Sepp Müller, Bundestagsabgeordneter und Namensgeber des 2. SM-Cup, ließ es sich nicht nehmen, am Sonntag in der Kemberger Sporthalle den Ehrenanstoß beim Eröffnungsspiel der beiden Mannschaften des Gastgebers zu vollziehen. So starteten das Hallenturnier für Frauenmannschaft mit einer ungleichen Partie. Die 1. Vertretung der Pink Ladies hatten dennoch alle Mühe gegen ihre Kolleginnen der 2. Mannschaft, konnte aber am Ende ein sicheren 3:0 Sieg einfahren. Torschützinnen waren Celine Röder, Jessica Preuß und Maria Schöley.

In der 2. Begegnung trafen der TSV Treuenbrietzen und die SG Motor Gohlis Nord II aufeinander. Gohlis spielbestimmend, konnte ihre Überlegenheit jedoch nicht in Tore ummünzen und verlor 2:1. Im dritten Spiel der SG Leipziger Verkehrsbetriebe, um die ehemalige Kembergerin Stefanie Katens, scheiterte nur knapp in ihrer Auftaktbegegnung an Abus Dessau und verlor mit 1:2.

Damit sind alle teilnehmenden Mannschaften genannt und es ging im Modus, Jeder gegen jeden um den Turniersieg. Im 2. Spiel der Pink Ladies 1 gegen den TSV Treuenbrietzen zeigten die Frauen um Kapitänin Jessica Preuß was sie drauf haben und siegten souverän 7:1. Celine Röder 3x, Jessica Preuß und Maria Schöley je 2 trugen sich in die Torschützenliste ein.

Denkbar unglücklich verlor die 2. Mannschaft gegen die SG Abus Dessau mit 1:0 durch ein Eigentor. Hier spielten nach langer Pause Ines Göricke und Ulrike Walde mal wieder, denn die ersatzgeschwächte Truppe um Torhüterin Jenny Packert trat mit nur einer Wechselspielerin an. Vielen Dank an die Beiden für die Unterstützung. Ziel dieser Mannschaft war nicht der Turniersieg, sondern nicht Letzter werden. Ein anderes Spielziel verfolgte die erste Mannschaft, denn hier wurde von Reiß ganz klar der Turniersieg anvisiert. Im 3. Spiel traf man dann auf einen starken Gegner aus Gohlis und konnte sich nach Toren von Jessica, Leoni und Celine klar mit 3:0 durchsetzen.

Die zweite Vertretung hatte nicht das nötige Schussglück und verlor ihr 3. Spiel wieder nur 0:1.

Titelverteidiger Abus Dessau hieß der 4. Gegner der SG K/E/R, doch auch sie konnte die 1. Mannschaft nicht stoppen und verlor klar 5:0. Jessica Preuß 3x und Celine Röder 2x hießen die Torschützinnen.

Im vorletzten Match der Zweiten ließen die Gohliser Mädels nichts anbrennen und gewannen klar mit 4:0.

Vor dem letzten Spiel der Ersten war bereits klar, dass man sich den Turniersieg gesichert hatte, doch auch dieses sollte gewonnen werden. Mit dem zweiten 7:1 Sieg konnten Jessica Preuß und Celine Röder je 3 Mal und Anika Kreitmeier zur Jubelrunde abdrehen.

In der letzten Begegnung des Turniers traf dann endlich auch mal die 2. Vertretung den gegnerischen Kasten und siegte mit 2:1 durch Tore von Anett Richter und Ines Göricke. Damit konnten sich die Mädels an Treuenbrietzen vorbei schieben.

 

Beste Torhüterin wurde Kimi Koch von der TSV Treuenbrietzen.

Die erfolgreichste Torschützin hieß Jessica Preuß, die sich im Neunmeterschießen gegen ihre Kollegin Celine Röder durchsetzen konnte.

 

 

Abschlusstabelle:   

1. SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf  I 15 25 : 2
2. SG Motor Gohlis Nord II 9  9 : 6
3. SG Abus Dessau 9  5 : 8
4. SG Leipziger Verkehrsbetriebe 6  8 : 12
5. SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf  II 3  2 : 10
6. TSV Treuenbrietzen 3  6 : 16

 

 

Am Sonntag, 13. Januar 2019 fand in der Mescheider Sporthalle in Gräfenhainichen zum ersten Mal die Hallenkreismeisterschaft für Frauenmannschaften im Landkreis Wittenberg statt.

