Und täglich grüßt das Murmeltier-abermals gelang es nicht, gegen eine defensiv ausgerichtete Mannschaft die richtigen Mittel zu finden und so musste völlig zu Recht das Ausscheiden im Kreispokal gegen Gräfenhainichen hin genommen werden. Die erste Hälfte war taktisch geprägt, Kemberg hatte gefühlt 100 % Ballbesitz, konnte damit aber nichts anfangen. Weder zentral noch über Außen konnte unmittelbare Gefahr erzeugt werden und so hatte der Gastgeber es relativ einfach, seinen Kasten sauber zu halten. Sie selber konnten nach vorn auch nicht viel Gefahr erzeugen, so dass es in den ersten 45 Minuten ein Spiel zwischen den Strafräumen wurde. Auch nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen nicht viel, bis dann eine Schlafeinlage in der 54. Minute plötzlich alles veränderte. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen startete Kevin Klanert völlig allein gelassen auf der rechten Seite und stand plötzlich allein vor Christoph Heede, dem er keine Chance ließ und zur Führung traf. Bei dieser Aktion konnte von einer Defensivarbeit überhaupt nicht gesprochen werden. Wenigstens berappelte sich Kemberg anschließend und in der 63. Minute war es Moritz Hillebrand, der mit einem direkt verwandelten Freistoß zum Ausgleich traf. Anschließend wurden die Kemberger Aktionen gefährlicher, der Zug zum Tor war zu erkennen und die Spielzüge endlich direkt und schnell durchgeführt. In dieser Phase hatte Youngster Hannes Czubera zweimal die Möglichkeit, die Führung zu erzielen. Erst kam er nach einer Flanke von Hillebrand nicht mehr richtig hinter den Ball und schoss neben den Kasten und wenig später machte er nach einem Klasse-Zuspiel fast alles richtig, nur landete sein Schuss auf der Latte. Damit war das Kemberger Pulver aber auch schon wieder verschossen und als sich schon alles auf eine Verlängerung einpendelte, stand Klanert in der 84. Minute vor einem Freistoß wieder völlig allein auf der rechten Seite. Niemand fühlte sich auch nur ansatzweise für ihn verantwortlich und der Freistoß von der Mittellinie wurde auch prompt auf ihn gespielt. Er hatte jetzt alle Zeit der Welt, den Ball anzunehmen, zur Torauslinie zu dribbeln und anschließend Richtung Elfmeterpunkt zu passen, wo Florian Uhrig allein gelassen stand und direkt zum 2:1 traf. Die folgenden knapp 10 Minuten fiel den Kembergern nichts mehr ein und so konnte Gräfenhainichen über einen jederzeit gerechtfertigten Sieg und Einzug ins Viertelfinale jubeln.

Aufstellung: Christoph Heede, Pascal Bischoff, Benjamin Hampel, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Patrick Köhler, Markus Girke, Hannes Czubera (85. Felix Uhrig), Jonte Disselhoff (65. Marc Seeger), Bastian Schenk (89. Philipp Krauß), Michal Fiala

 

