Vorletztes Vorbereitungsspiel, zweite Pleite und wieder gelang es nicht, die Vorgaben um zu setzen. Gegen einen Gegner, der in der kommenden Kreisoberligasaison definitiv eine Spitzenpostion erreichen wird, fehlte vieles. Das Zweikampfverhalten ließ zu wünschen übrig und viele Fehlabspiele hemmten den Spielfluss. Die Gäste traten mit einem klaren Konzept an, hinten sicher und kompakt stehen und mit langen Pässen für Gefahr sorgen. Bereits in der 7. Minute ging dieses Konzept auf, ein langer Ball auf Sebastian Marschner, der den Ball ungestört annehmen konnte, sich um seinen Gegenspieler drehte und anschließend flach in die lange Ecke verwandelte, von konsequenten Zweikampfverhalten war da nicht viel zu erkennen. In der Folge versuchte Kemberg, das Spiel zu gestalten, aber viele Einzelaktionen machten es den Pratauern leicht, die meisten Angriffe zu unterbinden. Chancen gab es dann aber doch, Pascal Bischoff schoss völlig frei stehend aus 14 Metern dem Torhüter in die Arme und Benedikt Richter setzte einen Kopfball zu hoch an. Auch in der 2. Hälfte änderte sich nichts, im Gegenteil, Kembergs Aktionen wurden noch fahriger, noch ungenauer und Pratau hatte immer weniger Probleme, den Vorsprung zu halten und zu verwalten. Kemberg gelang es gar nicht mehr, gefährlich vor den Pratauer Kasten zu kommen und in der 88. Minute wurde wieder einmal lang nach vorn Gespielt, wo Maximilian Preuß in der Mitte 25 Meter vor dem Kasten den Ball seelenruhig annehmen konnte. Trotz mehrerer Kemberger Abwehrspieler in unmittelbarer Nähe konnte er unbedrängt Richtung Tor marschieren und zum 0:2 verwandeln, hier wirkte die Abwehr eher wie ein Escort-Service. Somit bleibt jetzt noch ein Spiel am 18.08.18, Anstoß 14:00 Uhr in Zörbig, um den Punktspielauftakt eine Woche später vorzubereiten.

10 Tage nach dem überzeugenden Sieg gegen Grün-Weiß Piesteritz trat mit dem FSV Bennstedt eine Mannschaft an, die in der Landesklasse Staffel 6 beheimatet ist. Das Spiel sollte zeigen, dass solche Leistungen wie gegen Piesteritz kein Selbstläufer ist und alle Mannschaftsteile noch Abstimmungsprobleme haben, was vor allem die 2. Halbzeit zeigte. Natürlich muss beiden Mannschaften zugute gehalten werden, dass dieses Spiel bei brütender Hitze statt fand und selbst die Zuschauer unter der schützenden Tribüne ins Schwitzen kamen. In der ersten Halbzeit gab es wenige Aufreger, der erste, als bereits in der 1. Minute ein Rückpass zu kurz geriet, der Schuss aber neben den Kasten ging. Leider musste bereits in der 2. Minute Bastian Schenk verletzungsbedingt ausgewechselt werden, der im gegnerischen Strafraum umknickte. Ansonsten gab es kaum Höhepunkte, viele Pässe landeten im Niemandsland, da mal ein Schuss oder ein Freistoß. Die größte Möglichkeit hatte Kemberg nach etwa einer halben Stunde, als Moritz Hillebrand auf Benedikt Richter passte und dieser allein Richtung Tor Lief. Bennstedts Torhüter kam raus, Richter umdribbelte diesen, wurde dabei aber zu weit nach außen gedrängt, so dass der Winkel zum Tor zu ungünstig wurde die Aktion verpuffte. Nach der Pause wurde die Begegnung nicht unbedingt besser, aber jetzt entschieden Fehler die Partie. Erst geriet Keeper Christoph Heede in der 60. Minute eine Abwehraktion zu kurz, den Ball konnte Tobias Lindrath annehmen und hatte freie Bahn Richtung Tor, um das 0:1 zu erzielen. Nur eine Minute später konnte Heede einen Heber gerade noch so erreichen, ließ den Ball aber nach vorn fallen, wo Lindrath zur Stelle war und zum 0:2 traf, hier hatte die Abwehr eine Schlafeinlage. In der 76. Minute keimte Hoffnung auf, als Lucas Bischoff einem Kopfball abstaubte, vorher hatte nach Freistoß von Hillebrand Richter mit einem Kopfball den Pfosten getroffen und der Abpraller gelangte zu Bischoff. Diese Hoffnung währte nicht lange, denn in der 81. Minute gab es Freistoß für die Gäste und Lindrath erzielte seinen dritten Treffer. Kurz vor Spielschluss machte Mario Hannich den „Deckel“ drauf, als er einen Fehlpass erlief, noch zwei Spieler austrickste und in die lange Ecke schoss. Kemberg dagegen nur eine weitere Chance, als Lucas Bischoff aus 14 Metern mit einem Schuss am Bennstedter Keeper scheiterte.

