Bei herrlichem Wetter zog es viele Zuschauer am Sonntag auf den Kemberger Kunstrasenplatz, um sich das Derby der Frauenmannschaften zwischen Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf und der SG Dabrun-Jessen anzuschauen. Und alle die gekommen sind, sollten es nicht bereuen. 7 Tore, zwei Elfmeter viele Freistöße und zahlreiche Torschüsse sorgten für gute Stimmung bei den Fans.

Die Gastgeberinnen mussten zu Beginn eine Hiobsbotschaft hinnehmen, denn mit Paula Engelhardt meldete sich bereits die 3. Spielerin krankheitsbedingt ab. Neben Leoni Dienemann fehlte noch Anika Kreitmeier, die sich im Urlaub befindet. So musste Trainer Henry Reiß kurzum Anne-Marie Richter reaktivieren, um wenigstens 2 Wechselspielerinnen zu haben. Ein Dank nochmal an sie für ihr Engagement.

Damit stellte sich eine veränderte Mannschaft auf, bei der Maria Schöley in die Innenverteidigung rückte und ein ganz starkes Spiel absolvierte. Aber auch der Rest der Mannschaft wollte die 0:5 Schmach vom letzten Heimspiel vergessen machen. Mit viel Laufbereitschaft und einem ordentlichen Zweikampfverhalten zog man den Gästen schnell den Zahn. Leider belohnte man sich nicht für eine couragierte Leistung in der ersten Halbzeit. Und so kam es, wie es kommen musste. Ein langer Ball in der 34. min auf die rechte Seite zu Stefanie Schenk. Schenk schießt so straf aufs Tor, dass Franziska Dorn den Ball nicht richtig festhalten kann. Carmen Hennersdorf stand goldrichtig und schob die Kugel aus 2m über die Linie. Von den Gästen war nur bei Freistößen was zu sehen, was 10 Torschüsse auf der pinken Seite in keinem Verhältnis zum Spielstand war.

Durch eine taktische Umstellung in der Halbzeitpause wurden die Pink Ladies in der zweiten Halbzeit viel effektiver. Erste Achtungszeichen setzte Anett Richter sofort nach Wiederbeginn, doch ihr Abschluss ist zu schwach und für Ekmann im Jessener Tor leichte Beute. Nun hatte auch Celine Röder ihr Visier besser justiert und traf in der 48. min zumindest den mit Netz umrahmten Kasten, der Schuss wurde aber zur Ecke abgewehrt. Den Ball aus dieser Ecke gelangte zu Jessica Preuß, die nur die Lattenoberkante traf. Es zeigte sich jetzt schon, dass die SG K/E/R diesen Rückstand unbedingt wett machen wollten.

Die sehr lauffreudige Jessica Preuß belohnte sich in der 51. min mit dem völlig überfälligen Ausgleichstreffer. Die scharfe Eingabe von Röder kann Ulrike Pölitz nur mit der Brust klären und den abspringenden Ball hämmert Preuß direkt in die lange Ecke. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken zauberte Jessi in der 53. min den Führungstreffer. Einen Querpass, von der sehr gut spielenden Marie-Christin Schmidt, nimmt die Kapitänin kurz an, schaut und jagt die Kugel ins lange Eck zum 2:1.

Das beste herausgespielte Tor vollendete Celine Röder zum 3:1 in der 68. min. Nach mehreren Doppelpässen auf der rechten Seite zwischen ihr und Katrin Reiß schließt Röder eiskalt ab.

Nun wollte Schiedsrichter Jens Becker sich auch einmal ins Gespräch bringen und pfiff mehrere Freistöße für die Gäste. Höhepunkt war sicherlich der Foulstrafstoß für die Gäste. Franziska Schulz, für die Gelb belastete Jana Heßler-Reiß ins Spiel gekommen, kam einen Tick früher an den Ball, als Nicole Hanke, die gegen das Bein von Schulz tritt. Hörbar meinte jeder, dass Becker auf Freistoß für die Gastgeberinnen pfeift. Doch zu aller Verwunderung zeigte er auf den Punkt. Nun kam die große Stunde der Franziska Dorn. Sie schaute sich die Schützin Hanke aus und hielt den Elfmeter in der 71. min glanzvoll.

Damit keimte dennoch bei den Gästen wieder etwas Hoffnung auf. So nutzte Marlen Schlobach in der 85. min einen wieder sehr fragwürdigen Freistoß zum 3:2 Anschlusstreffer, bei dem Dorn keine Chance hatte.

