Nach gut einer Viertelstunde stand es bereits 3:0 für die Friedersdorfer und sie mussten sich noch nicht einmal dafür anstrengen. Es war schon seltsam, mit anzusehen, wie hilflos teilweise im eigenen Strafraum agiert wurde. Das Spiel lief gerade mal eine Minute, Kemberg hatte noch nicht einmal den Ball berührt und da stand es bereits 0:1, allerdings durch einen sehr sehenswerten Angriff, bei dem anfangs hin und her und dann der überraschende Steilpass gespielt wurde. Ein Friedersdorfer startet durch und spielt quer zum mitgelaufenen und völlig frei stehenden Ron Peters, der keine Mühe hatte, ins leere Tor einzuschieben. In der 15. Minute wurde ein Freistoß in den Strafraum geschlagen und aus unerfindlichen Gründen stand Patrick Thiel völlig blank am Fünfmeterraum und traf mit einem Kopfball. Nur drei Minuten später erneut ein Freistoß, der hoch in den Strafraum geschlagen wurde, der Kopfballabwehrversuch ging buchstäblich nach hinten los und alle Kemberger Abwehrspieler in Ballnähe wirkten wie festgenagelt, so dass dieses Mal Marcel Palm keine Mühe hatte, zum 0:3 zu treffen. Danach ließen die Gäste zusehends die Zügel schleifen und Kemberg kam auch über die Mittellinie und zu Chancen. Nach Einwurf von Benjamin Hampel war nach Ablage von Sisinho der Schuss von Lucas Bischoff zu lasch, nach guter Kombination zwischen Matthias Liebmann und Moritz Hillebrand schoss Sisinho knapp über das Lattenkreuz und in der 32. Minute hatte Liebmann eine Riesenchance, als er von Sisinho angespielt zu zögerlich agierte und anstatt zu schießen in die Mitte flankte. Der abgewehrte Ball kam noch einmal zu ihm und der folgende Schuss geriet viel zu drucklos. Die Gäste lauerten auf Fehler und Kontermöglichkeiten, jedoch fiel der 4. Treffer praktisch mit dem Pausenpfiff, als Rene Reppert einen Freistoß noch aus der eigenen Hälfte hoch nach vorn schlug. Der Ball wurde von Robin Brandenburg total unterschätzt, er konnte den Ball zwar halten, geriet jedoch bei dieser Bewegung mit dem Ball in der Hand hinter die Torlinie. So stand dieses klare 0:4 zu Buche, ohne dass die Gäste viel dafür tun mussten.

Nach der Pause schalteten die Gäste noch einmal zurück und Kemberg war optisch überlegen ohne jedoch Friedersdorf noch in Bedrängnis bringen zu können. So wurde diese zweite Hälfte fast schon langweilig, positiv war nur, dass Kemberg keinen Gegentreffer mehr hinnehmen musste. Kemberg selber hatte nach einem Eckball eine Schusschance, nach Doppelpass zwischen Hillebrand und Sisinho schoss Hillebrand zu ungenau und in der 82. Minute hatte Patrick Pietzner die größte Kemberger Chance nach einer guten Kombination, bei der Sisinho auf Hillebrand passte und dieser an den langen Pfosten flankte, wo Pietzner stand und den Ball mit einem Seitfallzieher direkt nahm, allerdings am Torhüter scheiterte. Die Gäste hatten in dieser 2. Hälfte nur noch einen Kopfball über das Tor und konnten ein Durcheinander im Kemberger Strafraum nicht nutzen.

Diesen Samstag geht es nach Annaburg und es kann nur gehofft werden, dass die Mannschaft dieses Mal nicht wieder in eine an diesem Tag zu beobachtende Agonie verfällt.

Aufstellung: Robin Brandenburg (46. Christoph Heede), Philipp Krauß, Sisinho, Benjamin Hampel, Andre Apitzsch, Matthias Liebmann, Moritz Hillebrand (84. Michael Aurast), Jonte Disselhoff, Bastian Schenk, Lucas Bischoff (61. Patrick Pietzner), Julian Ruprecht

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