Nach dem Unentschieden unserer 2.Männer im Punktspiel wurde das Pokalviertelfinale gegen den VfB Gräfenhainichen II mit Spannung erwartet. Der Spitzenreiter der Kreisliga Süd begann druckvoll und hatte schon frühzeitig durch einen Elfmeter die Möglichkeit, in Führung zu gehen ( Niklas Haake agierte unglücklich in der 4. min). Rene Leutnitz parierte diesen jedoch Klasse. Obwohl Kemberg in der Folgezeit besser ins Spiel und zu ersten Chancen kamen-bemerkenswert Haake in der 15. bzw. Marco Wend nach Ecke in der 24. min. - erzielte St.Kneist in der 26.min. das 1:0 für GHC. Ein zwingender Vorteil ergab sich für Gräfenhainichen daraus aber nicht. Deutliche Eckenvorteile sprachen für die Mannschaft um Kapitän Sebastian Schwabe. Der Ausgleich fiel nahezu folgerichtig nach einem Eckball, bei dem Wend die Gegenspieler auf sich zog und Patrick Pietzner freifliegend per Kopf vollenden konnte (1:1, 34. min.). Danach war unsere 2. bestimmend, begünstigt durch Fehler in der Abwehrarbeit des Gegners. Diese hätte Michael Aurast bestrafen können, als Wend im Strafraum gefoult wurde und er zum Elfer antrat. Sein Schuß war jedoch zu unplatziert und ging vorbei (43.min.). Eine Unsportlichkeit prägte das Pokalspiel danach entscheidend mit. Der souverän leitende Schiri Bläsing mußte M. Bahremand vorzeitig mit „Rot“ in die Kabine schicken (44.min.). Damit war das Mittelfeld- und Angriffspiel GHC`s in der gesamten 2. Halbzeit merklich geschwächt. Durchgehend größere Ballanteile mit Kopfball u. Schußchancen für unsere Männer zeichnen dies aus. Das 2:1 fiel aber wieder nach Eckball. Dieses mal von St. Kohnert kurz auf den einlaufenden Philipp Hillebrand geschlagen, der wuchtig aus 8m einköpfte-sehenswert in der 84. min.. Genauso der I-Tüpfel in der letzen Spielminute, als sich P. Pietzner im Strafraum durchtribbelte und zum umjubelten Endstand von 3:1 einkickte, sein drittes Tor im laufenden Pokalwettbewerb. Glückwunsch an das Team von Trainer Kai Furchner, der zur Zeit auf eine gut funktionierende Mannschaft zurüchgreifen kann.

Aufstellung: Rene' Leutnitz, Philipp Disselhoff (52. Marcel Stahl) Niklas Haake, Lucas Bischoff, Marco Wend, Sebastian Schwabe (61. Andrzej Steiner), N.Säume (81. Stefan Kohnert), Andre' Apitzsch, Patrick Pietzner, Michael Aurast, Philipp Hillebrand

Ein auch in der Höhe vollauf gerechtfertigter Sieg, der allerdings wegen Nachlässigkeiten und Fehlern gleich nach der Halbzeit in Gefahr geriet. Kemberg begann abwartend und überließ dem Gastgeber erst einmal die Initiative. Nach einem Fehlpass in der eigenen Hälfte startete ein Piesteritzer einen Sololauf, ließ abschließend den Ball zu weit weg springen, so dass Robin Brandenburg den Ball aufnehmen konnte. Nach gut 10 Minuten begann Kemberg zu kombinieren. Aus einer stabilen Abwehr heraus wurde nach Ballgewinn schnell nach vorn gespielt und erste Chancen kreiert. So zog Moritz Hillebrand nach guter Kombination aus 15 Metern ab und scheiterte am Torhüter, der den Ball mit den Fäusten abwehrte. Nach einem weiteren Schussversuch von Hillebrand, der geblockt wurde, chipte er in der 17. Minute auf Bastian Schenk, der allein vorm Torhüter an diesem scheiterte, den folgenden Eckball setzte Hillebrand direkt an die Latte. Zwischendurch hatte der Gastgeber mal wieder eine Möglichkeit, ein Freistoß konnte von Brandenburg sicher gehalten werden. In der 21. Minute ein perfekter Konter, Pascal Bischoff lief auf rechts bis zur Grundlinie, sah den lang stehenden Benedikt Richter, der winkte und von Bischoff perfekt bedient wurde. Der anschließende Volleyschuss war Lehrbuchreif und führte zum 0:1. Nur vier Minuten später erkämpft Patrick Köhler den Ball vor dem eigenen Strafraum, bedient Philipp Krauß, der auf Hillebrand passt. Dieser zieht konsequent in den Strafraum und sieht den frei stehenden Richter, der noch genügend Zeit hat, den Pass an zu nehmen, um überlegt zum 0:2 zu verwandeln. Danach bestimmte Kemberg die Partie eindeutig, Piesteritz hatte noch einmal ansatzweise eine Chance nach einem Dribbling, aber wieder sprang der Ball zu weit vom Fuß und ein Freistoß fand in Brandenburg seinen Meister. Kemberg dagegen überbot sich mal wieder selber am Auslassen klarster Chancen, Schenk nach Pass von Köhler allein vor dem Torhüter und Köhler frei stehend aus 5 Metern nach einem Eckball mussten schon fast erhöhen.