In der 87. min wird dann Anett Richter von Schlobach umgerissen und bei gleicher Auslegung zeigt Becker auch hier auf den Strafstoßpunkt. Jenny Packert übernimmt die Verantwortung und knallt das Leder zum 4:2 in den Winkel.

Doch das sollte es noch nicht gewesen sein. In der Schlussminute haute Celine Röder ihren ganzen Frust aus den vergebenen Torchancen in ihren letzten Schuss, nachdem sie von Richter hervorragend bedient wird, und erzielt den 5:2 Endstand.

 

Fazit:

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Pink Ladies endlich wieder mal gegen einen alten Kontrahenten einen Derbysieg feiern und feierten noch lange diesen Erfolg.

Diese bittere Pille mussten die Frauen am Sonntag gegen die verbandsligaerfahrene Spielgemeinschaft des SV Allstedt und SV Wacker Rottleberode schlucken. Aber nicht, weil die Mannschaft um Kapitänin Jessica Preuß das viel schlechtere Team war, sondern vielmehr weil Einstellung und Siegeswillen nicht stimmten. Die Damen aus dem Harz waren da viel entspannter und gingen hoch konzentriert in die Begegnung. Mit gesunder Zweikampfhärte wurden die ersten Versuche der Gastgeberin völlig unaufgeregt abgeblockt. Libera Kerstin Werner hatte immer den richtigen Weg im Blick. Konnten die Pink Ladies sich doch mal durchsetzen, stand Feldspielerin Michelle Rudolf goldrichtig im Tor.

 

Betrachtet man sich die erste Hälfte, war es ein Spiel zwischen den Strafräumen. Ein erstes Achtungszeichen setzte die spätere 4fach-Torschschützin Anja Zywitzki, als sie in der 12.min im Strafraum umringt von 4 Gegenspielerinnen trotzdem den Ball annehmen kann und zum Abschluss kommt. Hier hatte Packert noch das Glück des Pfostens auf ihrer Seite. Doch in dieser Szene zeigte sich bereits, woran es an diesem Tag bei den Pink Ladies krankte. Keinen Zug zum Ball, Gegner, mangelnde Laufbereitschaft und falsche Laufwege waren die Hauptursachen im Spiel der Gastgeberinnen.

Hinzu kam noch die Verletzung von Leoni Dienemann in der 18. min, was die Hausdamen in zusätzliche Schockstarre versetzte. Wünschen wir Leo an dieser Stelle eine schnelle Genesung.

Ihre Position musste Franziska Schulz einnehmen, die eine vierteljährige Pause hatte und der sichtlich noch die Bindung zur Mannschaft fehlte. Nach diesem Umstand änderte Reiß die taktische Ausrichtung und bereits eine Minute später hatte Celine Röder die größte Chance, als sie allein auf Rudolf zulief, ihr aber genau in die Arme schoss.

Von Allstedt/Rottleberode war erst wieder in der 24. min etwas zu sehen. Ein von Sabrina Petermann verursachter Freistoß knallte Chiara Lüdke aus ca. 30 m Packert an die Lattenoberkante. Damit schien aber das Glück des Gastgebers aufgebraucht, denn 6 Minuten später schoss Zywitzki ihren ersten Treffer. Franziska Schulz wurde im Mittelfeld einfach beiseite gerammt, Schiedsrichter Bläsig sieht darin kein Foul, obwohl Schulz durch die Luft fliegt, und der frei werdende Platz auf der rechten Seite nutzt Sabrina Kawan für eine Flanke, die Zywitzki völlig allein auf weiter Flur in die Maschen haut.

Damit wurde die unsichtbare Last der Kemberger/Eutzscher/Reinsdorfer Mädels noch größer. Dennoch konnten sie in den letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit kleine Akzente setzen und kamen durch Röder, Preuß und Kreitmeier 3Mal gefährlich vor das Harzer Tor. Ein Foul an Röder in der 44.min im Strafraum sah Schiedsrichter Bläsig genauso wenig, wie das Handspiel von Maria Schöley auf Heimseite.

 

In der 2. HZ das gleiche Szenario. Allstedt/Rottleberode immer schneller am Ball und mit vollem Körpereinsatz, kauften ihren Kontrahentinnen jeglichen Schneid ab. Wenn dann die Damen in Pink sich mal wehrten, gab es sofort einen Freistoß von dem mit vielen Fragezeichen agierenden Schiedsrichter Bläsig. So geschehen, kurz nach der Halbzeit Freistoß aus halbrechter Position für die Gäste, doch der Schuss kann abgeblockt werden und im Nachgang zirkelte Lüdke die Kugel am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite der Handfreistoß von Röder war viel zu schwach getreten und stellte für Rudolf keine Probleme dar.

