Nach knapp einem Drittel der Hinrunde in dieser Saison erfolgt an dieser Stelle ein kleiner Rückblick.

Das erste Saisonspiel wurde in Mosigkau bestritten und die Heimfahrt mit einem klaren 6:1-Sieg angetreten. Überragender Akteur an diesem Tag war Benedikt Richter, der allein 4 Treffer erzielte. Die anderen Tore gingen auf das Konto von Nawfal Wakrim und Patrick Köhler, der damit seinen ersten Treffer im Rot-Weißen Dress erzielte. Dabei war in der ersten Hälfte solch ein klarer Sieg nicht abzusehen, denn da konnte der Gastgeber noch richtig gegen halten.

Die Woche darauf gastierte mit dem Zörbiger FC eine Mannschaft in Kemberg, gegen die es eine Punktspielpremiere gab. Beide Mannschaften trennten sich leistungsgerecht 1:1-Unentschieden, wobei Kemberg mehr Ballkontakte und auch ein Plus an Chancen hatte. Durch die gefällige Spielanlage und sichere Abwehrarbeit der Gäste war an diesem Tag nicht mehr als dieses Unentschieden drin. Torschütze war wiederum Benedikt Richter.

Danach ging es nach Abtsdorf und in diesem Spiel schien sich alles gegen Kemberg verschworen zu haben. Michal Fiala verschoss einen Elfmeter, ein weiterer klarer Elfmeter, der bereits gegeben wurde, ist auf Intervention eines Assistenten zurück genommen worden. Nach bereits 10 Minuten erhielt Bastian Schenk die Rote Karte, allerdings hatte er das Foul gar nicht begangen. Der Führungstreffer resultierte aus einem abgefälschten Freistoß und der 2. Treffer wurde von einem im Abseits stehenden Spieler erzielt. Dazu kam noch die mangelnde Chancenverwertung, so dass Kemberg an diesem Tag wohl noch stundenlang hätte weiter spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen.

Als Nächstes wurde das erste Pokalspiel absolviert, zu Gast war Victoria Wittenberg. Letztlich wurde ein klarer 3:0-Sieg erspielt, aber unbegreifliche Hektik bestimmten diese 90 Minuten. Kemberg ließ sehr viel liegen und hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn die Gäste in Führung gegangen wären. Schließlich konnten Benedikt Richter und Michal Fiala wenigstens eine 2:0-Halbzeitfühung heraus holen. Nach dem Wechsel spielte sich fast alles in der gegnerischen Hälfte ab, es dauerte aber bis kurz vor Schluss, dass Tom Polaszek den Gastgeber erlöste. Vorher wurde abermals ein Strafstoß verschossen, dieses Mal durch Moritz Hillebrand, der zudem nach dem Abpfiff zu allem Überfluss die G/R-Karte erhielt.

Am vergangenen Samstag war „Angstgegner“ Möhlau in Kemberg zu Gast. Gegen diese Mannschaft konnte Kemberg vergangene Saison erstmals überhaupt gewinnen und auch in diesem Spiel tat sich Kemberg 90 Minuten lang sehr schwer. Schon nach sechs Minuten die Führung der Gäste, die 10 Minuten später nach Eckball von Matthias Liebmann und Kopfball von Michal Fiala egalisiert werden konnte. Kemberg blieb drückend überlegen, der Ball wollte einfach nicht rein gehen und wieder wurde ein Strafstoß vergeben. Michal Fiala schoss zu ungenau, so dass zur Ecke geklärt wurde. In der 58. Minute erzielte Nawfal Wakrim im zweiten Versuch die Führung und trotz drückender Überlegenheit bis zum Abpfiff und einer Vielzahl von hochkarätigen Möglichkeiten blieb es bei diesem knappen Spielstand.

Im weiteren Saisonverlauf muss die Chancenverwertung einfach besser werden, denn nicht in jedem Spiel wird ein knapper Vorsprung bis zur 90. Minute halten.

Mittlerweile sind schon wieder fünf Spiele in der Rückrunde absolviert und es ist an der Zeit, einen kleinen Rückblick zu geben. Die Vorbereitung mit den beiden Neuverpflichtungen Tom Polaszek und Nawfal Wakrim verlief hinsichtlich Trainingsintensität optimal, die Ergebnisse gegen höherklassige Gegner (Piesteritz 0: 2, Krostitz 1 : 2) waren zweitrangig, zumal das letzte Vorbereitungsspiel gegen Zörbig 5 : 1 gewonnen werden konnte.