Nach der Pause zog aus nicht nachvollziehbaren Gründen Unruhe im Kemberger Abwehrverhalten und Spielaufbau ein. In der 54. Minute wurde der Ball vor dem eigenen Strafraum vertändelt, Tim Schölzel lief allein auf Brandenburg zu und verwandelte zum Anschlusstreffer. Danach kam Kemberg einige Male ins Schwimmen und in der 57. Minute musste Brandenburg Kopf und Kragen riskieren, um einen gefährlichen Querpass weg zu fischen. Nach etwa einer Stunde konnte er sich ein weiteres Mal bewähren und hielt einen Freistoß mit einer Faustabwehr. Nach den Einwechslungen von André Apitzsch und Markus Girke gelang es wieder, Ruhe in die Aktionen zu bringen und nach etwa 70 Minuten konnten wieder konstruktive Angriffe vorgetragen werden. Die Abwehr wurde auch endlich sicherer und die letzten 20 Minuten bestimmte Kemberg eindeutig. Nach Pass von Krauß ließ sich Richter abdrängen, ein Schuss von Schenk konnte gehalten werden und noch einmal Schenk konnte nur vom Torhüter gestoppt werden. Nachdem Hillebrand in der 80. Minute nach Pass von Fiala noch mit einem Rückpass scheiterte, belohnte er sich in der 83. Minute. Fiala erkämpfte in der eigenen Hälfte den Ball, passte nach rechts auf Girke, der den perfekten Pass zwischen zwei Abwehrspielern spielte. Hillebrand lief davon, umkurvte noch den Torhüter und schob zum 1:3, der Entscheidung, ein. Nur zwei Minuten später gewann Apitzsch einen Zweikampf, Benjamin Hampel gelang aus der Not heraus ein genauer Pass auf Hillebrand und der ließ seinen Bewacher einfach stehen. Er drang in den Strafraum ein und nach einem Schwenk versenkte er die Kugel unhaltbar in der langen Ecke. Das war es dann auch und Kemberg konnte die Heimreise mit einem Dreier antreten.

Sicherlich waren einige Aktionen sehenswert und ab und an auch sehr schön ausgeführt, allerdings stellt sich die Frage, wie es passieren konnte, dass nach einer solch souveränen Leistung in der ersten Hälfte diese 25 Minuten so konfus abliefen. Hieran muss gearbeitet werden, denn nicht immer bleiben solche Unzulänglichkeiten ungestraft.

Aufstellung: Robin Brandenburg, Philipp Krauß (89. Niklas Haake), Pascal Bischoff (63. Markus Girke), Benjamin Hampel, Matthias Liebmann (70. Andre Apitzsch), Moritz Hillebrand, Patrick Köhler, Benedikt Richter, Jonte Disselhoff, Bastian Schenk, Michal Fiala