Knapp drei Wochen vor dem Punktspielstart am 25.08.2019 steht das restliche Vorbereitungsprogramm. Neben den üblichen Trainingseinheiten werden noch zwei Vorbereitungsspiele ausgetragen. Am 11.08.2018, Anstoß 15:00 Uhr, tritt der ambitionierte Kreisoberligist Blau-Rot Pratau in Kemberg an. Am 18.08.2018 reist Kemberg nach Zörbig, wo gegen den Landesklassisten der Staffel 4, Zörbiger FC, gespielt wird, Anstoß 14:00 Uhr. Dieses Spiel sollte ursprünglich am 11.08.2018 zur Austragung kommen, aber die Zörbiger spielen an diesem Tag bereits im Kreispokal.  

Piesteritz wollte an diesem Mittwoch eigentlich gegen Zörbig spielen. Der Gegner sagte ab und so sprang Kemberg kurzfristig ein, was sicherlich dankenswert war. Trotz drückender Hitze (bis zum Abpfiff betrugen die Temperaturen immer noch über 30 Grad) setzten beide Mannschaften auf Tempo und nach einem Abwehrfehler nutzte der Piesteritzer Neuzugang Tim Schölzel die entstandene Chance zur Führung in der 5. Minute. 10 Minuten später ein Kemberger Konter, Moritz Hillebrand stecke auf Jonte Disselhoff durch, der zum Ausgleich traf. In der 20. Minute sorgte ein erneuter Kemberger Abwehrfehler für Gefahr und abermals war es Schölzel, der eiskalt zur erneuten Führung verwandelte. Kemberg ließ sich von den Rückständen nicht beirren und in der 29. Minute sah Hillebrand kurz hinter der Mittellinie stehend, dass der Piesteritzer Keeper zu weit vor seinem Kasten stand, er zog ab und traf zum Ausgleich aus 40 Metern. Mittlerweile war die Kemberger Abwehr geordneter und auch Keeper Christoph Heede hatte einen guten Tag, der eine Riesenchance mit einem Reflex zur Ecke abwehren konnte. In der 38. Minute startete Neuzugang Benedikt Richter noch aus der eigenen Hälfte einen Konter. Im Strafraum verhaspelte er sich ein wenig, konnte den Ball aber noch quer zu Hillebrand passen, der zum 2:3 traf. Kurz vor der Halbzeit war es Richter selber, der zur 2:4-Führung traf. Nach der Pause bestimmte Kemberg das Spiel, die Abwehrarbeit wurde zunehmend sicherer und wenn doch mal was durchkam, zeigte Heede seine Klasse. Neuzugang Patrick Köhler wurde immer sicherer und leitete die beiden letzten Treffer ein. Erst spielte er in der 63. Minute nach einem Pass von Hannes Czubera quer auf Felix Uhrig, der zum 2:5 traf und in der 76. Minute bediente er Richter, der dass 2:6 erzielte. Letztlich war es ein Vorbereitungsspiel und man sollte schon alles relativieren, allerdings bleibt es unter dem Strich ein klarer Sieg gegen den Landesligisten Piesteritz.