Symptomatisch für die Spielweise ging Allstedt/Rottleberode in der 68.min in Führung. Katrin Reiß, für Marie-Christin Schmidt in die Begegnung gekommen, lässt sich von Zywitzki einfach beiseiteschieben, Heber über Packert, Tor.

Das 0:3 brach den Gastgeberinnen endgültig das Genick und die Moral. Nach einem guten Angriff von Anika Kreitmeier, deren Eingabe Röder verpasst, starten die Harzerinnen mit einem langen Pass einen Angriff. Torhüterin Jenny Packert kommt aus ihrem Kasten, schießt aber Kawan an, die den abprallenden Ball mühelos ins leere Tor schieben kann.

Dass die Mädels um Trainer Reiß / Heßler-Reiß doch Fußball spielen können, zeigten sie zwischen der 74. bis 82.min als Röder und Preuß vier aussichtsreiche Chancen kläglich vergaben.

Preuß musste dann noch mit Kreislaufproblemen das Spielfeld kurz verlassen, quälte sich aber bis zum Ende durch.

Der deutliche Rückstand und mit dieser Null-Bock Stimmung war es nicht überraschend, dass Zywitzki in den drei Schlussminuten ihr persönliches Torekonto zum 0:4 und 0:5 aufstockte. Die Gastgeberinnen luden die Gäste mit einfachen Fehlern sogar noch dazu ein.

 

Fazit:

Es sollte sich inzwischen herum gesprochen haben, dass Fußball eine Lauf- und Kontaktsportart ist und kein Gegner in dieser Liga die Punkte einfach herschenkt. Da gibt es noch einiges zu lernen für die SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf, denn mit solch einem körperlosen Spiel gewinnt man keinen Blumentopf.

Anja Zywitzki Nr. 19 wird von 4 K/E/R-Damen umringt, kommt aber trotzdem zum Abschluss und trifft nur an den Pfosten.

 

Eine optimale Heimpremiere feierten die Pink Ladies in ihrem ersten Heimspiel auf Landesebene beim Tag des Sports in Kemberg. Dabei traf Celine Röder gleich 4-mal das gegnerische Tor und glänzte mit einer sehr starken Leistung. Aber nicht nur sie krönte ihren Verdienst, auch der Rest der Mannschaft zeigte eine starke Vorstellung.

Glauzig, die jüngste Truppe der Liga, schaffte in der vergangenen Landesligasaison einen hervorragenden 3. Platz. Technisch und taktisch gut ausgebildet, erhielten die Frauen der SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf zum Auftakt einen harten Brocken.

 

„Wenn man(n) zu spät kommt, bestrafen einen die Frauen.“

Das mussten sich wohl einige Zuschauer fragen, denn genau nach 10 Sekunden stand es bereits 1:0 für die Hausdamen. Hervorragend eingestellt und hellwach landete eine einstudierte Anstoßeröffnung bei Leoni Dienemann, die den Ball sofort zu Celine Röder weiter leitet. Röder, in ihrer unnachahmlichen Art, umkurvte eine Spielerin und die zahlreichen Anhänger konnten zum ersten Mal jubeln. Zwei weitere Schüsse durch Celine Röder und Marie-Christin Schmidt verfehlten im Anschluss nur knapp das Gehäuse der Gäste.

Glauzig bis dahin gefällig aus der Abwehr spielend, schaffte es nicht, den Ball in den SG-Strafraum zu bugsieren. Erst ein Abstimmungsfehler zwischen Hoffmann und Petermann im Sinne: „Nimm du ihn, nein du!“ stand Laura Stoye plötzlich allein vor Franziska Dorn. Dabei hatte sie keine Mühe in der 10. min den Ausgleich zu erzielen.

Von diesem Schockerlebnis erholten sich die Pinken sehr schnell. Zwei riesen Möglichkeiten von Jessica Preuß und Leoni Dienemann brachten die Gastgeber wieder auf Kurs.

Nach einem Einwurf von Leoni kann Celine sich gegen zwei Spielerinnen durchsetzen und schießt mit einem strammen Schuss zum 2:1 in der 23. min ein. Nun meldete sich Glauzig in der 24. min mit einer Chance auch mal zu Wort, aber Stoye zirkelt die Kugel vorbei.