Nach einer „Durststrecke“, Niederlagen gegen Abtsdorf, Friedersdorf, Annaburg (1:3, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich Sisinho), Jessen (1:2, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich Bastian Schenk) und dem klaren 6:2-Sieg gegen Aken (Kemberger Führung durch ein Eigentor, 1:2-Halbzeitrückstand, Tore von 2 X Michal Fiala, Bastian Schenk, Moritz Hillebrand, Sisinho) nach einer enormen Leistungssteigerung in der 2. Hälfte war am 28. Spieltag Ramsin der Gegner. Der Gastgeber steht tief im Abstiegsstrudel und war gewissermaßen zum Siegen verdammt. Kemberg wollte mit den erfolgreichen Tugenden zum Erfolg kommen und setzte auf Offensive mit drei Spitzen (Moritz Hillebrand, Sisinho, Bastian Schenk). Die Viererkette bildeten Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Andre Apitzsch und Benjamin Hampel, die Zehner-Position war mit Jonte Disselhoff besetzt und die beiden „Sechser“ bildeten Kapitano Michal Fiala und Matthias Liebmann, fehlt natürlich noch der Keeper Christoph Heede. Ramsin hatte sicherlich einen „Matchplan“, der aber bereits nach 3 Minuten von Kemberg durchkreuzt wurde. In der ersten Minute ließ Ramsin nach eigenem Anstoß den Ball in den eigenen Reihen und der eigenen Hälfte laufen, erst störte Hillebrand und brachte einen Abwehrspiele in Bredouille, der zu kurz auf seinen Torhüter passte. Sisinho erkannte die Situation, erlief den Ball und verwandelte eiskalt und flach in die kurze Ecke. Der 2. Ballbesitz erfolgte wieder nach Pressing und diese Situation konnte vom Gastgeber nur mit einem Foulspiel unterbunden werden. Den Freistoß schlug Hillebrand Richtung kurzen Pfosten, Fiala lief perfekt ein und köpfte zum schnellen 0:2 ein, sein 20. Saisontreffer. Danach war zu erkennen, dass der Gastgeber mit offensiven Pressing die Kemberger Abwehr unter Druck setzen wollte, was aber auf Grund der konsequenten Abwehrarbeit in allen Bereichen verpuffte. Im Gegensatz dazu konnte Kemberg die Ramsiner Abwehr immer wieder unter Druck setzen und Sisinho nach einem Flankenlauf und einer „verunglückten“ Flanke, die auf er Latte landete sowie einem Kopfball von Fiala nach Freistoß von Hampel sorgten für weitere Chancen. In der 23. Minute konnte ein Kemberger Eckball nur bis zu Schenk abgewehrt werden, der flankte vor den Kasten, Sisinho verfehlte und Hillebrand schoss gegen den Außenpfosten. In der 30. Minute sahen die Zuschauer eine gelungene Kemberger Kombination, mehrere Doppelpässe vor dem Ramsiner Strafraum sorgten für Durcheinander, Sisinho kam an den Ball, schaute hoch und sah den völlig blank stehenden Schenk, der den Ball seelenruhig annehmen konnte und zum 0:3 in die lange Ecke einschob. Der Gastgeber hatte diesem Angriffswirbel nichts entgegen zu setzen und konnte froh sein, bis zur Pause nicht noch höher in Rückstand geraten zu sein. Hillebrand hatte nach Pass von Disselhoff eine Schusschance, in der 41. Minute passte Bischoff zu Sisinho, der in den Fünfmeterraum dribbelte und nur noch am Pfosten scheiterte, ebenso wie Fiala kurz vor der Halbzeit, als sein Kopfball nach erneuter Freistoßhereingabe von Hillebrand an den Pfosten klatschte.

Nach der Pause erweckte Ramsin den Anschein, noch etwas bewegen zu wollen, brachte sich aber in der 50. Minute mit einem weiteren haarsträubenden Abwehrfehler in Bedrängnis, als ein Abwehrspieler zu lasch zum eigenen Torhüter zurück köpfte, dieses von Hillebrand erkannt wurde und er vor dem Torhüter an den Ball kam und zum 0:4 verwandelte. Damit war die Begegnung praktisch gelaufen und Kemberg wollte die restlichen Minuten auf jeden Fall dieses zu-Null halten. Der Gastgeber setzte alles daran, dies zu verhindern und zeigte ab und an gefällige Kombinationen. Nach einem Schuss, der knapp den Kasten verfehlte, hatte ein Ramsiner in der 70. Minute allein vor Heede die Riesenchance, tunnelte ihn, aber irgendwie kam Heede noch mit den Hacken an den Ball, der gegen den Pfosten trudelte und anschließend in das Toraus befördert werden konnte. Der anschließende Eckball wurde abgefangen und Felix Uhrig startete den Konter über links, die Eingabe wurde abgeblockt, jedoch von Hillebrand erkämpft, der den völlig frei stehenden Bischoff sah, zu ihm passte und dieser ließ sich die Chance zum 0:5 nicht entgehen. Damit waren natürlich alle Zweifel über den Spielausgang ausgeräumt und Kemberg schraubte das Ergebnis in den verbleibenden Minuten noch deutlich nach oben. Hillebrand in der 82. Minute nach missglückter Abseitsfalle und Alleingang, Fiala nach Strafstoß und vorhergehendem Foulspiel an Bischoff sowie nach Pass von Hillebrand auf Bischoff stand es schließlich 0:8. Bei solch einem Ergebnis muss selbstverständlich von einer guten Mannschaftsleistung gesprochen werden, aber Philipp Krauß und Matthias Liebmann verdienen doch eine Sondererwähnung, da beide an diesem Tag praktisch fehlerfrei agierten und ständig präsent waren. Bleibt noch zu erwähnen, dass dies der höchste Auswärtssieg in der Landesklassegeschichte des SV Rot-Weiß Kemberg war.