Dann ging es am 02.03.2019 in Abtsdorf los und dieses erstes Spiel konnte knapp, aber völlig verdient mit 3:2 gewonnen werden. In diesem Spiel war die erste Halbzeit von Taktik geprägt, keine Mannschaft konnte entscheidende Vorteile erringen. In der 2. Halbzeit sorgten die üblichen Verdächtigen (Benedikt Richter, Moritz Hillebrand, Michal Fiala) innerhalb 9 Minuten für die Entscheidung. Dass diese Partie überhaupt noch einmal eng wurde, war einem nicht geahndeten brutalen Foul von Marcus Jahn an Benjamin Hampel und einem anschließendem Foulelfmeter sowie wenig später einer Schlafeinlage der Kemberger Abwehr geschuldet.

Im anschließenden Heimspiel gegen Roßlau wurde klar mit 5:1 gewonnen, Neuzugang Nawfal Wakrim konnte mit zwei Toren glänzen, die weiteren Tore erzielten Michel Fiala, zwei, und Benedikt Richter. Wer Moritz Hillebrand als Torschützen vermisst, er konnte in diesem Spiel wegen einer gelbbedingten Sperre nicht mitwirken.

Danach war Mosigkau der Gegner und es wurde das erwartet schwere Spiel. Nach einer Ecke ging der Gastgeber in Führung aber nur wenig später gelang Moritz Hillebrand der Ausgleich. Es war eine zähe Angelegenheit, keine Mannschaft konnte richtig überzeugen, auch wenn Kemberg in der 2. Hälfte dominanter war. Als abermals Hillebrand fünf Minuten vor dem Abpfiff zur Führung traf, schienen die Fronten geklärt, aber in der Nachspielzeit gelang der Heimmannschaft doch noch der Ausgleichstreffer.

Dann folgten zwei Heimspiele hintereinander, gewissermaßen Derbys. Erst gab Victoria Wittenberg seine Visitenkarte in Kemberg ab und musste mit einer 1:3-Niederlage nach Hause fahren. Schon nach zwei Minuten führten die Gäste, mussten aber bereits sieben Minuten später den Ausgleich von Nawfal Wakrim hinnehmen. Danach war es eine, vor allem aus Kemberger Sicht, zähe Angelegenheit. Die Gäste standen massiv hinten drin und Kemberg rannte lange Zeit vergeblich gegen das aufgebaute Bollwerk an. Schließlich waren es in der Schlussphase Nawfal Wakrim und Moritz Hillebrand, die den Sieg sicher stellten.

Am heutigen Spieltag waren die Piesteritzer in Kemberg zu Gast und der 5:0-Sieg täuscht doch ganz schön über den Spielverlauf. Kemberg bekam in der ersten Hälfte praktisch keinen Fuß auf den Boden und musste froh sein, bis zur 45. Minute noch kein Gegentor bekommen zu haben. Gleich dreimal hatten die Gäste nach haarsträubenden Fehlern die Möglichkeit, Tore zu erzielen, zweimal wurde das leere Tor nicht getroffen und einmal konnte gerade noch rechtzeitig der Abschluss verhindert werden. Dann zeigte sich mal wieder diese seltsame Fußballwahrheit, die Mannschaft die unten steht, schafft keinen Treffer und die Mannschaft, die oben steht mach aus einer Chance kurz vor dem Halbzeitpfiff die Führung, Moritz Hillebrand war wieder einmal dafür verantwortlich. Nach der Pause konnte Kemberg die Begegnung dominieren und nach dem 3:0, Benedikt Richter und Michal Fiale waren die Torschützen, gaben sich die Gäste auf und so konnte Moritz Hillebrand vergleichsweise einfach einen Dreierpack schnüren und die Saisontreffer 21 und 22 erzielen. Durch diese Erfolge konnte der 2. Platz von Klieken zurückerobert werden.

