Das Normale ist eingetreten, der Tabellenführer gewann sein Heimspiel gegen den Tabellenachten. Es zeigte sich zum wiederholten Mal, dass eine Spitzenmannschaft von Effizienz lebt, denn lediglich drei Chancen in der ersten Hälfte reichten, um 2 Tore zu erzielen. Kemberg versteckte sich nicht und agierte mit zwei Spitzen. Im Defensivbereich wurde die Marschroute ausgegeben, konsequent zu klären und so lange diese Marschroute eingehalten wurde, passierte auch nicht viel. Nachdem Kemberg durch Sebastian Hartmann ein erster Abschluss gelang, starteten die Gastgeber in der 12. Minute einen Angriff, der abgefangen werden konnte, jedoch konnte sie Situation nicht ausreichend geklärt werden. Köthen kam gleich wieder in Ballbesitz und über rechts wurde bis zur Grundlinie vorgedrungen. In der Mitte hatte Markus Jahnke kein Problem, die Flanke ins Tor zu bugsieren. Danach bestimmte der Gastgeber das Spiel weiterhin, hatte es aber schwer, sich durch zu setzen. Dazu kamen einige Ungenauigkeiten, so dass die Gefahren überschaubar blieben. In der 30. Minute rutschte Michal Fiala im eigenen Strafraum aus und Jahnke kam so in Ballbesitz. Er zog sofort ab und traf mit Hilfe des Innenpfosten zum 2:0. Köthen schien mit dieser Führung erst einmal zufrieden zu sein und Kemberg hatte ansatzweise Möglichkeiten auf einen Treffer. So wurde Moritz Hillebrand zweimal eingesetzt, ein Schuss stellte kein Problem für den Torhüter dar und ein weiterer in der 45. Minute ging knapp über den Kasten. In der Nachspielzeit schließlich eine kleine Nachlässigkeit, als ein Abschlag nach hinten geköpft wurde, Markus Girke durchlief, sein Schuss aber sicher gehalten wurde.

Nach der Pause wurde Kemberg etwas mutiger und Köthen schien damit nicht gerechnet zu haben. Auf einmal schlichen sich Fehler und Nachlässigkeiten ein, die in der 1. Hälfte nicht zu sehen waren. Kemberg wurde etwa 20 Minuten sogar bestimmend und wer weiß was passiert wäre, wenn in dieser Phase ein Treffer gelungen wäre. Girke stiftete mit einer Flanke Verwirrung im Köthener Strafraum, ein Freistoß aus aussichtsreicher Position wurde zu leicht vergeben und nach einer Stunde wurde Girke von Fiala frei gespielt, lief allein auf den gegnerischen Torhüter zu und scheiterte an diesen. Der Gastgeber lauerte auf Konter und einmal rettete Fiala auf der Linie und ein zweites Mal konnte Julian Ruprecht mit einer artistischen Einlage den dritten Treffer gerade so verhindern. Bei Kemberg schwanden die Kräfte immer mehr, so dass Köthen in der Schlussphase noch die eine oder andere Chance hatte. Ein Kopfball und ein Schuss strichen knapp am Kasten vorbei und in der 88. Minute drang ein Köthener in den Strafraum ein und wurde gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Jakub Lukasz Pazdzierski souverän. Dies war dann der Schlusspunkt und die Kemberger konnten dem Gastgeber nur noch zur Herbstmeisterschaft gratulieren. Die Kemberger belegen somit einen soliden 9. Platz und wenn die Leistungen der Hinrunde auch in der Rückrunde gezeigt werden, kann davon ausgegangen werden, dass dieser 9. Platz zum Saisonende noch verbessert wird.

Aufstellung: Rene Leutnitz, Philipp Disselhoff, Jonte Disselhoff (65. Philipp Krauß), Michael Miertzschke, Benjamin Hampel, Moritz Hillebrand, Sebastian Hartmann, Markus Girke, Michal Fiala (75. Johannes Schulz), Bastian Schenk, Julian Ruprecht

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