Aufstellung: Christoph Heede, Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Benjamin Hampel (64. Felix Uhrig), Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Sisinho (64. Julian Ruprecht), Michal Fiala, Jonte Disselhoff (77. Philipp Disselhoff), Bastian Schenk

Nach gut einer Viertelstunde stand es bereits 3:0 für die Friedersdorfer und sie mussten sich noch nicht einmal dafür anstrengen. Es war schon seltsam, mit anzusehen, wie hilflos teilweise im eigenen Strafraum agiert wurde. Das Spiel lief gerade mal eine Minute, Kemberg hatte noch nicht einmal den Ball berührt und da stand es bereits 0:1, allerdings durch einen sehr sehenswerten Angriff, bei dem anfangs hin und her und dann der überraschende Steilpass gespielt wurde. Ein Friedersdorfer startet durch und spielt quer zum mitgelaufenen und völlig frei stehenden Ron Peters, der keine Mühe hatte, ins leere Tor einzuschieben. In der 15. Minute wurde ein Freistoß in den Strafraum geschlagen und aus unerfindlichen Gründen stand Patrick Thiel völlig blank am Fünfmeterraum und traf mit einem Kopfball. Nur drei Minuten später erneut ein Freistoß, der hoch in den Strafraum geschlagen wurde, der Kopfballabwehrversuch ging buchstäblich nach hinten los und alle Kemberger Abwehrspieler in Ballnähe wirkten wie festgenagelt, so dass dieses Mal Marcel Palm keine Mühe hatte, zum 0:3 zu treffen. Danach ließen die Gäste zusehends die Zügel schleifen und Kemberg kam auch über die Mittellinie und zu Chancen. Nach Einwurf von Benjamin Hampel war nach Ablage von Sisinho der Schuss von Lucas Bischoff zu lasch, nach guter Kombination zwischen Matthias Liebmann und Moritz Hillebrand schoss Sisinho knapp über das Lattenkreuz und in der 32. Minute hatte Liebmann eine Riesenchance, als er von Sisinho angespielt zu zögerlich agierte und anstatt zu schießen in die Mitte flankte. Der abgewehrte Ball kam noch einmal zu ihm und der folgende Schuss geriet viel zu drucklos. Die Gäste lauerten auf Fehler und Kontermöglichkeiten, jedoch fiel der 4. Treffer praktisch mit dem Pausenpfiff, als Rene Reppert einen Freistoß noch aus der eigenen Hälfte hoch nach vorn schlug. Der Ball wurde von Robin Brandenburg total unterschätzt, er konnte den Ball zwar halten, geriet jedoch bei dieser Bewegung mit dem Ball in der Hand hinter die Torlinie. So stand dieses klare 0:4 zu Buche, ohne dass die Gäste viel dafür tun mussten.

Nach der Pause schalteten die Gäste noch einmal zurück und Kemberg war optisch überlegen ohne jedoch Friedersdorf noch in Bedrängnis bringen zu können. So wurde diese zweite Hälfte fast schon langweilig, positiv war nur, dass Kemberg keinen Gegentreffer mehr hinnehmen musste. Kemberg selber hatte nach einem Eckball eine Schusschance, nach Doppelpass zwischen Hillebrand und Sisinho schoss Hillebrand zu ungenau und in der 82. Minute hatte Patrick Pietzner die größte Kemberger Chance nach einer guten Kombination, bei der Sisinho auf Hillebrand passte und dieser an den langen Pfosten flankte, wo Pietzner stand und den Ball mit einem Seitfallzieher direkt nahm, allerdings am Torhüter scheiterte. Die Gäste hatten in dieser 2. Hälfte nur noch einen Kopfball über das Tor und konnten ein Durcheinander im Kemberger Strafraum nicht nutzen.

Diesen Samstag geht es nach Annaburg und es kann nur gehofft werden, dass die Mannschaft dieses Mal nicht wieder in eine an diesem Tag zu beobachtende Agonie verfällt.