In ihren Begrüßungsworten bedankte sich die Verantwortliche des Frauenfußballs im Kreisfachverband Wittenberg, Saskia Hügli, beim Trainer der SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf Henry Reiß, denn am Mittwoch war vom Veranstalter der Austragungsort, der FSV Rot-Weiß Bad Schmiedeberg, kurzfristig abgesagt worden. Dies wollte Reiß nicht akzeptieren und kümmerte sich um eine Ausweichhalle. Dank des Landkreises Wittenberg konnte die Sporthalle in der Mescheider Str. in Gräfenhainichen angemietet werden.

Da die SG Pouch-Rösa/Schmiedeberg trotz vorheriger schriftlicher Zusage zweier Mannschaften nicht erschien, wurde das Turnier mit drei Mannschaften in einer Doppelrunde ausgetragen. Gekickt wurde mit einem Futsal-Ball und Seitenaus.

Aus organisatorischen Gründen war es in dieser Halle nicht möglich, auf große Tore zu spielen.

Die Auslosung ergab, dass die Pinken gleich im ersten Spiel auf ihren Ligakonkurrenten der SG Dabrun/Jessen traf. Hier zeigten die Weißen, was Effektivität bedeutet. Nach zwei guten Einschussmöglichkeiten der SG K/E/R nutzte Neuzugang Helene Strömer ihre erste Möglichkeit. Dorn im Tor unterschätzte den eigentlich leicht zu haltenden Ball. Von diesem kurzen Schock erholten sich die Ladies und Celine Röder konnte zum 1:1 ausgleichen. Danach aber wieder ein langer Ball der Dabruner/Jessener und Stephanie Schenk vollendete zum 2:1. Die Mannschaft um Kapitänin Jessica Preuß versuchte mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, doch blieben alle Aktionen an der vielbeinigen Abwehr hängen. Eine Ecke führte zur Entscheidung in diesem Spiel. Sophia Greb nutzte die Schlafeinlage von Dienemann aus und knallte den Futsal-Ball trocken in die lange Ecke zum 3:1 Endstand.

Damit war eine gewisse Vorentscheidung getroffen, denn Wörlitz hatte im 2. Spiel gegen Jessen keine Chance und verlor 5:0.

Im 3. Spiel des Turniers mussten die Reiß/Heßler-Reiß-Schützlinge gegen Wörlitz ran. Sehr viele Chancen konnten herausgespielt werden, doch nur 3Mal zappelte das Netz. Röder, Dienemann und Preuß hießen die Torschützinnen. Zu wenig für die Pink Ladies, wenn man noch im Geschäft um den Kreismeistertitel bleiben wollte.

Im Rückspiel gegen die Dabruner/Jessener Mannschaft stellten sich die SG-Mädels besser an. Etwas tiefer stehend sollte das Mittel „lange Bälle nach vorn“ der Weißen nicht mehr reichen, um gefährlich zu werden. Die viel bessere Spielanlage zeigten Pink Ladies, konnte dieses aber nicht in Tore ummünzen. Der 1:0 Siegtreffer fiel aus einem Pressschlag, den Celine Röder kurz vor Schluss um völlig verdienten Sieg über die Linie drückte.

Wie erwartet schlugen die Klier-Schützlinge die Frauen von Trainer Rene Falkenthal aus Wörlitz im Anschlussspiel mit 7:0.

Damit hatten sich die Heidestätter eine zu große Bürde auferlegt. Es mussten 12 Tore im letzten Spiel gegen die Wörlitzer Vertretung geschossen werden, um Dabrun/Jessen den Kreismeistertitel noch streitig machen zu können.

Im ganzen Spiel versuchten die Kemberger/Eutzscher/Reinsdorferinnen das Unmögliche wahr zu machen, doch am Ende gelang „nur“ ein 6:0. Torschützinnen waren Leoni Dienemann und Celine Röder je2, Jessica Preuß und Paula Engelhardt.

Damit war das kurze Turnier entschieden und Maskottchen EuReKe machte ein `gänslich` enttäuschtes Gesicht.

Fazit:

Den besseren Hallenfußball zeigten die Pink Ladies, doch wenn man trotz zahlreicher Chancen zu wenig Tore schießt, reicht es eben nicht zum Titel.