Die Zweite konnte die zwei Rückrundenspiele gegen SG Pratau/Eutzsch/Seegrehna und VfB Gräfenhainichen sowie das Nachholspiel gegen Germania Wartenburg II klar gewinnen. Gegen Wartenburg war es bis zur 75. Minute ein einseitiges Spiel, Lucas Bischoff, Patrick Pietzner und dreimal Hannes Peeck sorgten für einen klaren 5:0-Vorsprung. Danach sorgten Leichtfertigkeiten für drei Gegentore, bis Andrzej Steiner den 6:3-Endstand besorgen konnte. Gegen die Spielgemeinschaft gelang der höchste Saisonsieg, der aber in der ersten Hälfte noch nicht abzusehen war. Erst kurz vor der Halbzeit gelang Patrick Pietzner der längst überfällige Führungstreffer und in der 2. Hälfte machten noch einmal Patrick Pietzner, zweimal Michael Aurast, zweimal Tristan Pawlisz und je einmal Hannes Peeck sowie Hannes Czubera den Deckel drauf. Am heutigen Spieltag war der VfB Gräfenhainichen der Gegner und es ging um den zweiten Platz. Überraschend einfach konnte ein klarer 3:0-Sieg erspielt werden, bei dem die Gäste nicht den Hauch einer Siegchance hatten. Vor der Halbzeit trafen Marcel Stahl und Michael Aurast, kurz nach der Pause Hannes Peeck. Damit konnte Gräfenhainichen als Tabellenzweiter abgelöst werden.

Und täglich grüßt das Murmeltier-abermals gelang es nicht, gegen eine defensiv ausgerichtete Mannschaft die richtigen Mittel zu finden und so musste völlig zu Recht das Ausscheiden im Kreispokal gegen Gräfenhainichen hin genommen werden. Die erste Hälfte war taktisch geprägt, Kemberg hatte gefühlt 100 % Ballbesitz, konnte damit aber nichts anfangen. Weder zentral noch über Außen konnte unmittelbare Gefahr erzeugt werden und so hatte der Gastgeber es relativ einfach, seinen Kasten sauber zu halten. Sie selber konnten nach vorn auch nicht viel Gefahr erzeugen, so dass es in den ersten 45 Minuten ein Spiel zwischen den Strafräumen wurde. Auch nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen nicht viel, bis dann eine Schlafeinlage in der 54. Minute plötzlich alles veränderte. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen startete Kevin Klanert völlig allein gelassen auf der rechten Seite und stand plötzlich allein vor Christoph Heede, dem er keine Chance ließ und zur Führung traf. Bei dieser Aktion konnte von einer Defensivarbeit überhaupt nicht gesprochen werden. Wenigstens berappelte sich Kemberg anschließend und in der 63. Minute war es Moritz Hillebrand, der mit einem direkt verwandelten Freistoß zum Ausgleich traf. Anschließend wurden die Kemberger Aktionen gefährlicher, der Zug zum Tor war zu erkennen und die Spielzüge endlich direkt und schnell durchgeführt. In dieser Phase hatte Youngster Hannes Czubera zweimal die Möglichkeit, die Führung zu erzielen. Erst kam er nach einer Flanke von Hillebrand nicht mehr richtig hinter den Ball und schoss neben den Kasten und wenig später machte er nach einem Klasse-Zuspiel fast alles richtig, nur landete sein Schuss auf der Latte. Damit war das Kemberger Pulver aber auch schon wieder verschossen und als sich schon alles auf eine Verlängerung einpendelte, stand Klanert in der 84. Minute vor einem Freistoß wieder völlig allein auf der rechten Seite. Niemand fühlte sich auch nur ansatzweise für ihn verantwortlich und der Freistoß von der Mittellinie wurde auch prompt auf ihn gespielt. Er hatte jetzt alle Zeit der Welt, den Ball anzunehmen, zur Torauslinie zu dribbeln und anschließend Richtung Elfmeterpunkt zu passen, wo Florian Uhrig allein gelassen stand und direkt zum 2:1 traf. Die folgenden knapp 10 Minuten fiel den Kembergern nichts mehr ein und so konnte Gräfenhainichen über einen jederzeit gerechtfertigten Sieg und Einzug ins Viertelfinale jubeln.

Aufstellung: Christoph Heede, Pascal Bischoff, Benjamin Hampel, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Patrick Köhler, Markus Girke, Hannes Czubera (85. Felix Uhrig), Jonte Disselhoff (65. Marc Seeger), Bastian Schenk (89. Philipp Krauß), Michal Fiala

 