Danach machten die Gastgeberin weiter Druck. Jessica Preuß wird in der 26. min zweimal hintereinander festgehalten und gefoult, lässt sich aber nicht fallen und kann auf Kosten einer Ecke gebremst werden. Hier zeigte sich noch die Unerfahrenheit, denn wäre sie gefallen, hätte Schiedsrichter Bläsing auf Strafstoß entscheiden müssen.

Das schönste herausgespielte Tor dieser Begegnung führte zum 3:1. Leoni kann sich auf der linken Seite durchsetzen, Rückpass zu „MC“Schmidt, die den Ball quer auf Preuß legt. Jessica ist schneller am Ball, umspielt noch Spielau und spitzelt den Ball gekonnt an der Torhüterin vorbei ins Tor.

Einen gefährlichen Freistoß gab es dann für die Gäste, den Dorn im Tor gerade noch an die Latte lenken kann. Dann war Halbzeit.

Nach der Halbzeit ein verändertes Bild. Die Gastgeberinnen nicht mehr so lauffreudig und die Gäste mit dem Wind im Rücken, kamen immer gefährlicher vor das Dorn-Tor. Herausgespielte Chancen blieben jedoch Mangelware. Einzig die Freistöße und Ecken brachten etwas mehr Gefahr für das pinke Tor.

In dieser Phase und zum richtigen Zeitpunkt setzten die Pink Ladies den nächsten Nadelstich. Einen Rückpass zur Torhüterin läuft Anika Kreitmeier energisch nach. Kupski schlägt den Ball unkontrolliert aus der Gefahrenzone und dieser landet bei Jessica Preuß. Die Kapitänin sieht Celine Röder starten, die den Ball aus 17 m scharf ins kurze rechte Eck zum 4:1 wummert. In dieser Aktion verletzte sich die Glauziger Torhüterin Nathaly Kupski ohne gegnerische Einwirkung und musste mit Krankenwagen und Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden. An dieser Stelle wünschen wir eine schnelle Genesung und hoffen, dass es keine schwerwiegende Verletzung ist.

Nach einer 25minütigen Pause entschieden sich die Glauziger Mädels, das Match zu Ende zu spielen.

Sie wollten trotz dieses Ereignisses, das Spiel noch drehen und drängten mit aller Macht die Gastgeberinnen in ihre eigene Hälfte. Daraus resultierten 2 gute Chancen und letztendlich das 4:2 durch Marie Neuholz. Bei ihrem Schuss in den Winkel hatte Dorn keine Abwehrchance.

Nun besannen sich die Randheidestätter noch einmal. 2 Mal konnte Celine nur durch ein Foul gebremst werden. Beim dritten Anlauf klappte es dann. Grundstein war wieder das energische Anlaufen von Anika Kreitmeier. Nancy Brauer vertändelte den Ball, den Röder gekonnt mitnimmt und zum 5:2 Endstand einnetzt.

Danach pfiff Schiedsrichter Bläsing ab und die Mannschaft um Trainer Henry Reiß und Co-Trainerin Jana Heßler-Reiß freuten sich sichtlich erschöpft über ihre ersten drei Punkte auf Landesebene.

 

Fazit:

Eine geschlossene kämpferische Mannschaftsleistung die zeigt wie wichtig es ist, dass jede Spielerin für die andere da sein muss.

Stefan Kohnert, Stadionsprecher und Sportwart bei RW Kemberg, sprach von der besten ersten Halbzeit einer Frauenmannschaft, die er jäh in Kemberg gesehen hat. Diesem Kompliment ist nichts weiter Hinzuzufügen.

Es hätte alles anders laufen können, doch am Ende zählt das Ergebnis und dies ist eindeutig.

In ihrem ersten Spiel im 11er System auf Großfeld der Landesliga traten die Pink Ladies trotz massiver Personalprobleme couragiert auf. In der 3. min kam Leonie Dienemann erstmals gefährlich vor das Tor der neuen Spielgemeinschaft Pouch/Rösa/Bad Schmiedeberg. Dorothee Korge konnte den Schuss jedoch abblocken. Nach einer sehr kurzen Druckphase der Gastgeber mit 3 guten Möglichkeiten besannen sich die Kickerinnen um Kapitänin Jessica Preuß und erspielten sich insgesamt 5 sehr gute Möglichkeiten, von denen aber keine genutzt werden konnte. In dieser guten Phase erzielten die Kurstädter wie aus heiterem Himmel das 1:0. Ein Pass durch die Schnittstelle in den Strafraum auf Katrin Müller und der eher harmlos wirkende Schuß kullerte an Freund und Feind in die lange Ecke. Marie Engert muss wohl den Ball noch irgendwie berührt haben, aber eine richtige Torchance war das nicht. Anders als die in der 36. min. Langer Abstoß von Korge, Gitte Schmidt bekommt den Ball und kann sich gegen Anett Richter im Laufduell durchsetzen. Ihren Schuss ins lange Ecke kratzte Celine Röder im K/E/R-Tor bravurös von der Linie.