Die Torschützinnen:

1. Stephanie Schenk   6x           (SG Dabrun/Jessen)

2. Celine Röder          5x           (SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf); Helene Strömer (SG Dabrun/Jessen)

4. Leoni Dienemann   4x           (SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf)

5. Jessica Preuß         2x           (SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf); Nicole Hanke; Sophia Greb (SG Dabrun/Jessen)

8. Paula Engelhardt    1x           (SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf)

 

Vizehallenkreismeisterteam:

Franziska Dorn, Doreen Hoffmann, Paula Engelhardt, Jessica Preuß, Celine Röder, Sabrina Petermann, Jenny Packert, Leoni Dienemann, Anika Kreitmeier

Mehrere bittere Pillen mussten die Frauen der SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf nach dem Pokalaus in Jessen schlucken. Wie bereits nach Spiel vermutet, musste Celine Röder wegen einer Rippenprellung verzichten. Weiterhin meldete sich Kapitänin Jessica Preuß auf Verdacht einer Gehirnerschütterung am Freitag ab. Marie-Christin Schmidt hatte private Termine und wenn man die Langzeitverletzten hinzurechnet, fehlten dem Trainergespann fast eine komplette Mannschaft. Die etatmäßige Offensive konnte weder von Anett Richter, die sich trotz vollem Terminkalender bereit erklärte zu spielen, noch von Celina Grobmann, die ihr erstes Ligaspiel von Anfang an machte, nicht kompensiert werden. Deshalb setzte Reiß auf eine starke Defensive, um möglichst lange die Null zu halten. Sandersdorf, eine spielstarke Mannschaft mit einer schussgewaltigen Pauline Häder, sollte so weit wie möglich vom Tor gehalten werden. Dies funktionierte eigentlich im ganzen Spiel auch sehr gut.
Es gab im Spiel auf beiden Seiten fast keine herausgespielten Torchancen. Nur einmal, in der 19. min, lupfte Häder den Ball einfach in die Mitte, Maxi Mähnert, umringt von drei pinken Mädels, wird nicht attackiert und kann den Ball Franziska Dorn durch die Beine spitzeln. Das war wohl der Knackpunkt im Spiel, denn von den Gästen kam keine Torgefahr. Zweimal versuchte Paula Engelhardt aus der Entfernung aufs Tor zu schießen, doch Appelt hatte keine Mühe.
Das Geschehen spielte sich zwischen den Strafräumen ab, ein eher langweiliges Spiel. So musste es wieder eine Standartsituation sein, die für die Vorentscheidung sorgte. Pauline Häder jagt einen Freistoß aus gut 35m von halbrechts aufs Tor, genau in die Arme von Dorn, doch die lässt den Ball nach vorne prallen und Mareike Arlt reagiert am schnellsten, Querpass auf Hitschfeld, die den Ball unter die Latte jagt. Damit waren wohl alle Messen gesungen und mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.
Die Pinken wollten es nicht zu einem Debakel werden lassen und blieben bei ihrer Defensivhaltung. Lediglich zwei Freistöße und eine Ecke hatte Sandersdorf in der 2. HZ, was erwähnenswert wäre. Aus einem dieser Freistöße entstand das 3:0. Emely Krassowski knallte die Kugel aus 30 m über die Mauer in den Winkel. Franziska Dorn, mit Oberschenkelproblemen ins Match gegangen, fehlte wohl die nötige Kraft um an diesen Ball zu kommen.
Dennoch gaben sich die Heidestätter nicht auf, vor allem Anika Kreitmeier setzte hier die einzigen offensiven Akzente und konnte in der 74. min nur durch ein Foul im Strafraum gebremst werden. Den fälligen Elfmeter versemmelte Jenny Packert diesmal und schoss drüber. Das alles passte irgendwie zum Spiel.
Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal Sandersdorf, als Pauline Häder den Ball in der 90. min vor die Füße bekommt und knallhart ins lange Eck einschießt. Damit war Schluss und ein niveauarmes Spiel ging mit einem verdienten Sieger zu Ende.

Fazit:
„Was wäre wenn“ eine Floskel, über die man sicherlich Nachdenken könnte, doch ohne offensive Durchschlagskraft kann man selbst gegen einen derzeit schwachen Gegner nicht gewinnen.
Bleibt zu hoffen, dass im Rückspiel alle Spielerinnen wieder gesund sind und der Union zeigen, was sie wirklich drauf haben.

Anika Kreitmeier kann sich hier gegen ihre Gegnerin durchsetzen

Am Reformationstag mussten die Frauen der SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf zum Ligakonkurrenten nach Jessen reisen, um ihr erstes Pokalspiel auf Landesebene in der Vereinsgeschichte durchzuführen. Man ist mit großen Erwartungen angereist, denn im Punktspiel bezwangen die Pink Ladies ihre heutigen Gastgeberinnen mit 5:2.