Nach dem Unentschieden unserer 2.Männer im Punktspiel wurde das Pokalviertelfinale gegen den VfB Gräfenhainichen II mit Spannung erwartet. Der Spitzenreiter der Kreisliga Süd begann druckvoll und hatte schon frühzeitig durch einen Elfmeter die Möglichkeit, in Führung zu gehen ( Niklas Haake agierte unglücklich in der 4. min). Rene Leutnitz parierte diesen jedoch Klasse. Obwohl Kemberg in der Folgezeit besser ins Spiel und zu ersten Chancen kamen-bemerkenswert Haake in der 15. bzw. Marco Wend nach Ecke in der 24. min. - erzielte St.Kneist in der 26.min. das 1:0 für GHC. Ein zwingender Vorteil ergab sich für Gräfenhainichen daraus aber nicht. Deutliche Eckenvorteile sprachen für die Mannschaft um Kapitän Sebastian Schwabe. Der Ausgleich fiel nahezu folgerichtig nach einem Eckball, bei dem Wend die Gegenspieler auf sich zog und Patrick Pietzner freifliegend per Kopf vollenden konnte (1:1, 34. min.). Danach war unsere 2. bestimmend, begünstigt durch Fehler in der Abwehrarbeit des Gegners. Diese hätte Michael Aurast bestrafen können, als Wend im Strafraum gefoult wurde und er zum Elfer antrat. Sein Schuß war jedoch zu unplatziert und ging vorbei (43.min.). Eine Unsportlichkeit prägte das Pokalspiel danach entscheidend mit. Der souverän leitende Schiri Bläsing mußte M. Bahremand vorzeitig mit „Rot“ in die Kabine schicken (44.min.). Damit war das Mittelfeld- und Angriffspiel GHC`s in der gesamten 2. Halbzeit merklich geschwächt. Durchgehend größere Ballanteile mit Kopfball u. Schußchancen für unsere Männer zeichnen dies aus. Das 2:1 fiel aber wieder nach Eckball. Dieses mal von St. Kohnert kurz auf den einlaufenden Philipp Hillebrand geschlagen, der wuchtig aus 8m einköpfte-sehenswert in der 84. min.. Genauso der I-Tüpfel in der letzen Spielminute, als sich P. Pietzner im Strafraum durchtribbelte und zum umjubelten Endstand von 3:1 einkickte, sein drittes Tor im laufenden Pokalwettbewerb. Glückwunsch an das Team von Trainer Kai Furchner, der zur Zeit auf eine gut funktionierende Mannschaft zurüchgreifen kann.

Aufstellung: Rene' Leutnitz, Philipp Disselhoff (52. Marcel Stahl) Niklas Haake, Lucas Bischoff, Marco Wend, Sebastian Schwabe (61. Andrzej Steiner), N.Säume (81. Stefan Kohnert), Andre' Apitzsch, Patrick Pietzner, Michael Aurast, Philipp Hillebrand

Ein auch in der Höhe vollauf gerechtfertigter Sieg, der allerdings wegen Nachlässigkeiten und Fehlern gleich nach der Halbzeit in Gefahr geriet. Kemberg begann abwartend und überließ dem Gastgeber erst einmal die Initiative. Nach einem Fehlpass in der eigenen Hälfte startete ein Piesteritzer einen Sololauf, ließ abschließend den Ball zu weit weg springen, so dass Robin Brandenburg den Ball aufnehmen konnte. Nach gut 10 Minuten begann Kemberg zu kombinieren. Aus einer stabilen Abwehr heraus wurde nach Ballgewinn schnell nach vorn gespielt und erste Chancen kreiert. So zog Moritz Hillebrand nach guter Kombination aus 15 Metern ab und scheiterte am Torhüter, der den Ball mit den Fäusten abwehrte. Nach einem weiteren Schussversuch von Hillebrand, der geblockt wurde, chipte er in der 17. Minute auf Bastian Schenk, der allein vorm Torhüter an diesem scheiterte, den folgenden Eckball setzte Hillebrand direkt an die Latte. Zwischendurch hatte der Gastgeber mal wieder eine Möglichkeit, ein Freistoß konnte von Brandenburg sicher gehalten werden. In der 21. Minute ein perfekter Konter, Pascal Bischoff lief auf rechts bis zur Grundlinie, sah den lang stehenden Benedikt Richter, der winkte und von Bischoff perfekt bedient wurde. Der anschließende Volleyschuss war Lehrbuchreif und führte zum 0:1. Nur vier Minuten später erkämpft Patrick Köhler den Ball vor dem eigenen Strafraum, bedient Philipp Krauß, der auf Hillebrand passt. Dieser zieht konsequent in den Strafraum und sieht den frei stehenden Richter, der noch genügend Zeit hat, den Pass an zu nehmen, um überlegt zum 0:2 zu verwandeln. Danach bestimmte Kemberg die Partie eindeutig, Piesteritz hatte noch einmal ansatzweise eine Chance nach einem Dribbling, aber wieder sprang der Ball zu weit vom Fuß und ein Freistoß fand in Brandenburg seinen Meister. Kemberg dagegen überbot sich mal wieder selber am Auslassen klarster Chancen, Schenk nach Pass von Köhler allein vor dem Torhüter und Köhler frei stehend aus 5 Metern nach einem Eckball mussten schon fast erhöhen.

