Bei tropischen Temperaturen trafen sich der letztjährige Ligaprimus der Landesliga und Aufsteiger zur Verbandsliga, die SG Union Sandersdorf, auf die Pink Ladies zu einem freundschaftlichen Vergleich. Was zum Zeitpunkt der Vereinbarung noch niemand wusste, dass man auch in der neu formierten Sachsen-Anhalt Liga Staffel 2 aufeinander trifft. Dennoch wollten beide Trainer dieses Match und so wurde vor zahlreichen Zuschauern und Trainern anderer Ligakonkurrenten das Spiel von Stefan Kohnert um 14:00 Uhr angepfiffen.

Es zeigte sich von Anfang an, dass Sandersdorf das Heft des Handels in die Hand nahm. Mit der neu formierten Kemberger/Eutzscher/Reinsdorfer Abwehr kam jedoch wenig Schwung in den Sandersdorfer Angriff. Nur wenn die Gastgeberinnen sich selbst im Weg standen, wurde es gefährlich.

Auf der Gegenseite konnten die SG K/E/R mit der sehr agilen Celine Röder einige Nadelstiche setzten. Leider oft ohne Abschlussglück und manchmal zu überhastet wurden drei gute Möglichkeiten nicht genutzt. Effektiver waren da die Gäste. Ein harmloser Schuss, den Franziska Schulz eigentlich schon in der Hand hatte aber nicht fangen kann, prallt vor die Füße der Sandersdorfer Kapitänin. Mareike Arlt lässt sich diese Einladung nicht nehmen und kullert den Ball ins Netz. Ein ärgerlicher Treffer, weil er aus keiner Chance entstanden ist. Beim 0:2 merkte man die neu formierte Abwehr, Abstimmungsprobleme in der Hintermannschaft und Pauline Häder kann unbedrängt einschieben.

Beim 0:3 sind wieder Abstimmungsprobleme das eigentliche Übel. Schulz hätte aus ihren Kasten heraus kommen müssen, blieb jedoch stehen und so konnte Häder unbedrängt ihr zweites Tor erzielen.

Zwischenzeitlich hatte Celine Röder aber noch zweimal die große Möglichkeiten zu verkürzen, zielte aber zu ungenau.

Nach der 2. Trinkpause in der 2. Halbzeit wurden dann Umstellungen in der Hintermannschaft der Pink Ladies durchgeführt. Kurz danach fielen dann die Tore 4 und 5 für die Sandersdorfer.

In den letzten 10 Minuten drängten die Gastgeberinnen noch einmal auf das Sandersdorfer Tor und Celine hätte fast im Alleingang noch den Ausgleich erzielen können. Zwei Mal traf sie die Latte, einmal köpfte sie vorbei, konnte aber letztendlich sich selbst für ihre gute Leistung mit 2 Toren in den Schlussminuten belohnen.

Fazit: Die Gäste hatten sicherlich mehr vom Spiel, doch betrachtet man die Torchancen, so hätte es durchaus auch 7:7 enden können. In diesem Punkt waren die Sandersdorfer Mädels einfach cleverer und nutzten die Unachtsamkeiten der Gastgeber gnadenlos aus.