Aufstellung: Robin Brandenburg (46. Christoph Heede), Philipp Krauß, Sisinho, Benjamin Hampel, Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand (84. Michael Aurast), Jonte Disselhoff, Bastian Schenk, Lucas Bischoff (61. Patrick Pietzner), Julian Ruprecht

Kurzfristige krankheitsbedingte Absagen sorgten dafür, dass nur zwei Auswechselspieler mit nach Mosigkau fahren konnten. Dies konnte an diesem Spieltag jedoch problemlos weg gesteckt werden und Kemberg den zweiten Auswärtserfolg in dieser Saison einfahren. Einige Nachlässigkeiten der Kemberger in der Anfangsphase sorgten für Aufreger, in der 3. Minute konnte ein Durchbruch Richtung Torauslinie nicht verhindert werden und nach der anschließenden Flanke kam es zu einem Durcheinander im Kemberger Fünfmeterraum. Zwei Minuten später gab es Freistoß aus dem Halbfeld für die Gastgeber, der in den Strafraum gechipt wurde, der folgende Kopfball ging über den Kasten. Im Gegenzug passte Michal Fiala auf den rechts durchbrechenden Philipp Krauß und dessen Eingabe erreichte Moritz Hillebrand, der dribbelte und gefällt wurde, den fälligen Strafstoß verwandelte Kapitano Fiala gewohnt souverän. Nach der Führung spielte Kemberg abwartend und überließ dem Gastgeber die Initiative. Damit konnten diese jedoch nicht viel anfangen, denn die Kemberger Abwehrleistung war an diesem Tag sehr ansprechend. So ergaben sich nach zwei Freistößen und einem Dribbling Kopfballchancen, jedes Mal wurde über den Kasten geköpft, so dass Keeper Robin Brandenburg einen relativ geruhsamen Nachmittag verleben konnte. Nach gut 20 Minuten übernahm Kemberg endgültig das Zepter und in der 23. Minute spielte Pascal Bischoff Sebastian Hartmann an, der auf Bastian Schenk durchsteckte, welcher mit dem schwächeren rechten Fuß abschloss, so dass es nur ein Roller wurde. 10 Minuten später warf Benjamin Hampel einen Einwurf in den Strafraum und nach einigem Durcheinander gelangte der Ball zu Schenk, der aus 8 Metern über den Kasten schoss. Kurz vor der Halbzeit erlief Bischoff einen Querpass und schloss sofort aus 20 Metern ab, allerdings ging der Schuss neben den Kasten. Somit ging es mit dem knappen 1:0-Vorsprung in die Kabinen. Aus denen kam der Gastgeber bedeutend wacher und in der 47. Minute wurde ein Freistoß in den Kemberger Strafraum geschlagen, die Kopfballverlängerung gelangte zu einem Mosigkauer und der legte quer auf Lukas Weidel, der aus Nahdistanz zum Ausgleich traf. Kemberg schüttelte sich kurz in der 51. Minute fing Hartmann einen Pass ab, spielte auf Moritz Hillebrand, der nach rechts auf Bischoff passte. Der Ball kam durch, Bischoff stand allein vorm Torhüter und verwandelte sicher zur erneuten Führung. Leider verletzte er sich bei der Aktion und musste ausgewechselt werden. Dieser Treffer hemmte den Gastgeber deutlich und die Kemberger Abwehrarbeit wurde zunehmend sicherer. In der 64. Minute erhielt Kemberg einen Freistoß etwa 25 Meter halbrechts vorm Strafraumeck. Mosigkau schien die Gefahr zu unterschätzen und stellte eine Ein-Mann-Mauer, was natürlich nicht diesen Namen verdiente. Der Torhüter spekulierte auf eine Flanke und sicherte die lange Ecke ab. Hillebrand erkannte die Situation und traf direkt in die kurze Ecke zum 3:1. Danach war der Drops gelutscht, der Gastgeber konnte nicht mehr und Kemberg wollte nicht mehr. Allerdings wäre ein höherer Sieg durchaus drin gewesen, wenn in drei, vier Situationen der angebrachtere Pass gespielt worden wäre. Letztlich war es ein jederzeit verdienter Sieg und Kemberg konnte sich damit auf den 6. Platz verbessern. Besondere Erwähnung findet an diesem Spieltag Philipp Krauß, der nicht nur defensiv seine Aufgabe sicher erfüllte, sondern auch offensiv Akzente setzen konnte. Aufstellung: Robin Brandenburg, Pascal Bischoff (52. Sisinho), Lucas Bischoff (72. Felix Uhrig), Benjamin Hampel, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Sebastian Hartmann, Michal Fiala, Bastian Schenk, Philipp Krauß, Julian Ruprecht

