fehlerfrei agierten und ständig präsent waren. Bleibt noch zu erwähnen, dass dies der höchste Auswärtssieg in der Landesklassegeschichte des SV Rot-Weiß Kemberg war.

Aufstellung: Christoph Heede, Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Benjamin Hampel (64. Felix Uhrig), Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Sisinho (64. Julian Ruprecht), Michal Fiala, Jonte Disselhoff (77. Philipp Disselhoff), Bastian Schenk

Nach gut einer Viertelstunde stand es bereits 3:0 für die Friedersdorfer und sie mussten sich noch nicht einmal dafür anstrengen. Es war schon seltsam, mit anzusehen, wie hilflos teilweise im eigenen Strafraum agiert wurde. Das Spiel lief gerade mal eine Minute, Kemberg hatte noch nicht einmal den Ball berührt und da stand es bereits 0:1, allerdings durch einen sehr sehenswerten Angriff, bei dem anfangs hin und her und dann der überraschende Steilpass gespielt wurde. Ein Friedersdorfer startet durch und spielt quer zum mitgelaufenen und völlig frei stehenden Ron Peters, der keine Mühe hatte, ins leere Tor einzuschieben. In der 15. Minute wurde ein Freistoß in den Strafraum geschlagen und aus unerfindlichen Gründen stand Patrick Thiel völlig blank am Fünfmeterraum und traf mit einem Kopfball. Nur drei Minuten später erneut ein Freistoß, der hoch in den Strafraum geschlagen wurde, der Kopfballabwehrversuch ging buchstäblich nach hinten los und alle Kemberger Abwehrspieler in Ballnähe wirkten wie festgenagelt, so dass dieses Mal Marcel Palm keine Mühe hatte, zum 0:3 zu treffen. Danach ließen die Gäste zusehends die Zügel schleifen und Kemberg kam auch über die Mittellinie und zu Chancen. Nach Einwurf von Benjamin Hampel war nach Ablage von Sisinho der Schuss von Lucas Bischoff zu lasch, nach guter Kombination zwischen Matthias Liebmann und Moritz Hillebrand schoss Sisinho knapp über das Lattenkreuz und in der 32. Minute hatte Liebmann eine Riesenchance, als er von Sisinho angespielt zu zögerlich agierte und anstatt zu schießen in die Mitte flankte. Der abgewehrte Ball kam noch einmal zu ihm und der folgende Schuss geriet viel zu drucklos. Die Gäste lauerten auf Fehler und Kontermöglichkeiten, jedoch fiel der 4. Treffer praktisch mit dem Pausenpfiff, als Rene Reppert einen Freistoß noch aus der eigenen Hälfte hoch nach vorn schlug. Der Ball wurde von Robin Brandenburg total unterschätzt, er konnte den Ball zwar halten, geriet jedoch bei dieser Bewegung mit dem Ball in der Hand hinter die Torlinie. So stand dieses klare 0:4 zu Buche, ohne dass die Gäste viel dafür tun mussten.

Nach der Pause schalteten die Gäste noch einmal zurück und Kemberg war optisch überlegen ohne jedoch Friedersdorf noch in Bedrängnis bringen zu können. So wurde diese zweite Hälfte fast schon langweilig, positiv war nur, dass Kemberg keinen Gegentreffer mehr hinnehmen musste. Kemberg selber hatte nach einem Eckball eine Schusschance, nach Doppelpass zwischen Hillebrand und Sisinho schoss Hillebrand zu ungenau und in der 82. Minute hatte Patrick Pietzner die größte Kemberger Chance nach einer guten Kombination, bei der Sisinho auf Hillebrand passte und dieser an den langen Pfosten flankte, wo Pietzner stand und den Ball mit einem Seitfallzieher direkt nahm, allerdings am Torhüter scheiterte. Die Gäste hatten in dieser 2. Hälfte nur noch einen Kopfball über das Tor und konnten ein Durcheinander im Kemberger Strafraum nicht nutzen.

Diesen Samstag geht es nach Annaburg und es kann nur gehofft werden, dass die Mannschaft dieses Mal nicht wieder in eine an diesem Tag zu beobachtende Agonie verfällt.

Aufstellung: Robin Brandenburg (46. Christoph Heede), Philipp Krauß, Sisinho, Benjamin Hampel, Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand (84. Michael Aurast), Jonte Disselhoff, Bastian Schenk, Lucas Bischoff (61. Patrick Pietzner), Julian Ruprecht

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