Nach der Pause zog aus nicht nachvollziehbaren Gründen Unruhe im Kemberger Abwehrverhalten und Spielaufbau ein. In der 54. Minute wurde der Ball vor dem eigenen Strafraum vertändelt, Tim Schölzel lief allein auf Brandenburg zu und verwandelte zum Anschlusstreffer. Danach kam Kemberg einige Male ins Schwimmen und in der 57. Minute musste Brandenburg Kopf und Kragen riskieren, um einen gefährlichen Querpass weg zu fischen. Nach etwa einer Stunde konnte er sich ein weiteres Mal bewähren und hielt einen Freistoß mit einer Faustabwehr. Nach den Einwechslungen von André Apitzsch und Markus Girke gelang es wieder, Ruhe in die Aktionen zu bringen und nach etwa 70 Minuten konnten wieder konstruktive Angriffe vorgetragen werden. Die Abwehr wurde auch endlich sicherer und die letzten 20 Minuten bestimmte Kemberg eindeutig. Nach Pass von Krauß ließ sich Richter abdrängen, ein Schuss von Schenk konnte gehalten werden und noch einmal Schenk konnte nur vom Torhüter gestoppt werden. Nachdem Hillebrand in der 80. Minute nach Pass von Fiala noch mit einem Rückpass scheiterte, belohnte er sich in der 83. Minute. Fiala erkämpfte in der eigenen Hälfte den Ball, passte nach rechts auf Girke, der den perfekten Pass zwischen zwei Abwehrspielern spielte. Hillebrand lief davon, umkurvte noch den Torhüter und schob zum 1:3, der Entscheidung, ein. Nur zwei Minuten später gewann Apitzsch einen Zweikampf, Benjamin Hampel gelang aus der Not heraus ein genauer Pass auf Hillebrand und der ließ seinen Bewacher einfach stehen. Er drang in den Strafraum ein und nach einem Schwenk versenkte er die Kugel unhaltbar in der langen Ecke. Das war es dann auch und Kemberg konnte die Heimreise mit einem Dreier antreten.

Sicherlich waren einige Aktionen sehenswert und ab und an auch sehr schön ausgeführt, allerdings stellt sich die Frage, wie es passieren konnte, dass nach einer solch souveränen Leistung in der ersten Hälfte diese 25 Minuten so konfus abliefen. Hieran muss gearbeitet werden, denn nicht immer bleiben solche Unzulänglichkeiten ungestraft.

Aufstellung: Robin Brandenburg, Philipp Krauß (89. Niklas Haake), Pascal Bischoff (63. Markus Girke), Benjamin Hampel, Matthias Liebmann (70. Andre Apitzsch), Moritz Hillebrand, Patrick Köhler, Benedikt Richter, Jonte Disselhoff, Bastian Schenk, Michal Fiala