Die Ansetzung des 15jährigen Kevin Mietzsch aus Annaburg als Schiedsrichter, der in der B-Jugend für die SG Annaburg/Jessen/Zahna/Elster kickt, brachte den Gästeverantwortlichen kein Lächeln auf die Lippen. Zu oft habe man in der Vergangenheit negatives mit vereinsgebundenen Referees erlebt und leider sollte es sich wieder bestätigen.

 

Die Frauen in Pink setzten die Trainervorgaben von Beginn an konsequent um. Mit einer veränderten Aufstellung wollte man den Gegner sofort unter Druck setzen. Dass dies bereits nach 50 Sekunden zum Erfolg führte, ahnten wohl die wenigsten. Paula Engelhardt zog einfach mal aus gut 30m ab und traf mit einer Bogenlampe genau in den Winkel. Mit diesem Positiverlebnis im Rücken machten die K/E/R weiter Druck und belagerten das Schlobach-Tor. Nach 10 Minuten konnten die Mädels dann zur zweiten Jubelrunde abdrehen. Eine schöne Kombination auf der linken Seite durch Jenny Packert eingeleitet, über Marie-Christin Schmidt und Jessica Preuß vollendete Celine Röder mit einem platzierten Schuss ins lange Ecke zum 0:2.

Nun dachten wohl die mitgereisten Anhänger, das wird ein Schützenfest, doch weit gefehlt. Unerwartet und ohne Vorgaben veränderte die Mannschaft eigenständlich ihre Grundordnung und Jessen-Dabrun kam in die Nähe des Dorn-Gehäuses, ohne jedoch gefährlich zu werden. Dies wurde es, als Jenny Packert einen verunglückten Befreiungsschlag in Richtung pinkes Tor drosch und Nicole Hanke am schnellsten schaltete. Wie aus heiterem Himmel erzielte sie den Anschlusstreffer in der 19. min.

Die Partie wurde härter und es gab zahlreiche Zweikämpfe. Im Brennpunkt standen oftmals Jasmin Kretschmann und Celine Röder, wobei oft die Gästeangreiferin am Boden lag. Bei einem jedoch eher harmlosen Zweikampf, bei dem Stefanie Schenk (Jessen) Franziska Schulz (K/E/R) umschubste, sah Mietzsch eher ein Foulspiel von Schulz. Dies war die erste Fehlentscheidung, die Auswirkung hatte, denn Juliane Förster schlug den Freistoß aus linker Position in den Strafraum und Schenk kann aus dem Gewühl heraus den Ball über die Linie befördern. Dies waren die beiden einzigen Aktionen, die Dabrun-Jessen unter zu Hilfenahme der Gäste und des Schiedsrichters gefährlich vors Tor brachte.

Nach deutlicher Ansprache noch auf dem Feld, besannen sich die Pink Ladies wieder auf ihre Anfangsformation und erspielten sich in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit sage und schreibe 6 Chancen, wobei Celine Röder aus 14m und Anika Kreitmeier aus 8m die größten Möglichkeiten hatten.

Mit diesem unverdienten Ausgleich wurden die Seiten gewechselt.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Die SG aus der Stadt am Rand der Dübener Heide spielten gefälliger, Dabrun-Jessen zerstörte nur.

Turbulent wurde es in der 52. min, als Maria Schöley den Ball in der Innenverteidigung verlor und Stefanie Schenk allein auf Dorn zulief. Hier zeigte sich aber die Kemberger Keeperin Willensstark und konnte den Schuss zur Ecke abwehren. Diese Ecke segelte dann auf den langen Pfosten. Dorn war bereits geschlagen, doch Schulz kratzte den Ball noch von der Linie und leitete den Konter ein. Celine Röder preschte in ihrer unnachahmlichen Art und Weise aus der eigenen Hälfte auf das Jessener Tor. Es wurde versucht sie 2mal unerlaubt zu stoppen, letztendlich schaffte es Jasmin Kretschmann im Strafraum. Schiedsrichter Mietzsch entschied sofort auf Strafstoß, doch diese Notbremse mit Rot zu bestrafen, entschied er sich nur für die gelbe Karte. Nächste klare Fehlentscheidung. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jenny Packert wieder souverän zur 2:3 Führung.