Mit dem Lastminute-Sieg hat sich Kemberg für die enttäuschende Leistung in der vergangenen Woche rehabilitiert. Es klappte auch dieses Mal nicht alles, aber die gesamten 90 Minuten war dieser Wille zu erkennen, die Punkte in Kemberg zu lassen. Gegenüber der Vorwoche gab es Veränderungen, Markus Girke startete in der Verteidigung für Philipp Krauß, in der Innenverteidigung wurde dieses Mal Andre Apitzsch für den erkrankten Sebastian Hartmann eingesetzt und vorn sollte der wieder genesene Lucas Bischoff für Wirbel sorgen.

Die erste Hälfte ist schnell erzählt, da beide Mannschaften mit viel Respekt voreinander starteten. Beide Abwehrreihen dominierten, so dass Strafraumszenen selten zu registrieren waren. Die erste Möglichkeit ergab sich für die Gäste in der 8. Minute, als ihnen ein Freistoß aus 16,01 m zugesprochen wurde, den Flachschuss hielt Robin Brandenburg souverän. Dann war da nach knapp einer halben Stunde noch eine Schusschance, der Schrägschuss rauschte über den Kasten. Kemberg bemühte sich in dieser ersten Hälfte, aber klare Chancen konnten nicht heraus gearbeitet werden. Nach konsequentem Einsatz wurde eine Flanke von Bastian Schenk zur Ecke abgewehrt, nach Einwurf von Benjamin Hampel köpfte Michal Fiala über den Kasten und als in der 43. Minute ein Freistoß von Moritz Hillebrand den Kopf von Fiala fand und dieser vor den Kasten köpfte, wurde der Ball von der Linie geschlagen.

Nach der Pause sollten die Zuschauer für ihre Geduld bei diesen frostigen Temperaturen entschädigt werden, denn in der 2. Hälfte passierte in regelmäßigen Abständen viel mehr. In der 48. Minute gibt es Eckball für Kemberg, welcher abgewehrt wurde und dann ging es blitzschnell. Drei Wittenberger schwärmten aus und spielten den Konter perfekt, in der Mitte wurde gedribbelt und genau im richtigen Moment nach rechts abgelegt, wo Benedikt Richter sofort abzog und aus halbrechts schlug sein Geschoss im Kemberger Kasten ein, also wieder einmal ein Rückstand, in dieser Saison nichts neues für die Heimmannschaft. Kemberg hatte bereits vier Minuten später die richtige Antwort, Fiala hat den Ball an der Mittellinie, schaut und passt in den Strafraum punktgenau zu Hillebrand. Der nimmt den Ball mit fließenden Bewegungen an und mit und verwandelt souverän zum Ausgleich. Danach blieb das Spiel interessant, beide Mannschaften bemühten sich, ein weiteres Tor zu erzielen und die Spannung stieg von Minute zu Minute. Erst verpasst Schenk knapp eine Eingabe, dann muss Brandenburg viel riskieren, um nach Steilpass retten zu können und der Nachschuss geht zum Glück für Kemberg über den leeren Kasten. Weiter ging es mit einem knapp neben den Kasten geschossenen Freistoß von Fiala in der 62. Minute, zwei Minuten später kamen gleich dreimal hintereinander Victoria-Spieler im Kemberger Strafraum zum Schuss bis Brandenburg den Ball hat. In der 71. Minute eine Riesenchance für Kemberg, als nach Balleroberung die erste Flanke geblockt werden konnte, die zweite jedoch Hillebrand findet, der eigentlich alles richtig macht und gegen die Laufrichtung des Keepers schießt, der Ball touchiert noch den Außenpfosten und geht ins Aus. Dann war Victoria wieder am Zug und hatte zwei Möglichkeiten und in der 84. Minute schoss Hillebrand einen Freistoß, der zu Pascal Bischoff abgeblockt wurde und dieser schoss frei stehend über den Kasten. In der 86. Minute waren es wieder die Gäste, die nach einem Einwurf eine Schusschance hatten und so lief die Spielzeit runter und es pegelte sich alles auf ein Unentschieden ein. Es liefen die letzten Sekunden der regulären Spielzeit und Kemberg erhielt einen Eckball, den Hillebrand von rechts vor das Tor schlug. Torhüter Müller wurde in der Spielertraube von einem Mitspieler behindert und Schenk nutzte dies aus und versenkte den Ball mit dem Kopf zum viel umjubelten Führungstreffer. Das Spiel war immer noch nicht beendet, in den 2 Nachspielminuten rettet erst Fiala und als Girke nach dem folgenden Einwurf hellwach war und konsequent zum Ball ging, war dieser hart erkämpfte Sieg Realität.