Nach einer „Durststrecke“, Niederlagen gegen Abtsdorf, Friedersdorf, Annaburg (1:3, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich Sisinho), Jessen (1:2, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich Bastian Schenk) und dem klaren 6:2-Sieg gegen Aken (Kemberger Führung durch ein Eigentor, 1:2-Halbzeitrückstand, Tore von 2 X Michal Fiala, Bastian Schenk, Moritz Hillebrand, Sisinho) nach einer enormen Leistungssteigerung in der 2. Hälfte war am 28. Spieltag Ramsin der Gegner. Der Gastgeber steht tief im Abstiegsstrudel und war gewissermaßen zum Siegen verdammt. Kemberg wollte mit den erfolgreichen Tugenden zum Erfolg kommen und setzte auf Offensive mit drei Spitzen (Moritz Hillebrand, Sisinho, Bastian Schenk). Die Viererkette bildeten Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Andre Apitzsch und Benjamin Hampel, die Zehner-Position war mit Jonte Disselhoff besetzt und die beiden „Sechser“ bildeten Kapitano Michal Fiala und Matthias Liebmann, fehlt natürlich noch der Keeper Christoph Heede. Ramsin hatte sicherlich einen „Matchplan“, der aber bereits nach 3 Minuten von Kemberg durchkreuzt wurde. In der ersten Minute ließ Ramsin nach eigenem Anstoß den Ball in den eigenen Reihen und der eigenen Hälfte laufen, erst störte Hillebrand und brachte einen Abwehrspiele in Bredouille, der zu kurz auf seinen Torhüter passte. Sisinho erkannte die Situation, erlief den Ball und verwandelte eiskalt und flach in die kurze Ecke. Der 2. Ballbesitz erfolgte wieder nach Pressing und diese Situation konnte vom Gastgeber nur mit einem Foulspiel unterbunden werden. Den Freistoß schlug Hillebrand Richtung kurzen Pfosten, Fiala lief perfekt ein und köpfte zum schnellen 0:2 ein, sein 20. Saisontreffer. Danach war zu erkennen, dass der Gastgeber mit offensiven Pressing die Kemberger Abwehr unter Druck setzen wollte, was aber auf Grund der konsequenten Abwehrarbeit in allen Bereichen verpuffte. Im Gegensatz dazu konnte Kemberg die Ramsiner Abwehr immer wieder unter Druck setzen und Sisinho nach einem Flankenlauf und einer „verunglückten“ Flanke, die auf er Latte landete sowie einem Kopfball von Fiala nach Freistoß von Hampel sorgten für weitere Chancen. In der 23. Minute konnte ein Kemberger Eckball nur bis zu Schenk abgewehrt werden, der flankte vor den Kasten, Sisinho verfehlte und Hillebrand schoss gegen den Außenpfosten. In der 30. Minute sahen die Zuschauer eine gelungene Kemberger Kombination, mehrere Doppelpässe vor dem Ramsiner Strafraum sorgten für Durcheinander, Sisinho kam an den Ball, schaute hoch und sah den völlig blank stehenden Schenk, der den Ball seelenruhig annehmen konnte und zum 0:3 in die lange Ecke einschob. Der Gastgeber hatte diesem Angriffswirbel nichts entgegen zu setzen und konnte froh sein, bis zur Pause nicht noch höher in Rückstand geraten zu sein. Hillebrand hatte nach Pass von Disselhoff eine Schusschance, in der 41. Minute passte Bischoff zu Sisinho, der in den Fünfmeterraum dribbelte und nur noch am Pfosten scheiterte, ebenso wie Fiala kurz vor der Halbzeit, als sein Kopfball nach erneuter Freistoßhereingabe von Hillebrand an den Pfosten klatschte.

Nach der Pause erweckte Ramsin den Anschein, noch etwas bewegen zu wollen, brachte sich aber in der 50. Minute mit einem weiteren haarsträubenden Abwehrfehler in Bedrängnis, als ein Abwehrspieler zu lasch zum eigenen Torhüter zurück köpfte, dieses von Hillebrand erkannt wurde und er vor dem Torhüter an den Ball kam und zum 0:4 verwandelte. Damit war die Begegnung praktisch gelaufen und Kemberg wollte die restlichen Minuten auf jeden Fall dieses zu-Null halten. Der Gastgeber setzte alles daran, dies zu verhindern und zeigte ab und an gefällige Kombinationen. Nach einem Schuss, der knapp den Kasten verfehlte, hatte ein Ramsiner in der 70. Minute allein vor Heede die Riesenchance, tunnelte ihn, aber irgendwie kam Heede noch mit den Hacken an den Ball, der gegen den Pfosten trudelte und anschließend in das Toraus befördert werden konnte. Der anschließende Eckball wurde abgefangen und Felix Uhrig startete den Konter über links, die Eingabe wurde abgeblockt, jedoch von Hillebrand erkämpft, der den völlig frei stehenden Bischoff sah, zu ihm passte und dieser ließ sich die Chance zum 0:5 nicht entgehen. Damit waren natürlich alle Zweifel über den Spielausgang ausgeräumt und Kemberg schraubte das Ergebnis in den verbleibenden Minuten noch deutlich nach oben. Hillebrand in der 82. Minute nach missglückter Abseitsfalle und Alleingang, Fiala nach Strafstoß und vorhergehendem Foulspiel an Bischoff sowie nach Pass von Hillebrand auf Bischoff stand es schließlich 0:8. Bei solch einem Ergebnis muss selbstverständlich von einer guten Mannschaftsleistung gesprochen werden, aber Philipp Krauß und Matthias Liebmann verdienen doch eine Sondererwähnung, da beide an diesem Tag praktisch fehlerfrei agierten und ständig präsent waren. Bleibt noch zu erwähnen, dass dies der höchste Auswärtssieg in der Landesklassegeschichte des SV Rot-Weiß Kemberg war.