Es folgten weitere gute Einschussmöglichkeiten von Jessica Preuß, doch alle Schüsse konnten von Schlobach in allerhöchster Not entschärft werden. Nun machte sich auch die Zweikampfhärte bei Röder bemerkbar, denn teilweise schlich sie nur noch über den Platz. Das Bitten, die Spielerinnen zu schützen, fand bei Mietzsch kein Gehör.

Mit dem Gefühl, dass die Gäste nicht wirklich gefährlich werden könnten, wechselte Trainer Reiß zwei Mal, um den Ergänzungsspielerinnen auch ihre Spielzeit zu gewähren. Dies sollte sich als Irrtum herausstellen, denn nun ging die Ordnung auf dem Platz etwas verloren. Als dann noch die völlig entkräftete Petermann in der 83. min vom Platz ging und sich Engelhardt um die gefährlichste Spielerin Nicole Hanke kümmern sollte, war die Unordnung perfekt.

Auch Schiedsrichter Mietzsch griff wieder ein, als er eine Abseitsstellung von Schenk nicht sieht, die das Geschenk annahm und ins lange Eck zum 3:3 einschob. Wer jetzt dachte, man müsse sich auf eine Verlängerung einstellen, hatte Mietzsch nicht auf der Rechnung. Wieder ein langer Ball in den Strafraum, Hanke kommt aus dem klaren Abseits heraus, schnappt sich die Kugel und geht in den Strafraum wohl mit dem Wissen, bei einer Berührung falle ich hin. Dies habe dann auch geklappt, denn Maria Schöley geht zum Ball und Hanke dreht sich geschickt über das Bein und fällt hin. Eine groteske Situation, wie man sie wohl nur unter solchen Konstellationen antrifft. Schenk ließ sich diese Situation in der 93. min natürlich nicht entgehen und erzielte vom Punkt den 4:3 Endstand.

 

Fazit:

Mit der Ausnutzung von nur einem Drittel der Möglichkeiten, hätte man Dabrun-Jessen locker geschlagen. Mangelnde Chancenverwertung, gepaart mit taktisch falschen Wechsel und einem vereinsgebundenem Schiedsrichter kann man selbst gegen schwache Gegner nicht gewinnen.

Ein Bild mit Symbolcharakter. Celine Röder liegt nach Foul am Boden und Schiedsrichter Mietzsch schaut nur zu.

Zu einem ungleichen Duell kam es am Sonntag auf dem heimischen Kunstrasenplatz in Kemberg zwischen den Pink Ladies und den Gästen aus Edlau. Die erfahrene Verbandsligamannschaft aus der Fuhnetiefebene zeigte den Gastgeberinnen, wie man aus wenigen Chancen Tore erzielt. Doch bevor alles losging mussten die Fußballerinnen und Zuschauer eine Geduldsprobe ertragen, den Schiedsrichter Maik-Jerome Tietz ist nicht erschienen und konnte nicht erreicht werden. Nun glühten die Finger bei vielen Funktionären heiß, bis man Carsten Becker erreichte, der die Partie dann endgültig leitete. Herzlichen Dank an diese Stelle an Schiedsrichter Carsten Becker aus Wittenberg.

Mit einstündiger Verspätung wurde das Spiel dann angepfiffen.

Zuvor gab es eine Danksagung. Maik Petermann (Die Fliesenleger) übergab offiziell die neuen pinken Trikots an die Frauenmannschaft der Spielgemeinschaft Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf. Nun können die Pink Ladies auch im Winter in ihrem schicken Outfit auf Torejagd gehen.

Im Spiel war es jedoch in der ersten Halbzeit anders herum. Edlau bestimmte erwartungsgemäß das Geschehen und die Gastgeber versuchten mit einer kompakten Mannschaft den Gegner fern vom Strafraum zu halten. Dies klappte sehr gut, denn herausgespielte Torchancen waren Mangelware. Ein Schuss weit vorbei, zwei Ecken und ein Freistoß waren die ersten Resultate für die Edlauer Mädels, was allesamt keine echte Gefahr brachte. Auf der Gastgeberseite konnte ein Freistoß aus gut 30 m von Engelhardt als Chance notiert werden.

Die Pink Ladies wurden nun mutiger und rückten mehr auf. Ein Befreiungsschlag in der 23.min wurde dann zur brillanten Vorlage für Annett Hellmuth zum 0:1. Die 35jährige lief Doreen Hoffmann einfach davon, hier spielte man ohne Absicherung, und ließ Dorn im Tor keine Chance.