Nach einer „Durststrecke“, Niederlagen gegen Abtsdorf, Friedersdorf, Annaburg (1:3, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich Sisinho), Jessen (1:2, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich Bastian Schenk) und dem klaren 6:2-Sieg gegen Aken (Kemberger Führung durch ein Eigentor, 1:2-Halbzeitrückstand, Tore von 2 X Michal Fiala, Bastian Schenk, Moritz Hillebrand, Sisinho) nach einer enormen Leistungssteigerung in der 2. Hälfte war am 28. Spieltag Ramsin der Gegner. Der Gastgeber steht tief im Abstiegsstrudel und war gewissermaßen zum Siegen verdammt. Kemberg wollte mit den erfolgreichen Tugenden zum Erfolg kommen und setzte auf Offensive mit drei Spitzen (Moritz Hillebrand, Sisinho, Bastian Schenk). Die Viererkette bildeten Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Andre Apitzsch und Benjamin Hampel, die Zehner-Position war mit Jonte Disselhoff besetzt und die beiden „Sechser“ bildeten Kapitano Michal Fiala und Matthias Liebmann, fehlt natürlich noch der Keeper Christoph Heede. Ramsin hatte sicherlich einen „Matchplan“, der aber bereits nach 3 Minuten von Kemberg durchkreuzt wurde. In der ersten Minute ließ Ramsin nach eigenem Anstoß den Ball in den eigenen Reihen und der eigenen Hälfte laufen, erst störte Hillebrand und brachte einen Abwehrspiele in Bredouille, der zu kurz auf seinen Torhüter passte. Sisinho erkannte die Situation, erlief den Ball und verwandelte eiskalt und flach in die kurze Ecke. Der 2. Ballbesitz erfolgte wieder nach Pressing und diese Situation konnte vom Gastgeber nur mit einem Foulspiel unterbunden werden. Den Freistoß schlug Hillebrand Richtung kurzen Pfosten, Fiala lief perfekt ein und köpfte zum schnellen 0:2 ein, sein 20. Saisontreffer. Danach war zu erkennen, dass der Gastgeber mit offensiven Pressing die Kemberger Abwehr unter Druck setzen wollte, was aber auf Grund der konsequenten Abwehrarbeit in allen Bereichen verpuffte. Im Gegensatz dazu konnte Kemberg die Ramsiner Abwehr immer wieder unter Druck setzen und Sisinho nach einem Flankenlauf und einer „verunglückten“ Flanke, die auf er Latte landete sowie einem Kopfball von Fiala nach Freistoß von Hampel sorgten für weitere Chancen. In der 23. Minute konnte ein Kemberger Eckball nur bis zu Schenk abgewehrt werden, der flankte vor den Kasten, Sisinho verfehlte und Hillebrand schoss gegen den Außenpfosten. In der 30. Minute sahen die Zuschauer eine gelungene Kemberger Kombination, mehrere Doppelpässe vor dem Ramsiner Strafraum sorgten für Durcheinander, Sisinho kam an den Ball, schaute hoch und sah den völlig blank stehenden Schenk, der den Ball seelenruhig annehmen konnte und zum 0:3 in die lange Ecke einschob. Der Gastgeber hatte diesem Angriffswirbel nichts entgegen zu setzen und konnte froh sein, bis zur Pause nicht noch höher in Rückstand geraten zu sein. Hillebrand hatte nach Pass von Disselhoff eine Schusschance, in der 41. Minute passte Bischoff zu Sisinho, der in den Fünfmeterraum dribbelte und nur noch am Pfosten scheiterte, ebenso wie Fiala kurz vor der Halbzeit, als sein Kopfball nach erneuter Freistoßhereingabe von Hillebrand an den Pfosten klatschte.

Nach der Pause erweckte Ramsin den Anschein, noch etwas bewegen zu wollen, brachte sich aber in der 50. Minute mit einem weiteren haarsträubenden Abwehrfehler in Bedrängnis, als ein Abwehrspieler zu lasch zum eigenen Torhüter zurück köpfte, dieses von Hillebrand erkannt wurde und er vor dem Torhüter an den Ball kam und zum 0:4 verwandelte. Damit war die Begegnung praktisch gelaufen und Kemberg wollte die restlichen Minuten auf jeden Fall dieses zu-Null halten. Der Gastgeber setzte alles daran, dies zu verhindern und zeigte ab und an gefällige Kombinationen. Nach einem Schuss, der knapp den Kasten verfehlte, hatte ein Ramsiner in der 70. Minute allein vor Heede die Riesenchance, tunnelte ihn, aber irgendwie kam Heede noch mit den Hacken an den Ball, der gegen den Pfosten trudelte und anschließend in das Toraus befördert werden konnte. Der anschließende Eckball wurde abgefangen und Felix Uhrig startete den Konter über links, die Eingabe wurde abgeblockt, jedoch von Hillebrand erkämpft, der den völlig frei stehenden Bischoff sah, zu ihm passte und dieser ließ sich die Chance zum 0:5 nicht entgehen. Damit waren natürlich alle Zweifel über den Spielausgang ausgeräumt und Kemberg schraubte das Ergebnis in den verbleibenden Minuten noch deutlich nach oben. Hillebrand in der 82. Minute nach missglückter Abseitsfalle und Alleingang, Fiala nach Strafstoß und vorhergehendem Foulspiel an Bischoff sowie nach Pass von Hillebrand auf Bischoff stand es schließlich 0:8. Bei solch einem Ergebnis muss selbstverständlich von einer guten Mannschaftsleistung gesprochen werden, aber Philipp Krauß und Matthias Liebmann verdienen doch eine Sondererwähnung, da beide an diesem Tag praktisch fehlerfrei agierten und ständig präsent waren. Bleibt noch zu erwähnen, dass dies der höchste Auswärtssieg in der Landesklassegeschichte des SV Rot-Weiß Kemberg war.