Aufstellung: Christoph Heede, Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Benjamin Hampel (64. Felix Uhrig), Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Sisinho (64. Julian Ruprecht), Michal Fiala, Jonte Disselhoff (77. Philipp Disselhoff), Bastian Schenk

Nach gut einer Viertelstunde stand es bereits 3:0 für die Friedersdorfer und sie mussten sich noch nicht einmal dafür anstrengen. Es war schon seltsam, mit anzusehen, wie hilflos teilweise im eigenen Strafraum agiert wurde. Das Spiel lief gerade mal eine Minute, Kemberg hatte noch nicht einmal den Ball berührt und da stand es bereits 0:1, allerdings durch einen sehr sehenswerten Angriff, bei dem anfangs hin und her und dann der überraschende Steilpass gespielt wurde. Ein Friedersdorfer startet durch und spielt quer zum mitgelaufenen und völlig frei stehenden Ron Peters, der keine Mühe hatte, ins leere Tor einzuschieben. In der 15. Minute wurde ein Freistoß in den Strafraum geschlagen und aus unerfindlichen Gründen stand Patrick Thiel völlig blank am Fünfmeterraum und traf mit einem Kopfball. Nur drei Minuten später erneut ein Freistoß, der hoch in den Strafraum geschlagen wurde, der Kopfballabwehrversuch ging buchstäblich nach hinten los und alle Kemberger Abwehrspieler in Ballnähe wirkten wie festgenagelt, so dass dieses Mal Marcel Palm keine Mühe hatte, zum 0:3 zu treffen. Danach ließen die Gäste zusehends die Zügel schleifen und Kemberg kam auch über die Mittellinie und zu Chancen. Nach Einwurf von Benjamin Hampel war nach Ablage von Sisinho der Schuss von Lucas Bischoff zu lasch, nach guter Kombination zwischen Matthias Liebmann und Moritz Hillebrand schoss Sisinho knapp über das Lattenkreuz und in der 32. Minute hatte Liebmann eine Riesenchance, als er von Sisinho angespielt zu zögerlich agierte und anstatt zu schießen in die Mitte flankte. Der abgewehrte Ball kam noch einmal zu ihm und der folgende Schuss geriet viel zu drucklos. Die Gäste lauerten auf Fehler und Kontermöglichkeiten, jedoch fiel der 4. Treffer praktisch mit dem Pausenpfiff, als Rene Reppert einen Freistoß noch aus der eigenen Hälfte hoch nach vorn schlug. Der Ball wurde von Robin Brandenburg total unterschätzt, er konnte den Ball zwar halten, geriet jedoch bei dieser Bewegung mit dem Ball in der Hand hinter die Torlinie. So stand dieses klare 0:4 zu Buche, ohne dass die Gäste viel dafür tun mussten.

Nach der Pause schalteten die Gäste noch einmal zurück und Kemberg war optisch überlegen ohne jedoch Friedersdorf noch in Bedrängnis bringen zu können. So wurde diese zweite Hälfte fast schon langweilig, positiv war nur, dass Kemberg keinen Gegentreffer mehr hinnehmen musste. Kemberg selber hatte nach einem Eckball eine Schusschance, nach Doppelpass zwischen Hillebrand und Sisinho schoss Hillebrand zu ungenau und in der 82. Minute hatte Patrick Pietzner die größte Kemberger Chance nach einer guten Kombination, bei der Sisinho auf Hillebrand passte und dieser an den langen Pfosten flankte, wo Pietzner stand und den Ball mit einem Seitfallzieher direkt nahm, allerdings am Torhüter scheiterte. Die Gäste hatten in dieser 2. Hälfte nur noch einen Kopfball über das Tor und konnten ein Durcheinander im Kemberger Strafraum nicht nutzen.

Diesen Samstag geht es nach Annaburg und es kann nur gehofft werden, dass die Mannschaft dieses Mal nicht wieder in eine an diesem Tag zu beobachtende Agonie verfällt.