In der nächsten Aktion, als Celine Röder in Richtung Edlauer Strafraum stürmte, verletzte sich die wichtigste Akteurin der Gäste, Lysann Schneider, und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus gebracht werden. Gleich nach dieser Szene begeht Paula Engelhardt ein taktisches Foul vor dem eigenen Strafraum und die Gäste wurden prompt bestraft. Carolin Wündsch schlenzt den Freistoß über die Mauer ins kurze Eck zum 0:2.

In der 38. min dann wieder ein Befreiungsschlag von Wündsch und Hellmuth kann wie beim 1. Tor allein auf Dorn zulaufen und lässt sich auch diesmal ihre Chance nicht nehmen. Und wenn es einmal läuft, denkt sich Hellmuth, haue ich den Ball aus gut 28m einfach mal in Richtung Tor. Optimal getroffen landet die Kugel unhaltbar für Dorn unter der Latte zum 0:4 im Tor.

Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.

In der Halbzeitpause stellten die Gastgeberinnen um und spielten mit zwei Sturmspitzen. Dies zahlte sich aus. Anika Kreitmeier hatte in der 57. min die Riesenchance zum Anschlusstreffer, als sie ca. 8m vor Hampe völlig freistehend das Duell gegen die Edlauer Torhüterin verlor. Nur eine Minute später hatte Celine Röder ihre erste nennenswerte Abschlussmöglichkeit, schießt aber mit der Außenseite am Tor vorbei. Der linke Fuß wäre die bessere Alternative gewesen. In der 60. min dann jeweils ein Schuss von beiden Mannschaften, doch die Bälle gingen weit am Tor vorbei.

In der 64. min dann wieder ein Freistoß für die Gäste aus dem Salzlandkreis und wieder klingelte es im Kemberger Kasten. Kathleen Schwabe schoss einfach mal hoch in Richtung Tor. Dorn ihre Größe reichte nicht aus, um den Einschlag zum 0:5 zu vermeiden.

Die Pinken Ladies steckten nicht auf und kamen zu zwei Abschlusschancen.

Inzwischen wurde es auch ein Privatduell zwischen Engelhardt und Hellmuth im Zweikampfverhalten. Die Edlauerin beschwerte sich oftmals lauthals über ihre Gegnerin, teilte in jeder Kontaktphase selbst ordentlich aus. Die mit allen Wassern gewaschene Spielerin erzielte in der 88. min nach einem Eckstoß den 0:6. Geschickt drehte sie sich aus 2 Bewacherinnen heraus und köpfte zum Endstand ein.

Damit war Schluss und der erste Eckball für die Gastgeberinnen in der 90. min blieb ohne Konsequenzen.

 

Fazit:

Im Endeffekt geht der Sieg der Gäste in Ordnung, doch in dieser Höhe sei er viel zu hoch. Betrachtet man sich das Chancenverhältnis, konnten auf Seiten der Pinken Damen 6 Möglichkeiten notiert werden. Auf der gegenüberliegenden Seite reichten 3 Standards, 2 Befreiungsschläge und ein Sonntagsschuss zum deutlichen Sieg aus.

Paula Engelhardt im Duell mit der 4fach Torschützin Annett Hellmuth

Bei wunderschönem Herbstwetter reisten die Damen am Sonntag nach Halle zum Gastgebenden FC Halle-Neustadt. Man hatte sich in der Vergangenheit schon einmal getroffen, denn im Winter kreuzten sich die beiden Frauenmannschaften beim Allianz-Cup in Sandersdorf. In diesem Spiel gewannen die Hallenserinnen in einem hart umkämpften Spiel knapp mit 3:2. Dementsprechend optimistisch ging man in das Match, doch es sollte ganz anders laufen.

Röder schleppte sich im Vorfeld mit Magenproblemen auf den Platz, Heßler-Reiß klagte über Oberschenkelschmerzen, Engelhardt und Dienemann sind langzeitverletzt und Richter blieb zu Hause. So hatte man wieder nur eine Wechselspielerin mitgenommen, was für wenig taktischen Spielraum sorgte.

Halle-Neustadt war sofort präsent und versuchte über ihre starke Mitte mit Grimm im Abwehrzentrum, Denkewitz als Spielmacherin und Suchsland in der Offensive die Kemberger/Eutzscher/Reinsdorfer Abwehr unter Beschuss zu nehmen. Franziska Dorn im Tor hatte zu diesem Zeitpunkt noch alles unter Kontrolle und konnte die ersten Bälle abwehren.