Aufstellung: Christoph Heede, Pascal Bischoff, Philipp Krauß, Benjamin Hampel (64. Felix Uhrig), Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Sisinho (64. Julian Ruprecht), Michal Fiala, Jonte Disselhoff (77. Philipp Disselhoff), Bastian Schenk

Nach gut einer Viertelstunde stand es bereits 3:0 für die Friedersdorfer und sie mussten sich noch nicht einmal dafür anstrengen. Es war schon seltsam, mit anzusehen, wie hilflos teilweise im eigenen Strafraum agiert wurde. Das Spiel lief gerade mal eine Minute, Kemberg hatte noch nicht einmal den Ball berührt und da stand es bereits 0:1, allerdings durch einen sehr sehenswerten Angriff, bei dem anfangs hin und her und dann der überraschende Steilpass gespielt wurde. Ein Friedersdorfer startet durch und spielt quer zum mitgelaufenen und völlig frei stehenden Ron Peters, der keine Mühe hatte, ins leere Tor einzuschieben. In der 15. Minute wurde ein Freistoß in den Strafraum geschlagen und aus unerfindlichen Gründen stand Patrick Thiel völlig blank am Fünfmeterraum und traf mit einem Kopfball. Nur drei Minuten später erneut ein Freistoß, der hoch in den Strafraum geschlagen wurde, der Kopfballabwehrversuch ging buchstäblich nach hinten los und alle Kemberger Abwehrspieler in Ballnähe wirkten wie festgenagelt, so dass dieses Mal Marcel Palm keine Mühe hatte, zum 0:3 zu treffen. Danach ließen die Gäste zusehends die Zügel schleifen und Kemberg kam auch über die Mittellinie und zu Chancen. Nach Einwurf von Benjamin Hampel war nach Ablage von Sisinho der Schuss von Lucas Bischoff zu lasch, nach guter Kombination zwischen Matthias Liebmann und Moritz Hillebrand schoss Sisinho knapp über das Lattenkreuz und in der 32. Minute hatte Liebmann eine Riesenchance, als er von Sisinho angespielt zu zögerlich agierte und anstatt zu schießen in die Mitte flankte. Der abgewehrte Ball kam noch einmal zu ihm und der folgende Schuss geriet viel zu drucklos. Die Gäste lauerten auf Fehler und Kontermöglichkeiten, jedoch fiel der 4. Treffer praktisch mit dem Pausenpfiff, als Rene Reppert einen Freistoß noch aus der eigenen Hälfte hoch nach vorn schlug. Der Ball wurde von Robin Brandenburg total unterschätzt, er konnte den Ball zwar halten, geriet jedoch bei dieser Bewegung mit dem Ball in der Hand hinter die Torlinie. So stand dieses klare 0:4 zu Buche, ohne dass die Gäste viel dafür tun mussten.

Nach der Pause schalteten die Gäste noch einmal zurück und Kemberg war optisch überlegen ohne jedoch Friedersdorf noch in Bedrängnis bringen zu können. So wurde diese zweite Hälfte fast schon langweilig, positiv war nur, dass Kemberg keinen Gegentreffer mehr hinnehmen musste. Kemberg selber hatte nach einem Eckball eine Schusschance, nach Doppelpass zwischen Hillebrand und Sisinho schoss Hillebrand zu ungenau und in der 82. Minute hatte Patrick Pietzner die größte Kemberger Chance nach einer guten Kombination, bei der Sisinho auf Hillebrand passte und dieser an den langen Pfosten flankte, wo Pietzner stand und den Ball mit einem Seitfallzieher direkt nahm, allerdings am Torhüter scheiterte. Die Gäste hatten in dieser 2. Hälfte nur noch einen Kopfball über das Tor und konnten ein Durcheinander im Kemberger Strafraum nicht nutzen.

Diesen Samstag geht es nach Annaburg und es kann nur gehofft werden, dass die Mannschaft dieses Mal nicht wieder in eine an diesem Tag zu beobachtende Agonie verfällt.