Immer wieder über die rechte Seite kommend, fiel in der 38. min das 2:0. Auch hier war wieder viel Dusel dabei. Eine verunglückte Flanke von Nadine Giske landete über Röder im langen Eck. Danach hatte jede Mannschaft noch eine Möglichkeit, die aber ungenutzt blieben. Der 2:0 Pausenstand spiegelte keineswegs das Chancenverhältnis von 7:8 wieder.

Alles auf Risiko setzend stellte Trainer Reiß in der Halbzeitpause um. Jana Heßler-Reiß, die bis dato ein sehr gutes Spiel gemacht hatte, musste sich die Handschuhe von Röder überziehen, die wiederum in den Sturm wanderte. Weiterhin wurde von Viererkette auf Dreierkette umgestellt und es begann verheißungsvoll. Die Gäste drängten nun die Gastgeber in die eigene Hälfte. Diese Maßnahme wirkte aber genau nur 9 Minuten, denn in der 54. min wieder ein langer Abstoß, eine Poucher Spielerin kann den Ball ohne Bedrängnis annehmen, Drehung, Pass in die Spitze spielen und Nadine Giske gewinnt locker das Laufduell gegen Packert und vollendet zum 3:0.

Das 4:0, ganze 4 Minuten später, war sicherlich der Unerfahrenheit im Tor von Heßler-Reiß geschuldet. Zu spät aus dem Kasten kommend, erfasste Sandra Wagner die Situation schneller und kann den Ball an der K/E/R-Torhüterin vorbei spitzeln.

Damit war das Spiel entschieden, weil auch die Umstellung mit 2 Spitzen zu keinem stärkeren Druck führte. In das ganze Dilemma passte dann noch das 5:0 in der 67. min, als Heßler-Reiß über den Ball schlägt und Janine Gerth ins leere Tor einschieben kann.

Die Pink Ladies bemühten sich zwar noch, hatten auch drei Chancen, aber diesmal das Schussglück zu Hause gelassen. Was eigentlich möglich gewesen wäre, zeigte Celine Röder 4 Minuten vor Schluss, als sie den 5:1 Ehrentreffer erzielte.

Die Gastgeber hatten aber noch nicht genug und kombinierten sich ohne Gegnerdruck in der 88.min bis in den 16m-Raum. Der Schuss aus halbrechter Position klatschte an den Pfosten und von da natürlich zu Nadine Giska, die ihren 3 Treffer erzielte. Auch hier schauten alle Spielerinnen im Pinken Dress nur zu.

 

Am Ende spiegelte das Ergebnis nicht das wahre Kräfteverhältnis wieder, doch man sah, welche Mannschaft länger im Geschäft ist. Pouch-Rösa als eingespielte Mannschaft seit Jahren in der Landesliga tätig, zeigte den Neulingen was ein Spiel in die Schnittstellen einer Abwehr bedeutet.

 

Team: Celine Röder, Marie-Christin Schmidt (ab 56.min Franziska Dorn), Jessica Preuß, Anika Kreitmeier (ab 71. min Katrin Reiß), Jana Heßler-Reiß, Jenny Packert (50. min Gelb), Sabrina Petermann, Anett Richter, Doreen Hoffmann, Leoni Dienemann, Paula Engelhardt

Eine der 5 hochkarätigen Chancen vergibt hier Leoni Dienemann.

Am Wochenende verweilten die Frauen der SG Kemberg/Eutzsch/Reinsdorf beim 6. Frauenfußballturnier des Zahnaer Mineralbrunnen Cup´s in Bad Schmiedeberg.

Am ersten Tag wurden die Gruppenspiele ausgetragen. So hatten die Damen in der Gruppe D es mit Mittelhausen, Borsigwalde, Redwitz und Concordia Wittenau zu tun.