Aufstellung: Robin Brandenburg, Pascal Bischoff, Benjamin Hampel, Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Markus Girke, Michal Fiala, Bastian Schenk, Lucas Bischoff (59. Sisinho), Julian Ruprecht

Ein auch in der Höhe völlig verdienter Sieg in diesem Derby, welches durchgängig nur von dem Gastgeber als solches betrachtet und vor allem geführt wurde. Mit dem ersten Ballwechsel zeigte Trebitz unbedingten Willen, dieses Spiel gewinnen zu wollen, was man den Kembergern an diesem Tag leider absprechen muss. Dazu kam ein Sahnetag von Enrico Franzel, der praktisch im Alleingang die Kemberger Niederlage besiegelte. Das Spielmuster ist schnell erzählt, Trebitz setzte auf eine kompakte und kompromisslose Abwehrarbeit, wogegen die Kemberger von der ersten Minute an keine Mittel fanden. Der Versuch, spielerisch gefährlich vor den Trebitzer Kasten zu kommen, wurde so bereits im Ansatz erstickt. Die kompromisslose Abwehrarbeit führte zu ständigen weiten Schlägen aus der Trebitzer Hälfte heraus, wobei die Streuung sehr groß war. Wenn dann solch ein Ball mal in die Mitte kam, wurde es oft gefährlich, da Franzel permanent an der Nahtstelle der Kemberger Abwehrreihe auf seine Chance lauerte. Bis zur 25. Minute trug diese Spielweise keine Früchte, die eine oder andere Chance ergab sich, aber die Schüsse waren noch ungefährlich. Kemberg hatte in dieser Phase lediglich ansatzweise zwei Möglichkeiten nach Freistößen, die ungefährlich verpufften. In der 25. Minute wieder einmal ein verlorener Zweikampf und der sofortige Pass in die Spitze, den Franzel aufnahm und Torhüter Christoph Heede keine Chance ließ. Bis zur Pause kam von Kemberg keinerlei Reaktion und Trebitz hatte noch drei weitere Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.

Auch nach der Pause änderte sich nichts am Spielverlauf, wobei Trebitz sowieso nichts zu verändern brauchte und Kemberg einfach nicht ins Spiel kam bzw. Trebitz alles unternahm, es nicht dazu kommen zu lassen. Als in der 53. Minute ein Zweikampf vor dem eigenen Strafraum verloren wurde, stand der Gewinner dieses Zweikampfes, Philipp Bilke, allein vor Heede und verwandelte sicher zum 2:0. Danach wurde es für Trebitz noch leichter, die Köpfe der Kemberger gingen nach unten und es war kein Wille zu erkennen, diesem Spiel noch eine Wende geben zu wollen. Trebitz belohnte sich in der 71. und 72. Minute, in denen der Mann des Spieles (Enrico Franzel) noch zwei Treffer erzielte. Das war es natürlich und so gelang in der 83. Minute ein wenig Ergebniskosmetik, als Moritz Hillebrand nach einer Flanke zum 1:4 traf.

Aufstellung: Christoph Heede, Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Benjamin Hampel (59. Markus Girke), Andre Apitzsch, Matthias Liebmann (77. Felix Uhrig), Moritz Hillebrand, Sebastian Hartmann, Michal Fiala, Bastian Schenk, Julian Ruprecht (59. Sisinho)

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