In der 12. min dann der erste richtige Angriff der Gäste. Nach einem gewonnen Zweikampf im Mittelfeld gelangt der Ball zu Jessica Preuß und bedient die startende Celine Röder, die mit links mühelos zur 0:1 Führung einschieben kann. Jetzt sollte man denken, dass die SG etwas mutiger wird, doch hier sahen sich die mitgereisten Fans getäuscht. Viel zu passiv und ohne körperlichen Einsatz schaute man den Hallenser Mädels zu, wie sie die Bälle annahmen und ohne Druck weiterspielen konnten. So entwickelte sich Dauerdruck auf das Dorn-Tor. In der 23. min bekommt Jana Heßler-Reiß den Ball aus Nahdistanz in das Gesicht und musste zwangsläufig wegen einer blutenden Nase den Platz verlassen. Dies nutzte Bianca Rehfeldt eiskalt aus, denn auf der rechten Seite in Überzahl agierend, schoss sie aus 20 Meter einfach über Dorn ins Tor. Mit Gleichzahl auf der Seite wäre dieser Schuss vielleicht zu verhindern gewesen. Doch dies soll keine Entschuldigung sein, denn die Gastgeberinnen waren in punkto Zweikampfführung, Abschlussstärke und Siegeswillen deutlich überlegen. Einzig Röder hatte in der 33. min den erneuten Führungstreffer auf den Fuß, aber diesmal hieß Werner im Hallenser Tor die Siegerin.

Zwei Minuten später war es dann soweit, die beste Spielerin der Hallenserinnen Andrea Suchsland wird halblinks nicht angegriffen und kann ungehindert aus gut 20m schießen. Ihren scharfen Schuss lässt Dorn durch die „Hosenträger“ gleiten und es steht 2:1. Ohne Entlastung nach vorn versuchten die Hausdamen alles klar zu machen. In der Schlussminute der 1. Halbzeit geht wieder Suchsland auf halblinks durch, kann durch niemanden gestoppt werden und vollendet ins kurze Ecke zum 3:1 Pausenstand. In dieser Szene sah man das ganze Dilemma der Pink Ladies an diesem Tag. Es schaffte keine, sich gegen die körperlich starken Hallenserinnen durchzusetzen, kein Ball konnte behauptet werden, was sich im Chancenverhältnis von 9:2 deutlich ausdrückt.

Im zweiten Abschnitt mussten die Gäste dann wechseln. Für die angeschlagene Heßler-Reiß kam Franziska Schulz ins Spiel. Nun verlagerte sich das Geschehen auf die Packertseite. Immer wieder Suchsland sorgte für Akzente, doch diesmal hielt Dorn ihren Kasten sauber. Nun versuchten auch die Frauen der SG dagegen zu halten, aber Andrea Suchsland, Samantha Denkewitz und Muriel Grimm waren einfach zu stark, für die körperlichen schwächeren Gäste.

Am Ende konnte man noch 2 Mal vor das Werner-Tor gefährlich auftauchen, doch der Schuss von Jessica Preuß war zu schwach und Celine Röder zielte ungenau.

So blieb es beim Halbzeitstand und musste mit leeren Händen nach Hause fahren.

 

Fazit:

Möchte man in dieser Klasse mithalten, müssen sich die Frauen an die körperliche Robustheit gewönnen und dagegen halten. In diesem Spiel war ersichtlich, dass Ha-Neu eine eingespielte Mannschaft mit viel Landesliga- und Verbandsligaerfahrung ist.

Nun sind die Pink Ladies da angekommen, wo sie eigentlich nicht hinkommen wollten, auf den vorletzten Tabellenplatz.

Gilt jedoch, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, denn am Sonntag kommt der Tabellenführer Edlau nach Kemberg und mit den Zuschauern im Rücken ist vielleicht eine Überraschung möglich.

Franziska Dorn hält die Kugel im zweiten Abschnitt fest in der Hand und verhindert eine höhere Niederlage

Bei herrlichem Wetter zog es viele Zuschauer am Sonntag auf den Kemberger Kunstrasenplatz, um sich das Derby der Frauenmannschaften zwischen Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf und der SG Dabrun-Jessen anzuschauen. Und alle die gekommen sind, sollten es nicht bereuen. 7 Tore, zwei Elfmeter viele Freistöße und zahlreiche Torschüsse sorgten für gute Stimmung bei den Fans.

Die Gastgeberinnen mussten zu Beginn eine Hiobsbotschaft hinnehmen, denn mit Paula Engelhardt meldete sich bereits die 3. Spielerin krankheitsbedingt ab. Neben Leoni Dienemann fehlte noch Anika Kreitmeier, die sich im Urlaub befindet. So musste Trainer Henry Reiß kurzum Anne-Marie Richter reaktivieren, um wenigstens 2 Wechselspielerinnen zu haben. Ein Dank nochmal an sie für ihr Engagement.