In der ersten Partie gegen die Thüringer Damen der TSV Mittelhausen brauchten die Pink Ladies sage und schreibe 10 Torchancen um das 1:0 durch Neuzugang Paula Engelhardt zu erzielen. Novum in diesem Spiel, dass Co-Trainerin Jana Heßler-Reiß sich zum ersten Mal in ihrer Fußballkarriere die Handschuhe überstreifte und als Torhüterin fungierte. Und sie sollte an diesem Tag die Null festhalten, denn bei diesem knappen Ergebnis blieb es bis zum Schluss.

Auch im zweiten Spiel gegen die 2. Vertretung des SC Borsigwalde aus Berlin zeigten die Pink Ladies eine ordentliche Leistung und schlugen die Berlinerinnen mit 3:0. Torschützinnen waren Paula Engelhardt, Celine Röder und Jessica Preuß.

Im dritten Spiel gab es nicht ganz so viele Möglichkeiten. Geschuldet war dies sicherlich der Tatsache, dass Stürmerin Celine Röder im ersten Spiel so gefoult wurde, dass sie nicht mehr Rennen konnte. Celine und Jana tauschten ihre Position, weil die SG mit keiner Wechselspielerin angereist war. Aber auch gegen die Vertretung vom 1. FC Redwitz konnten die Frauen in Pink den knappen Vorsprung von 1:0 über die Zeit retten. Torschützin war Anika Kreitmeier, die eine Ecke von Jessica Preuß direkt ins Netz hämmerte.

Im letzten Spiel des Tages musste man gegen Concordia Wittenau antreten. In den Spielen zuvor zeigten die Nordberlinerinnen, was sie drauf hatten. In einem ungleichen Kräfteverhältnis schafften es die Pink Ladies mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit sich nicht abschießen zu lassen und verloren „nur“ 0:2. Herausragende Akteurin bei Concordia war die 36jährige Franziska Liepack. Sie holte 2004 mit Turbine Potsdam die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Ein Jahr später gewann sie erneut den DFB-Pokal und den UEFA-Womenscup (heute Campionsleague) mit der Turbine.

Mit diesem Ergebnis stand fest, dass die SG K/E/R sich als zweitplatzierte Mannschaft für das Viertelfinale am nächsten Tag qualifiziert hatte.

Am Sonntag ging es mit veränderter Formation an den Start. Jessica Preuß hatte einen anderen Termin. Celine Röder, Anika Kreitmeier und Jana Heßler-Reiß waren angeschlagen. Hinzu kamen Leoni Dienemann, Sabrina Petermann, Marie-Christin Schmidt und Katrin Reiß.

Im Ausscheidungsspiel des Viertelfinales mussten nun die Frauen um Trainer Henry Reiß gegen den späteren Turniersieger Rodewisch/Auerbach antreten. Leider etwas unglücklich gingen die Damen durch ein Eigentor in Rückstand. Eine Verkettung mehrerer Fehler führte dazu, dass Röder ihre Mitspielerin Petermann aus Nahdistanz anschoss und der Ball im Tor landete. Nun versuchten die Pinken ihre Schlafeinlage wieder wett zu machen. Drei Riesenchancen konnten nicht verwertet werden, bzw. fehlte an diesem Tag das Quäntchen Glück, denn von den Sächsinnen kam nicht mehr viel. So flog man trotz einer ansprechenden Leistung unglücklich aus dem Titelrennen heraus.

Beim Spiel der Verlierer des Viertelfinales kickten die Frauen gegen FSV Einheit Eisenberg. Hier konnte sich zwar die SG einen optischen Vorteil erarbeiten, doch erfolgreiche Abschlüsse waren nicht zu verzeichnen. So blieb es beim 0:0 und das Duell musste im 9m Schießen entschieden werden. Tragische Figur war hier Celine Röder, die die Entscheidung herbeiführen hätte können. Zuvor hielt sie einen Strafstoß, schoss danach aber an den Pfosten. Wie bereits erwähnt, war das Glück nicht auf Kemberger/Eutzscher/Reinsdorfer Seite und man verlor am Ende auch diese Begegnung.

Im letzten Spiel um Platz 7/8, wiederum gegen Concordia Wittenau, war wohl der Frust des Tages sichtbar und nach etwas rotieren in der Aufstellung die 0:3 Niederlage einkalkuliert.

Im Endergebnis erreichten die Damen den 8. Platz von 18 Mannschaften. Es war ein gut organisiertes Turnier, mit viel gutem Frauenfußball.