Aufstellung: Robin Brandenburg (46. Christoph Heede), Philipp Krauß, Sisinho, Benjamin Hampel, Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand (84. Michael Aurast), Jonte Disselhoff, Bastian Schenk, Lucas Bischoff (61. Patrick Pietzner), Julian Ruprecht

Kurzfristige krankheitsbedingte Absagen sorgten dafür, dass nur zwei Auswechselspieler mit nach Mosigkau fahren konnten. Dies konnte an diesem Spieltag jedoch problemlos weg gesteckt werden und Kemberg den zweiten Auswärtserfolg in dieser Saison einfahren. Einige Nachlässigkeiten der Kemberger in der Anfangsphase sorgten für Aufreger, in der 3. Minute konnte ein Durchbruch Richtung Torauslinie nicht verhindert werden und nach der anschließenden Flanke kam es zu einem Durcheinander im Kemberger Fünfmeterraum. Zwei Minuten später gab es Freistoß aus dem Halbfeld für die Gastgeber, der in den Strafraum gechipt wurde, der folgende Kopfball ging über den Kasten. Im Gegenzug passte Michal Fiala auf den rechts durchbrechenden Philipp Krauß und dessen Eingabe erreichte Moritz Hillebrand, der dribbelte und gefällt wurde, den fälligen Strafstoß verwandelte Kapitano Fiala gewohnt souverän. Nach der Führung spielte Kemberg abwartend und überließ dem Gastgeber die Initiative. Damit konnten diese jedoch nicht viel anfangen, denn die Kemberger Abwehrleistung war an diesem Tag sehr ansprechend. So ergaben sich nach zwei Freistößen und einem Dribbling Kopfballchancen, jedes Mal wurde über den Kasten geköpft, so dass Keeper Robin Brandenburg einen relativ geruhsamen Nachmittag verleben konnte. Nach gut 20 Minuten übernahm Kemberg endgültig das Zepter und in der 23. Minute spielte Pascal Bischoff Sebastian Hartmann an, der auf Bastian Schenk durchsteckte, welcher mit dem schwächeren rechten Fuß abschloss, so dass es nur ein Roller wurde. 10 Minuten später warf Benjamin Hampel einen Einwurf in den Strafraum und nach einigem Durcheinander gelangte der Ball zu Schenk, der aus 8 Metern über den Kasten schoss. Kurz vor der Halbzeit erlief Bischoff einen Querpass und schloss sofort aus 20 Metern ab, allerdings ging der Schuss neben den Kasten. Somit ging es mit dem knappen 1:0-Vorsprung in die Kabinen. Aus denen kam der Gastgeber bedeutend wacher und in der 47. Minute wurde ein Freistoß in den Kemberger Strafraum geschlagen, die Kopfballverlängerung gelangte zu einem Mosigkauer und der legte quer auf Lukas Weidel, der aus Nahdistanz zum Ausgleich traf. Kemberg schüttelte sich kurz in der 51. Minute fing Hartmann einen Pass ab, spielte auf Moritz Hillebrand, der nach rechts auf Bischoff passte. Der Ball kam durch, Bischoff stand allein vorm Torhüter und verwandelte sicher zur erneuten Führung. Leider verletzte er sich bei der Aktion und musste ausgewechselt werden. Dieser Treffer hemmte den Gastgeber deutlich und die Kemberger Abwehrarbeit wurde zunehmend sicherer. In der 64. Minute erhielt Kemberg einen Freistoß etwa 25 Meter halbrechts vorm Strafraumeck. Mosigkau schien die Gefahr zu unterschätzen und stellte eine Ein-Mann-Mauer, was natürlich nicht diesen Namen verdiente. Der Torhüter spekulierte auf eine Flanke und sicherte die lange Ecke ab. Hillebrand erkannte die Situation und traf direkt in die kurze Ecke zum 3:1. Danach war der Drops gelutscht, der Gastgeber konnte nicht mehr und Kemberg wollte nicht mehr. Allerdings wäre ein höherer Sieg durchaus drin gewesen, wenn in drei, vier Situationen der angebrachtere Pass gespielt worden wäre. Letztlich war es ein jederzeit verdienter Sieg und Kemberg konnte sich damit auf den 6. Platz verbessern. Besondere Erwähnung findet an diesem Spieltag Philipp Krauß, der nicht nur defensiv seine Aufgabe sicher erfüllte, sondern auch offensiv Akzente setzen konnte. Aufstellung: Robin Brandenburg, Pascal Bischoff (52. Sisinho), Lucas Bischoff (72. Felix Uhrig), Benjamin Hampel, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Sebastian Hartmann, Michal Fiala, Bastian Schenk, Philipp Krauß, Julian Ruprecht

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