Aufstellung: Robin Brandenburg (46. Christoph Heede), Philipp Krauß, Sisinho, Benjamin Hampel, Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand (84. Michael Aurast), Jonte Disselhoff, Bastian Schenk, Lucas Bischoff (61. Patrick Pietzner), Julian Ruprecht

Kurzfristige krankheitsbedingte Absagen sorgten dafür, dass nur zwei Auswechselspieler mit nach Mosigkau fahren konnten. Dies konnte an diesem Spieltag jedoch problemlos weg gesteckt werden und Kemberg den zweiten Auswärtserfolg in dieser Saison einfahren. Einige Nachlässigkeiten der Kemberger in der Anfangsphase sorgten für Aufreger, in der 3. Minute konnte ein Durchbruch Richtung Torauslinie nicht verhindert werden und nach der anschließenden Flanke kam es zu einem Durcheinander im Kemberger Fünfmeterraum. Zwei Minuten später gab es Freistoß aus dem Halbfeld für die Gastgeber, der in den Strafraum gechipt wurde, der folgende Kopfball ging über den Kasten. Im Gegenzug passte Michal Fiala auf den rechts durchbrechenden Philipp Krauß und dessen Eingabe erreichte Moritz Hillebrand, der dribbelte und gefällt wurde, den fälligen Strafstoß verwandelte Kapitano Fiala gewohnt souverän. Nach der Führung spielte Kemberg abwartend und überließ dem Gastgeber die Initiative. Damit konnten diese jedoch nicht viel anfangen, denn die Kemberger Abwehrleistung war an diesem Tag sehr ansprechend. So ergaben sich nach zwei Freistößen und einem Dribbling Kopfballchancen, jedes Mal wurde über den Kasten geköpft, so dass Keeper Robin Brandenburg einen relativ geruhsamen Nachmittag verleben konnte. Nach gut 20 Minuten übernahm Kemberg endgültig das Zepter und in der 23. Minute spielte Pascal Bischoff Sebastian Hartmann an, der auf Bastian Schenk durchsteckte, welcher mit dem schwächeren rechten Fuß abschloss, so dass es nur ein Roller wurde. 10 Minuten später warf Benjamin Hampel einen Einwurf in den Strafraum und nach einigem Durcheinander gelangte der Ball zu Schenk, der aus 8 Metern über den Kasten schoss. Kurz vor der Halbzeit erlief Bischoff einen Querpass und schloss sofort aus 20 Metern ab, allerdings ging der Schuss neben den Kasten. Somit ging es mit dem knappen 1:0-Vorsprung in die Kabinen. Aus denen kam der Gastgeber bedeutend wacher und in der 47. Minute wurde ein Freistoß in den Kemberger Strafraum geschlagen, die Kopfballverlängerung gelangte zu einem Mosigkauer und der legte quer auf Lukas Weidel, der aus Nahdistanz zum Ausgleich traf. Kemberg schüttelte sich kurz in der 51. Minute fing Hartmann einen Pass ab, spielte auf Moritz Hillebrand, der nach rechts auf Bischoff passte. Der Ball kam durch, Bischoff stand allein vorm Torhüter und verwandelte sicher zur erneuten Führung. Leider verletzte er sich bei der Aktion und musste ausgewechselt werden. Dieser Treffer hemmte den Gastgeber deutlich und die Kemberger Abwehrarbeit wurde zunehmend sicherer. In der 64. Minute erhielt Kemberg einen Freistoß etwa 25 Meter halbrechts vorm Strafraumeck. Mosigkau schien die Gefahr zu unterschätzen und stellte eine Ein-Mann-Mauer, was natürlich nicht diesen Namen verdiente. Der Torhüter spekulierte auf eine Flanke und sicherte die lange Ecke ab. Hillebrand erkannte die Situation und traf direkt in die kurze Ecke zum 3:1. Danach war der Drops gelutscht, der Gastgeber konnte nicht mehr und Kemberg wollte nicht mehr. Allerdings wäre ein höherer Sieg durchaus drin gewesen, wenn in drei, vier Situationen der angebrachtere Pass gespielt worden wäre. Letztlich war es ein jederzeit verdienter Sieg und Kemberg konnte sich damit auf den 6. Platz verbessern. Besondere Erwähnung findet an diesem Spieltag Philipp Krauß, der nicht nur defensiv seine Aufgabe sicher erfüllte, sondern auch offensiv Akzente setzen konnte. Aufstellung: Robin Brandenburg, Pascal Bischoff (52. Sisinho), Lucas Bischoff (72. Felix Uhrig), Benjamin Hampel, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand, Sebastian Hartmann, Michal Fiala, Bastian Schenk, Philipp Krauß, Julian Ruprecht

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