Damit stellte sich eine veränderte Mannschaft auf, bei der Maria Schöley in die Innenverteidigung rückte und ein ganz starkes Spiel absolvierte. Aber auch der Rest der Mannschaft wollte die 0:5 Schmach vom letzten Heimspiel vergessen machen. Mit viel Laufbereitschaft und einem ordentlichen Zweikampfverhalten zog man den Gästen schnell den Zahn. Leider belohnte man sich nicht für eine couragierte Leistung in der ersten Halbzeit. Und so kam es, wie es kommen musste. Ein langer Ball in der 34. min auf die rechte Seite zu Stefanie Schenk. Schenk schießt so straf aufs Tor, dass Franziska Dorn den Ball nicht richtig festhalten kann. Carmen Hennersdorf stand goldrichtig und schob die Kugel aus 2m über die Linie. Von den Gästen war nur bei Freistößen was zu sehen, was 10 Torschüsse auf der pinken Seite in keinem Verhältnis zum Spielstand war.

Durch eine taktische Umstellung in der Halbzeitpause wurden die Pink Ladies in der zweiten Halbzeit viel effektiver. Erste Achtungszeichen setzte Anett Richter sofort nach Wiederbeginn, doch ihr Abschluss ist zu schwach und für Ekmann im Jessener Tor leichte Beute. Nun hatte auch Celine Röder ihr Visier besser justiert und traf in der 48. min zumindest den mit Netz umrahmten Kasten, der Schuss wurde aber zur Ecke abgewehrt. Den Ball aus dieser Ecke gelangte zu Jessica Preuß, die nur die Lattenoberkante traf. Es zeigte sich jetzt schon, dass die SG K/E/R diesen Rückstand unbedingt wett machen wollten.

Die sehr lauffreudige Jessica Preuß belohnte sich in der 51. min mit dem völlig überfälligen Ausgleichstreffer. Die scharfe Eingabe von Röder kann Ulrike Pölitz nur mit der Brust klären und den abspringenden Ball hämmert Preuß direkt in die lange Ecke. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken zauberte Jessi in der 53. min den Führungstreffer. Einen Querpass, von der sehr gut spielenden Marie-Christin Schmidt, nimmt die Kapitänin kurz an, schaut und jagt die Kugel ins lange Eck zum 2:1.

Das beste herausgespielte Tor vollendete Celine Röder zum 3:1 in der 68. min. Nach mehreren Doppelpässen auf der rechten Seite zwischen ihr und Katrin Reiß schließt Röder eiskalt ab.

Nun wollte Schiedsrichter Jens Becker sich auch einmal ins Gespräch bringen und pfiff mehrere Freistöße für die Gäste. Höhepunkt war sicherlich der Foulstrafstoß für die Gäste. Franziska Schulz, für die Gelb belastete Jana Heßler-Reiß ins Spiel gekommen, kam einen Tick früher an den Ball, als Nicole Hanke, die gegen das Bein von Schulz tritt. Hörbar meinte jeder, dass Becker auf Freistoß für die Gastgeberinnen pfeift. Doch zu aller Verwunderung zeigte er auf den Punkt. Nun kam die große Stunde der Franziska Dorn. Sie schaute sich die Schützin Hanke aus und hielt den Elfmeter in der 71. min glanzvoll.

Damit keimte dennoch bei den Gästen wieder etwas Hoffnung auf. So nutzte Marlen Schlobach in der 85. min einen wieder sehr fragwürdigen Freistoß zum 3:2 Anschlusstreffer, bei dem Dorn keine Chance hatte.

In der 87. min wird dann Anett Richter von Schlobach umgerissen und bei gleicher Auslegung zeigt Becker auch hier auf den Strafstoßpunkt. Jenny Packert übernimmt die Verantwortung und knallt das Leder zum 4:2 in den Winkel.

Doch das sollte es noch nicht gewesen sein. In der Schlussminute haute Celine Röder ihren ganzen Frust aus den vergebenen Torchancen in ihren letzten Schuss, nachdem sie von Richter hervorragend bedient wird, und erzielt den 5:2 Endstand.

 

Fazit:

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Pink Ladies endlich wieder mal gegen einen alten Kontrahenten einen Derbysieg feiern und feierten noch lange diesen Erfolg.

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